Haßfurt

Jüdische Kultur bleibt

Schüler des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern und des Regiomontanus-Gymnasiums in Haßfurt nahmen eine hohe Ehrung entgegen.
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Vertreter des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern bei der Preisübergabe in München
Vertreter des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern bei der Preisübergabe in München
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"Der Simon-Snopkowski-Preis hilft, eine Brücke der Verständigung und Versöhnung zu bauen", betonte Kultusminister Bernd Sibler gestern bei der feierlichen Verleihung des Simon-Snopkowski-Preises 2018 der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition. Zu den Preisträgern gehören unter anderem das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt sowie das Friedrich-Rückert-Gymnasium Ebern. Die Jugendlichen aus dem Landkreis Haßberge waren auch dabei, als Bundespräsident a. D. Joachim Gauck den Ehrenpreis 2018 erhielt.


"Forschen, um zu verstehen"

Minister Sibler erinnerte im Beisein von Landtagspräsidentin und Ehrenpreisträgerin 2014 Barbara Stamm an den großen Einsatz des Gründers der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition Simon Snopkowski gegen das Vergessen und für das Wiederaufleben jüdischen Lebens in Bayern nach dem Grauen der Schoah. In dieser Tradition sieht Sibler den Preis. Er steht unter dem Motto "Forschen, um zu verstehen". "Indem sich junge Menschen mit der jüdischen Geschichte und dem Holocaust auseinandersetzen, halten sie die Erinnerung an diese furchtbare Zeit wach. Damit schaffen sie auch die Voraussetzungen, dass derart Schreckliches nicht wieder passieren kann. Sie gestalten unsere Zukunft - mit Mut, Zivilcourage und Toleranz." Joachim Gauck betonte: "Ich bin sehr beeindruckt von den hier ausgezeichneten Schülerprojekten."


Eine große Aufgabe

Mit jungen Menschen neue Wege zur Begegnung mit der Geschichte zu finden und Verantwortung zu übernehmen für jüdisches Leben in einem offenen, demokratischen Deutschland, - das sei eine große Aufgabe. Der Simon-Snopkowski-Preis für die engagierten und kreativen Schüler zeige, dass sie gelingen könne. Der Simon-Snopkowski-Preis wird alle zwei Jahre von der Gesellschaft für jüdische Kultur und Tradition verliehen. Mit ihm werden Projektarbeiten honoriert, die sich der Erforschung der jüdischen Geschichte und des Holocaust in Bayern widmen. Ausgezeichnet worden die Haßfurter Gymnasiasten für das internationale Projekt zur jüdischen Geschichte Europas "Local traces of Jewish life in Europe". Die Eberner Gymnasiasten hatten die Wanderaustellung
"Vergissmeinnicht - Das Schicksal von jüdischen Kindern aus den ehemaligen Landkreisen Haßfurt, Hofheim und Ebern in der Zeit des Nationalsozialismus" erstellt.

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