Herzogenaurach

Jazz und Swing zum Kerwastart

Am Kirchweihfreitag war das Konzert "Four Women in Jazz" in der Evangelischen Kirche in Herzogenaurach gut besucht. Für eine der Musikerinnen, die Schlagzeugerin Mareike Wiening, war es quasi ein Heimspiel.
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Mareike Wiening an "ihrem" Instrument in der Evangelischen Kirche.  Fotos: Manfred Welker
Mareike Wiening an "ihrem" Instrument in der Evangelischen Kirche. Fotos: Manfred Welker
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Veranstaltet wurde das Konzert am Kirchweihfreitag in der Evangelischen Kirche in Herzogenaurach innerhalb der Reihe "100 Jahre Zonta, 100 Jahre Frauenwahlrecht". Präsidentin Christine Edgar begrüßte zu Beginn zahlreiche "Zontians" in der Kirche. "Wir begehen das 100-Jährige auf den Tag genau", freute sich Edgar.

Spielen für den guten Zweck

Das Jubiläumsjahr war mit monatlichen Veranstaltungen wie Lesungen, Aktionen und vielem mehr gefüllt. "Mit allen Veranstaltungen werden Finanzmittel erwirtschaftet, die für sinnvolle Projekte gespendet werden", so Edgar. Die Einnahmen dieses Konzertes sollen zum Beispiel für ein Projekt der Ein-Euro-Brille verwendet werden.

Zur Begrüßung hieß es: Es gilt sich frei zu machen, für ein tolles und spritziges Konzert unter dem Motto "Zonta swingt und feiert mit..." Die Akteurinnen waren Stephanie Lottermoser am Saxofon und mit Gesang, Gee Hye Lee am Klavier sowie Judith Goldbach am Kontrabass. Die Herzogenauracherin Mareike Wiening musizierte am Schlagzeug. Auf dem Programm standen nicht nur Jazzstandards und Popjazz, auch ein verjazzter Bela Bartok und Eigenkomposition der Musikerinnen, etwa von Mareike Wiening "For a good day". Angeregt von Thelonius Monks "Round midnight" entstand als Adaption ein "Midnight walk", angeregt durch einen nächtlichen Spaziergang mit dem eigenen Hund. Dagegen widmete Judith Goldbach ihr "Quodlibet" dem britischen Bassisten Dave Holland.

Eine begnadete Musikerin

Ein intensiverer Blick der Zuschauer fiel natürlich auf den lokalen Star: Mareike Wiening. Denn diese spielt mittlerweile weit über die Grenzen Herzogenaurachs hinaus. Wiening, Jahrgang 1987, erhielt eine erste musikalische Ausbildung in verschiedenen Instrumenten (Klavier, Querflöte, Schlagzeug) an der Käthe-Zang-Sing- und Musikschule sowie bei der Stadtjugendkapelle Herzogenaurach und sang auch in den Chören der Pfarrei St. Maria Magdalena. Bereits mit fünf Jahren war ihr das Klavierspiel von Thomas Fink beigebracht worden. Mit 15 Jahren entdeckte sie das Drumset als "ihr" Instrument. Nach dem Abitur im Jahr 2007 studierte sie Jazz-Drums an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim.

Das Studium schloss sie mit dem Bachelor in Musik im Jahr 2011 ab. Im gleichen Jahr erhielt sie auch den Kulturförderpreis der Stadt Herzogenaurach. Sie war Mitglied im Landesjugendjazzorchester Bayern, seit 2011 auch im Bundesjugendjazzorchester und außerdem mehrfache Preisträgerin bei "Jugend musiziert" sowie "Jugend jazzt". Konzerte führten sie bereits durch ganz Deutschland und Teile Europas.

Ihre neueste CD "Metropolis Paradise" konnte nach dem Konzert erworben werden. Für die Zuhörer war das Konzert ein gelungener Abend, sie ließen sich gerne von der Musik mitnehmen.

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