Coburg
Städtepartnerschaften

Jubiläen, Besuche und neue Freunde

In diesem Jahr besteht die Städtepartnerschaft zu Niort (Frankreich) seit 45 Jahren. 2021 kann das 50-Jährige mit Gais (Südtirol) gefeiert werden, und 2022 sind es 50 Jahre, dass die Partnerschaft mit...
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Besuch auf der Isle of Wight Ende Mai: StädtepartnerschaftsbeauftragterJürgen Heeb (rechts) und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber in der Kutsche mit dem Coburger Victoria&Albert-Darstellern Lou Leimeister und Jerry Paramo. Foto: Simone Bastian/CT-Archiv
Besuch auf der Isle of Wight Ende Mai: StädtepartnerschaftsbeauftragterJürgen Heeb (rechts) und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber in der Kutsche mit dem Coburger Victoria&Albert-Darstellern Lou Leimeister und Jerry Paramo. Foto: Simone Bastian/CT-Archiv

In diesem Jahr besteht die Städtepartnerschaft zu Niort (Frankreich) seit 45 Jahren. 2021 kann das 50-Jährige mit Gais (Südtirol) gefeiert werden, und 2022 sind es 50 Jahre, dass die Partnerschaft mit Oudenaarde (Belgien) besteht. Darüber hinaus pflegt die Stadt eine Freundschaft mit der Isle of Wight und soll im August eine neue Partnerschaftsurkunde mit Toledo (Ohio, USA) unterzeichnen, wenn es nach Jürgen Heeb geht, dem Städtepartnerschaftsbeauftragten des Stadtrats.

Was die Beziehungen zur Isle of Wight und Oudenaarde angeht, so bestehen da inzwischen Bindungen über die offiziellen hinaus, berichtete Heeb am Donnerstag im Stadtrat: So bestehen enge Kontakte zwischen Vereinen in Coburg und den beiden Partnerkommunen, so zu Round Table auf der Isle of Wight, und zwischen den Feuerwehren von Coburg und Oudenaarde. Letzthin nahm die Jugend des FC Coburg an einem Fußballturnier in Oudenaarde teil "und hat prompt gewonnen", berichtete Heeb. Ihn brachte das auf die Idee, eines Tages ein Fußballturnier der Partnerstädte zu veranstalten.

Gaiser beim Samba-Festival

Es sei wichtig, junge Leute in die Aktivitäten einzubeziehen, sagte Heeb. Deshalb sei es erfreulich, dass zum Samba-Festival eine 18-köpfige Gruppe aus Gais anreisen wolle - hauptsächlich, um das Festival zu erleben, wie der Lützelbucher Ortssprecher Dietmar Wächter sagte. Zum Umzug am Samba-Sonntag würden überdies der Bürgermeister und der Städtepartnerschaftsbeauftragte erwartet. Der Kontakt mit Gais besteht vor allem über den Bürgerverein Lützelbuch.

Die Coburger werden im August auf die Reise gehen, um die Partnerschaft mit Toledo zu besiegeln. Die achtköpfige Delegation wird geführt von Zweiter Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU). Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) kann nicht mitreisen, weil zeitgleich das hundertjährige Bestehen der Coburger Landesstiftung gefeiert wird. Jürgen Heeb zufolge wird die Gruppe ein dicht getaktetes Programm zu bewältigen haben, das teilweise individuell auf die Teilnehmer zugeschnitten wurde, um weitere Kontakte zu knüpfen. Mit dabei sind Vertreter von Städtepartnerschaftsverein, Gymnasium Alexandrinum, der IHK und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Für September plant der Städtepartnerschaftsverein eine Fahrt nach Oudenaarde; im Oktober soll die Partnerschaft mit Niort mit einer Fotoausstellung gefeiert werden. Gepflegt wird dieser Kontakt vor allem durch die regelmäßigen Schüleraustausche der Gymnasien Ernestinum und Alexandrinum.

Sechste im Bund der aktuellen Partnerkommunen ist die Stadt Cobourg in Kanada. Doch da seien keine direkten Kontakte mehr vorhanden, bedauerte Heeb. Die früheren Ansprechpartner seien nicht mehr in offizieller Funktion.

Alpinisten und Schützen

Vorstellbar sind für Heeb zwei weitere Partnerschaften: Zu Ehrwald (Tirol), weil dort die Sektion Coburg des Deutschen Alpenvereins ihre Hütte betreibt, und zu Mürzzuschlag (Steiermark). Die dortige und die Schützengesellschaft Coburg 1354 hatten 1926 eine enge Verbindung geknüpft, die in dem Bau eines "Coburger Haus" gipfelte. 1960 verkaufte die Stadt Coburg das Haus an die Gemeinde Mürzzuschlag. 1972 wurde die Patenschaft zwischen den beiden Schützengesellschaften wieder aufgenommen.

Mehr Geld für Verein

OB Tessmer hielt die Idee weiterer Partnerschaften für gut, warnte aber davor, sich zu verzetteln. "Das muss gepflegt werden, das muss gelebt werden." Wolfgang Weiß (Grüne) regte an, häufiger gemeinsame Skype-Konferenzen mit den Partnergemeinden zu veranstalten, wie es im Vorfeld der Europawahl geschehen war. Gerhard Amend (CSB) äußerte den Wunsch, dass auch einmal eine Stadtratsfahrt zur Isle of Wight stattfinden solle. Jürgen Heeb und Bürgermeisterin Weber waren im Mai dort gewesen, als in East Cowes ein Fest zu Queen Victorias 200. Geburtstag stattfand. Bei East Cowes liegt die Residenz Osborne House, in der Queen Victoria bis zu ihrem Tod hauptsächlich lebte.

Jürgen Heeb will außerdem beantragen, dass die Stadt den Zuschuss für den Städtepartnerschaftsverein erhöht. Früher kümmerte sich eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung um die Städtepartnerschaften, nun obliegt das hauptsächlich dem ehrenamtlich geführten Verein. sb

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