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Hegnabrunn

Jeder bekam sein Fett weg

Das "Moggerla Treib'n", das am Samstag erstmals in der Festscheune am Kuhmannshof veranstaltet wurde, hat seine Feuertaufe bravourös bestanden.
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Die Protagonisten des Abends mit (von links) Nicolas Peter, Werner Reißaus, Jürgen Friedrich, Kilian Pistor, Florian Steiert, Klaus Albrecht und Alexander Dippold. Fotos: Werner Reißaus
Die Protagonisten des Abends mit (von links) Nicolas Peter, Werner Reißaus, Jürgen Friedrich, Kilian Pistor, Florian Steiert, Klaus Albrecht und Alexander Dippold. Fotos: Werner Reißaus
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Zur geglückten Premiere des "Moggerla Treib'n" trugen nicht nur die Protagonisten des Abends, Jürgen Peter, Nicolas Peter und Werner Reißaus sondern auch die lustige Musik-Combo mit Alexander Dippold (Trompete), Klaus Albrecht ("Quätschen"), Florian Steiert (Bariton), Kilian Pistor (Gitarre) und Jürgen Friedrich (Klarinette) bei. Und was ebenso wichtig war und zur gelungenen Veranstaltung beitrug: Der neu gegründete Brauchtums- und Dorfkulturverein "Hegnabrunner Moggerla" erwies sich mit seinen "Moggerlastreibern" zusammen mit Hofbesitzer Charly Kuhmann als glänzender Gastgeber.

Als John Bercow, dem inzwischen verrenteten Sprecher des britischen Parlaments, eröffnete Nicolas Peter das knapp dreistündige Programm. Die Menschen könnten "Brexit" einfach nicht mehr hören. Mittlerweile wäre es günstiger, alle anderen Mitgliedsstaaten träten einfach aus der EU aus. "Ich glaube langsam, das Britische Parlament hat dasselbe Management wie der Berliner Flughafen."

Jürgen Peter beschäftigte sich mit dem Klimawandel. Der einzige, der davon überhaupt noch nichts spitz bekommen habe, sei Donald Trump. "Ich glaube, der Trump der lässt nachts am Kühlschrank das Eisfach offen, um die Erderwärmung aufzuhalten." Fast 15 Millionen Kilometer seien die deutschen Politiker in diesem Jahr geflogen. "Es war eine kleine klimafreundliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr um gerade mal läppische 23 Prozent", wobei die Grünen am häufigsten unterwegs waren. "Aber wenigstens empfinden sie dabei Flugscham.".

Auch SPD, CSU und die Radhelm-Kampagne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit halbnackten, jungen Menschen nahm Jürgen Peter auf die Schippe: "Also mir hat sich die Botschaft sofort und unmissverständlich mitgeteilt: Fahrradhelme schützen vor Aids, Syphilis oder Tripper. Wir brauchen die Helmpflicht im Bett und die Kondompflicht für Radfahrer." Nicolas Peter setzte sich mit dem Uni-Campus in Kulmbach auseinander. Er will erfahren haben, dass sich der OB ("Also Sir Henry") wünscht, den Campus "Ruckdeschel-Campus" zu nennen: "Henry-Schramm-Campus wäre auch zu offensichtlich gewesen. Vielleicht wäre einfach Schrammpus Kulmbach eine Möglichkeit gewesen."

Werner Reißaus brachte die Besucher als "echter Franke" zum Lachen. Er wusste zum Beispiel, dass die Worte "Kurz und Grußwort" bei Landrat Klaus Peter Söllner einfach nicht zusammenpassen. Es gab sogar ein kleines Interview zwischen dem Landrat (Nicolas Peter) und einem Reporter (Werner Reißaus). Auf die Frage, warum er Landrat bleiben wolle, antwortete Söllner: "Zum Landrat muss man geboren sein. Wer nicht geboren ist, kann auch kein Landrat werden. Und ich bin quasi als Landrat auf die Welt gekommen, ich habe vorher nur den falschen Beruf erlernt, und da kann ich auch ein Stück weit stolz darauf sein."

Der "Landrat" wurde auch nach dem Ausgang der Bürgermeisterwahl in Neuenmarkt gefragt: "Ja gut, Decker kann nicht mehr, Patricia Lerner will dagegen nicht mehr, Sandra Schmidt hat zurückgezogen und so wird es zwischen Wunderlich und Schirmer nur einen Sieger geben, und da kann Neuenmarkt stolz darauf sein." Zum Bau der Stadtsteinacher Ortsumgehung sagte der "Landrat": "Und da denke ich, kann Stadststeinach auch stolz drauf sein. Ganz uneigennützig war das natürlich nicht, schließlich geht an meinem Schlafzimmer der Verkehr vorbei."