Nahverkehr

JU fordert attraktiven ÖPNV

Die beiden Bezirksverbände der Jungen Union (JU) in Mittelfranken fordern in einem Zukunftspapier für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) unter anderem eine Neuorganisation des Verkehrsverbunds Großrau...
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Die beiden Bezirksverbände der Jungen Union (JU) in Mittelfranken fordern in einem Zukunftspapier für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) unter anderem eine Neuorganisation des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN). In Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs, überhitzter Ballungsräume und dringend benötigter Mobilität in den ländlichen Regionen habe das Thema höchste Relevanz für die Zukunft, heißt es in einer Pressemitteilung der JU.
"Aber es kann nicht mehr sein, dass das Tarifsystem so kompliziert ist, dass es in Stein gemeißelt erscheint und sich da niemand rantraut", so der mittelfränkische JU-Vorsitzende, der Herzogenauracher Konrad Körner. "Denn viel zu oft hören wir: Das mit dem VGN ist schwierig, da kann man ganz schwer was verändern." Deswegen fordert die Junge Union, die VGN GmbH in eine öffentliche Trägerschaft zu überführen und den demokratischen Einfluss zu erhöhen. Man müsse auch demokratisch über das Für und Wider von Tarifsystemen diskutieren können und am Ende darüber abstimmen. Das gelinge am Besten, indem mehr Stadt- und Kreisräte aus den zuständigen Landkreisen und kreisfreien Städten mit eingebunden werden.


Einfacheres Bezahlsystem

"Eine große Vereinfachung erreichen wir aber schon, wenn wir endlich über ein pay-as-you-go-System verfügen, um die ÖPNV-Nutzung auch für Gelegenheitsfahrer attraktiver zu machen. Es ist technisch möglich, beim Ein- und Aussteigen die EC-Karte oder eine NFC-Karte vorzuhalten und dann den Computer berechnen zu lassen, welcher Preis für die Strecke fällig wird", so der Bezirksvorsitzende der JU Nürnberg-Fürth-Schwabach, Johannes Eichelsdörfer. "Das Wabensystem und der Drang zum Abo haben im Digitalzeitalter ausgedient. Innerhalb einer Zone soll jede Fahrt immer denselben Preis kosten. Außerdem wollen wir die ehrenamtlichen Leistungen der Bürger anerkennen. Mit der Bayeri-schen Ehrenamtskarte soll es einen erkennbaren Rabatt auf den Fahrpreis geben", so Eichelsdörfer weiter.


Beitrag zur Lebensqualität

"Gerade der ländliche Raum wird immer auf das Auto angewiesen sein. Trotzdem müssen wir die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse ernst nehmen. Deswegen fordern wir, dass jede mittelfränkische Gemeinde bis 2030 untertags mit einem Stundentakt angebunden sein muss", erklärt Körner. Die Nachwuchspolitiker sind sich sicher, dass die Attraktivität des ländlichen Raumes auch an einer guten Nahverkehrs-Anbindung hängt. Junge Familien würden heute zwei Fragen stellen: Wo sind Kita und Schule und wie gut ist die Anbindung mit Bus und Bahn? "Ein optimaler ÖPNV ist ein echtes Stück Daseinsvorsorge für die Menschen vor Ort und ein entscheidender Beitrag zu guter Lebensqualität", erklärt Eichelsdörfer. "Ganz Mittelfranken sollte sich im ÖPNV mehr gemeinsame Ziele setzen", so Körner und Eichelsdörfer abschließend. red


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