Kronach

JU: Dächer sollen Vorrang haben

Immer öfter werden seitens Investoren Anträge für den Bau von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen gestellt - auch im Landkreis Kronach. Die Junge Union (JU) wünscht sich, dass der primäre Fokus auf de...
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Immer öfter werden seitens Investoren Anträge für den Bau von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen gestellt - auch im Landkreis Kronach. Die Junge Union (JU) wünscht sich, dass der primäre Fokus auf den Ausbau der Photovoltaik auf den Dächern liegen sollte. Hierfür fordert sie ein flächendeckendes Solarpotenzialkataster für die Gebäude im Landkreis.

JU Kreistagsspitzenkandidat und Kreisvorsitzender Markus Oesterlein erklärt in einer Pressemitteilung, dass ein solches Kataster zeigen würde, welche Dachflächen sich optimal für Photovoltaik lohnen würden. "Mit einem Blick im Internet kann man dann erste Klarheit schaffen und sehen, ob sich eine solche Investition rechnet", so Oesterlein. Die für den Bürger kostenlose erste Information werde anhand von Laserscan-Daten erstellt, mit denen das Potenzial ausgerechnet wird. Aufgrund dieses Automatismus sei auch weiterhin eine Beratung notwendig. Allerdings hoffe man, die Hemmschwelle mit einem solchen Kataster zu reduzieren.

Motivationsschub erwartet

"Davon erwarten wir uns einen Motivationsschub und einen Ausbau auf den Dachflächen der Gebäude im Landkreis", erklärt Oesterlein die Motivation hinter der Forderung. "So unterstützen wir die Energiewende auf lokaler Ebene", meint Oesterlein.

Die Idee sei im Rahmen der Dialogtour des JU-Kreisverbandes bei einem Gespräch mit einem Bürger entstanden. Laut der Weißenbrunner JU-Kreistagskandidatin Viola Hannweber diene diese Tour, um Anregungen wie diese zu sammeln. Viola Hannweber erklärt: "Politiker müssen zuhören und gemeinsam mit der Bevölkerung Lösungen finden können." Dies sei beispielsweise eine solche für die Frage der Energiewende.

Mehr Förderanreize

Stellvertretender JU-Kreisvorsitzender Tobias Wicklein bedauert, dass viele Dachflächen trotz möglicher Eignung nicht mit Photovoltaik ausgestattet seien. Hier müsse der Staat mehr Förderanreize schaffen. Falls doch auf Freiflächen errichtet wird, sollte darauf geachtet werden, dass die eingezäunten Anlagen nicht die Landschaft verschandeln und keine Wildlebensräume zerschneiden. Eine landwirtschaftliche Nutzung z.B. als Viehweide sollte möglich bleiben. Neben Solarstrom dürfe man auch andere Möglichkeiten der Energieprodution wie Biomassekraftwerke nicht außer acht lassen. Nur so könne man die Energiewende meistern. Marie-Therese Wunder sieht den Landkreis hierbei als gute Koordinationsstelle. Hierbei könne man sich ein Beispiel am Kulmbacher Raum nehmen, der das Kataster erst neu eingeführt hat oder auch am Bamberger und Bayreuther Raum. Wunder erhofft sich hierbei auch seitens der Staatsregierung und Bundesregierung Fördermöglichkeiten. red

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