Burgebrach
Marktgemeinderat

Jedes Haus in Burgebrach soll vom Glasfaserausbau profitieren

Der Marktgemeinderat Burgebrach informierte sich in seiner jüngsten Sitzung über mögliche Strategien zum weiteren Breitband- und Glasfaserausbau im Markt Burgebrach. Auf allen politischen Ebenen sei e...
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Der Marktgemeinderat Burgebrach informierte sich in seiner jüngsten Sitzung über mögliche Strategien zum weiteren Breitband- und Glasfaserausbau im Markt Burgebrach. Auf allen politischen Ebenen sei es gewollt, langfristig jedes Haus mit Glasfaser auszustatten, so Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU).

Vorreiterrolle

Der Markt Burgebrach war eine der ersten Gemeinden bayernweit, die mit dem Ausbau der Breitbandversorgung begonnen hat. Derzeit sind im Gemeindegebiet 50 Mbit möglich, je nach Entfernung zu dem jeweiligen Schaltkasten jedoch mindestens 25 Mbit. Erreichbar seien bis zu 200 Mbit. In manchen Bereichen hat die Telekom eigenständig Glasfaser verlegt. Teilweise wurden im Zuge von Tiefbaumaßnahmen bereits Leerrohre für den Glasfaserausbau mitverlegt, so dass dort die Baukosten relativ niedrig gehalten werden können. Den Istzustand und mögliche Ausbauvarianten zeigte Dipl.-Ing Siegbert Reuther vom Reuther NetConsulting, Bad Staffelstein, auf.

Die Glasfaseranbindung biete nicht nur schnelleres Surfen, sie öffne im Zuge der Digitalisierung unverzichtbare Entwicklungsmöglichkeiten in vielen Bereichen, so der Experte. Für die Breitbandförderung sind auf Bundes- und Landesebene verschiedene Programme zu erwarten. Der Fördersatz ist noch nicht bekannt. Grundlage für die Ausbauentwicklung ist ein Masterplan. 15 Prozent der insgesamt 2400 Hausanschlüsse im Gemeindegebiet sind bereits in Betrieb oder wurden durch die Verlegung von Leerrohren schon gut vorbereitet.

Frühestens 2030

Reuther zeigte diverse Varianten zum Ausbau der restlichen 85 Prozent mit den voraussichtlichen Zeitfenstern auf. Er veranschlagte die Kosten für den Ausbau auf insgesamt rund 12 Millionen Euro. Würde ein Provider (Anbieter) eigenwirtschaftlich den Ausbau durchführen, sei mit einer Fertigstellung im Jahr 2050 zu rechnen. Bei einer anderen Variante würde der Markt das Netz im Förderverfahren selbst bauen und dann verkaufen. Mögliche Fertigstellung hierfür: 2040 bis 2060. Bei eigenständigem Netzausbau des Marktes und einer Verpachtung an den Betreiber könnte eine Realisierung bis zum Jahr 2030 möglich sein, außerdem sei hier auch noch ein Überschuss für den Markt Burgebrach zu erwarten, so Reuther.

Bürgermeister Maciejonczyk meinte, dass mit dieser Variante den Bürgern schnell ein Service geboten werden könnte. "Für die Zukunft erhalten wir Einnahmen, Rücklagen würden in die Zukunft verlagert werden. Heute ist dieses Thema noch nicht entscheidungsreif." Siegbert Reuther ist sich abschließend sicher: "Glasfaser in jedes Haus kommt - Kupfer geht." Er wird nun genauere Berechnungen vornehmen. Eine Entscheidung hat der Marktgemeinderat noch nicht getroffen.

Tennisplätze werden saniert

Der Marktgemeinderat Burgebrach hat beschlossen, zwei Tennisplätze auf dem Sportgelände zu sanieren. Während die drei straßenseitigen Plätze in einem guten Zustand sind, können die zwei hinteren nicht mehr ordnungsgemäß bespielt werden. Bürgermeister Maciejonczyk informierte dazu weiter, dass der Markt Burgebrach Eigentümer der Tennisanlage ist. Mit dem Tennisverein besteht ein Pachtvertrag, den Unterhalt übernimmt der Verein. Ein Bedarf sei nachhaltig vorhanden. Der Tennisverein habe wieder einen gewissen Aufschwung erlebt, vor allem auch im Jugendbereich, bescheinigte die Vorstandschaft. In Absprache mit den aktiven Sportlern sollen Outdoorplätze errichtet werden. Die Vorteile dieser Ausführung sind u. a., dass die Plätze ganzjährig bespielbar sind, eine winterfeste Linierung eingearbeitet und sowohl im Aussehen als auch im Spielverhalten einem herkömmlichen Sandplatz sehr ähnlich ist. Die ausführende Firma bescheinigte eine lange Haltbarkeit dank geringer Abnutzung mit minimalem Unterhaltsaufwand. Je nach Bedarf wäre der Platz dann auch für andere Sportarten nutzbar. Der Marktgemeinderat hat den Auftrag für rund 122 000 Euro vergeben.

Hohe Kaufkraft

Abschließend berichtete der Bürgermeister erfreut, dass nach einer Statistik die Kaufkraft im Markt Burgebrach im Bundesdurchschnitt bei über 122 Prozent liege. Dieser Wert zeige, dass es sich in Burgebrach bei niedrigen Lebenshaltungskosten und gutem Einkommen gut leben lasse.

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