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Kulmbach
Landwirtschaft

JU fordert mehr Respekt gegenüber Bauern

Die Junge Union im Landkreis Kulmbach kritisiert die Agrarpolitik der Großen Koalition. Im Nachgang zu den Bauernprotesten der vergangenen Woche fordert sie mehr Solidarität und Respekt gegenüber der ...
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Die Junge Union im Landkreis Kulmbach kritisiert die Agrarpolitik der Großen Koalition. Im Nachgang zu den Bauernprotesten der vergangenen Woche fordert sie mehr Solidarität und Respekt gegenüber der Landwirtschaft.

In den vergangenen Monaten habe sich in der Bauernschaft viel Unmut aufgestaut, heißt es in einer von Kreisvorsitzendem Patrick Kölbel unterzeichneten Pressemitteilung. Ob die Verschärfung der Düngeverordnung, der Glyphosat-Ausstieg oder die Einführung des von vielen Seiten kritisierten Tierwohllabels - die Gründe für die Proteste seien vielfältig, so die JU.

Die Bauern beklagten außerdem die mangelnde Wertschätzung in der Gesellschaft und die permanenten Schuldzuweisungen. Die Junge Union Kulmbach stelle sich klar auf die Seite der Landwirte. "Die Geschwindigkeit, mit der die Gesetze für mehr Umwelt- und Naturschutz derzeit auf die Branche einstürzen, bedrohen immer mehr landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz."

Die Bauernschaft sollte zukünftig besser in die Entwicklung alltagstauglicher Vorgaben mit eingebunden werden, fordert die JU.

Jeder Bürger sollte sich ins Bewusstsein rufen, woher die Lebensmittel kommen. "Wir wünschen uns, dass die Leute beim Einkauf noch gezielter auf regionale Produkte achten. Für uns ist ganz klar: Eine Zukunft ohne Bauern ist nicht vorstellbar!", ergänzt JU-Landesvorstandsmitglied Nicole Kaiser.

Laut Tobias Weggel, dem stellvertretenden JU-Kreisvorsitzenden aus Wonsees, ist es wichtig, dass "die Bürger wieder mehr die landwirtschaftlichen Zusammenhänge verstehen und nachvollziehen können, die nötig sind, um qualitativ hochwertige Lebensmittel nach deutschem Standard zu produzieren". So lasse sich auch die Spaltung zwischen Verbraucher und Landwirt überwinden.

Patrick Kölbel zeigte Verständnis für die Proteste: "Die Landwirte in unserem Umkreis sind durch die zahlreichen Verordnungen unter großen Druck geraten und sehen sich gleichzeitig von vielen Seiten Anfeindungen ausgesetzt." red

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