Dittersbrunn

Johannisfeuer auf dem Veitsberg

Ehrenamtliche Helfer richten auf dem Ansberg, im Volksmund "Veitsberg" genannt, alles fürs Johannisfeuer am kommenden Samstag her. Der Berg ist ein romantischer Ort, an dem die Besucher einen Panoramablick genießen können.
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Lea, Marie und die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Dittersbrunn-Sträublingshof ernten Heu am Ansberg und bereiten so die Wiese für das Johannisfeuer vor. Foto: Martina Drossel
Lea, Marie und die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Dittersbrunn-Sträublingshof ernten Heu am Ansberg und bereiten so die Wiese für das Johannisfeuer vor. Foto: Martina Drossel

Lea und Marie sind mit Feuereifer dabei. Beharrlich rechen die beiden kleinen Sträublingshoferinnen das herrlich duftende Heu auf dem Ansberg (Veitsberg) zusammen und strahlen dabei über das ganze Gesicht, obwohl die Arbeit bei diesen Temperaturen nicht gerade leicht ist. Sie und die anderen Helfer möchten, dass "ihr" Ansberg sich am Samstag, 29. Juni, von seiner schönsten Seite zeigt. Denn an diesem Tag laden die Dittersbrunner und Sträublingshofer jedermann zu einem der idyllischsten Johannisfeuer ein.

"Zum heil'gen Veit von Staffelstein komm' ich empor gestiegen, und seh' die Lande um den Main zu meinen Füßen liegen." Der Dichter Joseph Victor von Scheffel war so fasziniert von Staffelberg und Ansberg, dass er beide in seinem berühmten Frankenlied gleich mal durcheinander warf. Würde er in der heutigen Zeit leben, der weitreichende Panoramablick vom "Veitsberg" würde ihn wohl mehr fesseln denn je. Genau dieser faszinierende Weitblick steht im Mittelpunkt des Johannisfeuers der Freiwilligen Feuerwehr der beiden Dörfer an der Flanke des Bergs.

Ab 19 Uhr steht auch die opulent ausgestattete Vitus-Kapelle auf dem Ansberg zur Besichtigung offen. Inmitten eines Naturidylls und des größten geschlossenen Lindenkranzes Europas feiern, bei schönem Wetter weit entfernte Regionen sehen und das prasselnde Feuer genießen - das lockt Jahr für Jahr zahlreiche Gäste zur Sonnwendfeier.

Vor dem Entzünden wird Pfarrer Udo Zettelmaier einige Worte über Sinn, Ursprung und Zweck des Johannisfeuers sprechen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Feuerwehr Dittersbrunn-Sträublingshof plant, den Großteil des Erlöses dem Erhalt der Kapelle zukommen zu lassen.

"Leider ist das Thema Hausschwamm in der Veitskapelle immer noch nicht erledigt", sagt Kommandant Stefan Batz, der Kirchenrat und auch einer der beiden Mesner des kleinen Gotteshauses ist. "Gott zur Ehr": Da will die Feuerwehr natürlich mithelfen. Naturliebhaber wandern, radeln oder walken am 29. Juni auf den Ansberg. Wer allerdings nicht so gut zu Fuß ist, darf unterhalb der Kapelle parken. Und Lea und Marie sorgen dafür, dass die Gäste sich auch auf die frisch gemähte Wiese setzen können. Dafür wäre es eine gute Idee, eine Picknickdecke oder ein großes Badehandtuch mitzubringen.

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