Herzogenaurach
Agenda 21

Johannes Kollinger ist neuer Sprecher des Agenda-Beirates

Der Agenda-Beirat wählte mit Johannes Kollinger einen neuen Sprecher. Als sein Vertreter wurde Jens Schäfer bestimmt. Bei der 51. Sitzung des Agenda-Beirate...
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Hohannes Kollinger
Hohannes Kollinger
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Der Agenda-Beirat wählte mit Johannes Kollinger einen neuen Sprecher. Als sein Vertreter wurde Jens Schäfer bestimmt. Bei der 51. Sitzung des Agenda-Beirates unter der Leitung von Bürgermeister German Hacker standen neben der Sprecherwahl auch die Berichte aus den Arbeitskreisen (AK) sowie einige Anträge auf der Tagesordnung.
Für den Arbeitskreis Energie berichtete Johannes Kollinger von der Tagung "Vom Rio-Gipfel zur Agenda 2030" in Nürnberg, an der auch Uschi Schmidt und Jens Schäfer teilnahmen. Bei der Tagung mit 150 Vertretern aus lokalen Nachhaltigkeitsgruppen und Vertretern von Kommunen aus Bayern ging es darum, die "nachhaltige Entwicklung in Bayern auf kommunaler Ebene zu verstärken".
Wie Kollinger berichtete haben die Aktivitäten der Agenda 21 in den letzten Jahren nachgelassen und eine Reihe von Kommunen seien auch nicht mehr aktiv. Dazu gebe es teilweise aber neue Formen in der Nachhaltigkeitsbewegung, die die Agenda-Aktivitäten abgelöst haben oder sie unterstützen, z.B. Transition Town, Fair Trade, Citta Slow. Die 17 Ziele der nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs), die von den Vereinen Nationen am 1. Januar 2016 in Kraft gesetzt wurden, seien noch weitgehend unbekannt.
Allerdings enthält das bisher in der Stadt Herzogenaurach vorhandene Aktionsprogramm
(Handlungsprogramm, Leitbild und Nachhaltigkeitsbericht) prinzipiell bereits diese Ziele.
"Aus diesem Grunde macht es aus meiner Sicht auch keinen Sinn, nunmehr ein neues Aktionsprogramm für Herzogenaurach aufzusetzen", erklärte Kollinger. Stattdessen sei es wichtig, das vorhandene Aktionsprogramm mit Leben zu füllen und bei den Akteuren sowie bei Politik, Verwaltung, Bürger wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Auch beim Vernetzungstreffen Klimaschutz und Energiewende des Vereins Energiewende ER(H)langen e.V., des Landkreises Erlangen-Höchstadt und der Stadt Erlangen war Herzogenaurach vertreten. So ist im September eine Klimaschutzwoche geplant, in der auch Schulen, Architekten und Bauträger eingebunden werden sollen. Auch an eine Marketingkampagne in der Metropolregion ist gedacht und es soll auch ein Netzwerk "Nachhaltige Mobilität" installiert werden.
Im Generationen-Zentrum sollen zudem einige Filme zur Nachhaltigkeit gezeigt und die Themen wie Energiewende, Naturschutz und fairer Handel thematisiert werden. Wie Johannes Kollinger berichtete, ist auch der Nachhaltigkeitsbericht fertig und sollte der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Für den Antrag des AK "Soziales und Kommunikation", den an der Grundschule angebotenen muttersprachlich unterstützten Förderunterricht finanziell zu unterstützen, sah Bürgermeister Hacker keine Chance. Sprecherin Ille Prockl-Pfeiffer berichtete davon, dass Jalal Belal in der Carl-Platz-Schule für dieses Schuljahr Förderunterrichtsstunde abhält. Belal ist Flüchtling und spricht neben Deutsch auch Arabisch, Kurdisch, Englisch und Türkisch. "Er kann daher Kindern Aufgaben nochmal in ihrer Sprache erklären, und für die Kinder wäre es ein Vorteil, wenn ihnen beispielsweise Matheaufgaben in zwei Sprachen erklärt werden", begründete Prockl-Pfeiffer den Antrag. Die Sprecherin erinnerte dabei an das Projekt "Nadeschda" für Kinder mit russischem Sprachhintergrund.
Bürgermeister Hacker zeigte zwar Verständnis für den Antrag, aber Jalal Belal ist ehrenamtlich tätig und könne schon aus rechtlichen Gründen nicht aus Haushaltsmitteln bezahlt werden. Er schlug deshalb vor, darüber mit der Volkshochschule Verbindung aufzunehmen, denn es werde sich sicher eine Lösung finden lassen.


Keine Chance für Wetterschutz

Auch dem Antrag, die Bushaltestelle an der Zeppelinstraße zu optimieren, räumte der Bürgermeister keine Chance ein. Wie Sprecherin Ursula Walther erläuterte, braucht die Haltestelle einen zusätzlichen Wetterschutz. Das Buswartehäuschen ist nach Westen hin offen, die wartenden Fahrgäste sind dadurch dem Wetter ausgesetzt. Der Bürgermeister sah dafür keine Lösung, andernfalls müsste es rundum geschlossen sein und aus Platzgründen kann auch kein anderes Buswartehaus aufgestellt werden.
Um Platz ging es auch bei den Anträgen, überdachte Fahrradstellplätze an den Haltestellen am Friedhof und Berufsschule einzurichten. "Wenn wir an diesen Stellen die erforderliche Fläche hätten, wäre das kein Problem", erklärte das Stadtoberhaupt, will es aber trotzdem nochmal prüfen lassen. Sae
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