Pörbitsch
90. geburtstag

Jubilar war ein Leben lang " immer auf Trab"

Als Georg Vogel am Donnerstag seine Wohnungstür öffnete, konnte man kaum glauben, dass der Jubilar, der fröhlich seine Gäste begrüßte, seinen 90. Geburtstag feierte. 1929 wurde er in der Kulmbacher Wa...
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Bürgermeister Ralf Hartnack (links) und stellvertretender Landrat Dieter Schaar (rechts) gratulierten Georg Vogel zum 90.  Foto: Uschi Prawitz
Bürgermeister Ralf Hartnack (links) und stellvertretender Landrat Dieter Schaar (rechts) gratulierten Georg Vogel zum 90. Foto: Uschi Prawitz

Als Georg Vogel am Donnerstag seine Wohnungstür öffnete, konnte man kaum glauben, dass der Jubilar, der fröhlich seine Gäste begrüßte, seinen 90. Geburtstag feierte. 1929 wurde er in der Kulmbacher Waaggasse als jüngstes von sieben Kindern geboren, aufgewachsen ist er in der Pörbitsch. "Und dort habe ich auch mein ganzes Leben gewohnt", sagte Vogel mit Stolz.

Als Elektromeister arbeitete er 45 Jahre lang in der Kulmbacher Spinnerei. "Ich konnte immer alles reparieren", sagte er, auch zu Hause, doch inzwischen könne man bei den Elektrogeräten nur noch austauschen oder gar wegwerfen - das findet er schade.

Ein leidenschaftlicher Imker

Am Tisch bei seinen Gästen sitzend blickte er zurück auf ein bewegtes Leben und ließ sich eine "Blaugsuttna" schmecken, den Blausud hat er selbst angesetzt. "Das habe ich mir bei meiner Frau Sophie abgeschaut", lachte er. Sie stammte aus einer Landwirtschaft, ist aber 2017 verstorben.

Gerne denkt Georg Vogel an seine Schulzeit in der Blaich zurück. "Das war die beste Schule mit den besten Lehrern", schwärmt er. Noch heute trifft er sich mit fünf ehemaligen Mitschülern allmonatlich beim Schramm in Forstlahm zu einem kleinen Klassentreffen. Sein ehemaliger Lehrer Frohmader war auch der Grund, dass Georg Vogel vor 70 Jahren mit der Imkerei anfing. "In guten Zeiten hatte ich 15 Bienenstöcke", sagte der Jubilar, heute kümmert er sich noch um drei Stöcke, die kann er gut versorgen. "Wir haben dieses Mal ein besonders gutes Honigjahr."

Während seiner Zeit bei der Spinnerei war Georg Vogel auch 30 Jahre lang Kommandant der Werksfeuerwehr. "Wir wurden in der Feuerwehrschule Würzburg ausgebildet und haben die städtische Feuerwehr mit unterstützt." Weiterhin war Vogel 1. Tenor im Pörbitscher Gesangverein, nach seiner Pensionierung ist er viel gereist, am besten gefiel es ihm am Nordkap.

"Wir waren unser ganzes Leben immer auf Trab", sagte er. Das ist wohl auch sein Geheimrezept, im hohen Alter noch geistig wie körperlich fit zu sein. Seine Urenkel jedenfalls profitieren von ihrem agilen Uropa. "Meine beiden Enkel und meine drei Urenkelinnen - die sind jetzt das Wichtigste."

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