Laden...
Mitwitz

Jugend macht sich rar im "Don Camillo"

Der Zuschuss zu dem Jugendkeller war ein Punkt auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates Mitwitz. Jetzt will man nach den Ursachen forschen, warum die Jugendlichen der Freizeiteinrichtung fernbleiben.
Artikel drucken Artikel einbetten

Der Marktgemeinderat Mitwitz traf sich zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr. Es waren nur ein paar wenige Punkte, die es auf die Tagesordnung geschafft hatten, darunter auch der Antrag für den Zuschuss an den Jugendkeller "Don Camillo". Hier gebe es Klärungsbedarf, denn gerade die älteren Kinder würden das Angebot kaum oder gar nicht nutzen. 1500 Euro wurden zwar rückwirkend bewilligt, aber nun will man Ursachenforschung betreiben.

"Aufmachen lohnt sich nicht, wenn keiner hingeht", so der Tenor der Räte. Dass es für das Fernbleiben der Jugendlichen einen Grund geben muss, darin sind sich alle einig. Ralf Holzheimer (SPD) regte an, dass Pfarrer Burkhard Sachs die Kids darauf ansprechen sollte. "Wir müssen mit allen sprechen. Mit Pfarrer, Eltern, den Kindern und den Betreuern", wünschten sich die Freien Wähler. Edith Memmel von den Grünen brachte einen weiteren Gedanken ins Spiel: "Vielleicht liegt es auch an den Öffnungszeiten?" Geklärt werden müsse es auf jeden Fall und man werde sich darum kümmern, so Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU).

Weiter ermächtigte der Marktgemeinderat die Verwaltung, die Vergabe der Arbeiten zum Bau der Druckerhöhungsanlage für den Anschluss der Gemeindeteile Kaltenbrunn/Burgstall an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben. "Es ist keine Erhöhung der vorliegenden Kostenschätzung zu erwarten," bestätigte Laschka. Weitere Informationen lägen an der Februar-Sitzung vor.

Um eine weitere bauliche Maßnahme ging es im folgenden Punkt, nämlich der Verkehrsberuhigung am östlichen Ortseingang von Bächlein. Hier soll eine flexible, mobile Insel dafür sorgen, dass Autofahrer vom Gas gehen. "Wir werden sehen, ob diese Maßnahme ausreicht, oder ob wir zu anderen Mitteln greifen müssen", so der Bürgermeister. Schon optisch sei von Weitem erkennbar, dass es hier eine Schikane gebe. Hat diese Maßnahme Erfolg, dann soll die Insel fest installiert werden. Man könnte sie entweder bepflanzen, oder auch mit Steinen befüllen. Das alles werde aber in Absprache mit der Polizei und den Anwohnern geschehen.

Auch der Wartungsvertrag mit der SÜC Energie und H20 GmbH war in die Jahre gekommen. Es ging um den Unterhalt der Straßenbeleuchtung, der jetzt in einer neuen Fassung vorliegt und bis Ende 2025 Gültigkeit besitzt. Geschäftsführer Stephan Urban: "Wir sind wirklich zufrieden mit der SÜC, allerdings hätten wir uns bei der Umsetzung, gerade was LED-Technik betrifft, ein schnelleres Tempo gewünscht. Hier hinkt die SÜC leider hinterher."

Zusammengelegt wurden die Feuerwehren Leutendorf und Horb - und zwar aus Gründen des Personalmangels. "Aber es liegt nicht daran, dass niemand mehr eintreten möchte, sondern es gibt einfach zu wenig Leute in den Ortsteilen", begründet Laschka diese Maßnahme. "Die Initiative ging eindeutig von den Akteuren aus. Die beiden Vereine haben die Auflösung beschlossen und möchten fusionieren. Gewählt wird dann eine neue Vorstandschaft, der Kommandant sowie sein Stellvertreter." Die Ausrüstung betreffe das nicht, die bleibe, wie sie jetzt ist. Auch hätten sich die beiden Wehren Gedanken darüber gemacht, wie man künftige Übungen und Einsätze gestalten will. Das Vereinsvermögen geht erst einmal an den Markt, der es dem neuen gemeinsamen Verein wieder zur Verfügung stellt.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren