Michelau
michelau.inFranken.de  Acht junge Christen bestätigten in Michelau die eigene Taufe.

Jeder Tag wird behütet sein

"Spiegelungen" - so lautete das zentrale Thema des Konfirmationsgottesdienstes am Weißen Sonntag in der Johanneskirche. Acht junge Christen, fünf Jungs und drei Mädchen, kamen an den Tisch des Herren,...
Artikel drucken Artikel einbetten

"Spiegelungen" - so lautete das zentrale Thema des Konfirmationsgottesdienstes am Weißen Sonntag in der Johanneskirche. Acht junge Christen, fünf Jungs und drei Mädchen, kamen an den Tisch des Herren, um die eigene Taufe zu bestätigen und das Abendmahl zu empfangen.

Für die Konfirmanden und ihre Eltern sei dies sicherlich ein markanter Punkt in ihrem Leben. Daran erinnerte Pfarrer Matthias Hain, der gemeinsam mit Diakon Marco Schindler den Gottesdienst leitete. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch das Orgelspiel von Christa Stadler und durch die "Boxenstopp-Band" ausgestaltet. Die inhaltliche Besonderheit des Gottesdienstes bestand darin, dass jeder der jungen Christen einen Spiegel erhielt, auf dem der persönliche Konfirmationsspruch steht. "Diesen Spiegel könnt ihr zu Hause in euer Zimmer hängen. Und jedes Mal, wenn ihr hineinschaut, dann seht ihr euch - buchstäblich - im Spiegel eures Konfirmationsspruches", erläuterte Pfarrer Hain. In der Bibel wird etwa zehnmal auf den Spiegel oder auf das Sichspiegeln Bezug genommen. Das Bild des Spiegels taucht unter anderem in zwei Korintherbriefen auf. Im ersten Korintherbrief steht zu lesen: "Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild wie in einem trüben Spiegel. Einmal aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen." Komplementär dazu heißt es im zweiten Korintherbrief:  "Wir alle stehen mit unverhülltem Gesicht vor Gott und spiegeln seine Herrlichkeit wider. Durch uns sollen nun alle Menschen Gottes Herrlichkeit erkennen, die in Jesus Christus aufstrahlt." Den entscheidenden Text für die Konfirmationspredigt findet man jedoch im Jakobusbrief: "Wer Gottes Botschaft nur hört, sie aber nicht in die Tat umsetzt, dem geht es wie einem Mann, der in den Spiegel schaut. Er betrachtet sich, geht wieder weg und hat auch schon vergessen, wie er aussieht."

Das heißt, wir sollen das Wort Gottes in unserem Leben in die Tat umsetzen. Und das bedeutet, dass wir uns beim Lesen der Bibel (und des Konfirmationsspruches) zugleich fragen: "Was muss ich tun?", ergänzte Pfarrer Hain. "Dann werdet ihr feststellen, dass dieses Wort Gottes euer Leben prägt und verändert. Das hält euch jung, es wird jeder Tag spannend für euch sein und vor allem - jeder Tag wird auch gesegnet und behütet sein." kag

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren