Autenhausen

Jahrzehntelange Treue

Eine Auszeichnung mit Seltenheitswert hat die Feuerwehr Autenhausen bei der Hauptversammlung im Pfarrzentrum vollzogen. "Erwin Wels gehört seit 80 Jahren der Feuerwehr an", hob Vereinsvorsitzender Hei...
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Bei der Hauptversammlung würdigte der Feuerwehrverein Autenhausen langjährige Mitglieder (von links): Bürgermeister Maximilian Neeb, Herbert Eisentraut, Kreisbrandrat Manfred Lorenz, Vorsitzender Heinrich Paul, Kommandant Marco Heinlein, Roland Heinlein, Kreisbrandmeister Johannes Kempinski, Thomas Leutheußer und Gerhard Och.  Foto: Carsten Höllein
Bei der Hauptversammlung würdigte der Feuerwehrverein Autenhausen langjährige Mitglieder (von links): Bürgermeister Maximilian Neeb, Herbert Eisentraut, Kreisbrandrat Manfred Lorenz, Vorsitzender Heinrich Paul, Kommandant Marco Heinlein, Roland Heinlein, Kreisbrandmeister Johannes Kempinski, Thomas Leutheußer und Gerhard Och. Foto: Carsten Höllein

Eine Auszeichnung mit Seltenheitswert hat die Feuerwehr Autenhausen bei der Hauptversammlung im Pfarrzentrum vollzogen. "Erwin Wels gehört seit 80 Jahren der Feuerwehr an", hob Vereinsvorsitzender Heinrich Paul hervor. 1940 hatte er seinen Dienst angetreten und seitdem die Feuerwehr unterstützt - erst aktiv und später als passives Mitglied. Leider war es dem Jubilar aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, die Ehrung persönlich entgegenzunehmen.

Zuvor hatte Paul einen Bericht über das Vereinsleben gegeben und an Veranstaltungen wie das Dorffest oder den Preisschafkopf erinnert. Die Feuerwehr Autenhausen mit der Löschgruppe Gemünda umfasste 2019 insgesamt 55 Aktive und zehn Feuerwehranwärter. Kommandant Marco Heinlein blickte auf ein ruhiges Jahr zurück. Die Wehr wurde zu einer technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall, Sicherheitswachen und zu sonstigen Absperrdiensten gerufen. Feuerwehrdienstleistende hatten nach Angaben der Führungskraft ihren Ausbildungsstand bei zwölf Monatsübungen verbessert. Ein Teil von ihnen absolvierte außerdem die modulare Truppmannausbildung. Heinlein lobte die Übungsbereitschaft seiner Mannschaft, die sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert habe: "Nur wer gut ausgebildet ist, sorgt für einen problemlosen Ablauf im Einsatz."

Auch der Nachwuchs rückt nach: Aus der Jugendfeuerwehr konnte der Kommandant Hannah Spindler in den regulären Dienst übernehmen. Kreisbrandrat Manfred Lorenz machte deutlich, dass die Feuerwehrführung des Landkreises hinter den kleinen Wehren stehe. Allerdings forderte er die Aktiven auf, bei Versammlungen auf ihr äußeres Erscheinungsbild zu achten. "Ihr repräsentiert die Feuerwehren", so Lorenz. Von der Feuerwehr Autenhausen mit der Löschgruppe Gemünda wünschte er sich, dass diese in den beiden Jahren vor seinem Ausscheiden aus dem Dienst noch eine Leistungsprüfung absolviert. Die Gründung einer Kinderfeuerwehr regte Kreisbrandmeister Johannes Kempinski an, um die Nachwuchsförderung zu intensivieren. Er verwies auf die Beispiele in Dietersdorf und Seßlach, wo das gelungen sei. Bürgermeister Maximilian Neeb bedankte sich bei der Feuerwehr für die Ausgestaltung des Dorflebens und für die Ableistung des Dienstes. Glücklicherweise sei das Jahr 2019 deutlich ruhiger verlaufen als 2018, in dem Brände in Autenhausen die Feuerwehrleute stark gefordert hatten.

Zu neuen Kassenprüfern des Feuerwehrvereins wählte die Versammlung Ralf Keller und Marco Madalschek. Die Feuerwehr Autenhausen ehrte treue Mitglieder: Roland Heinlein, Peter Diez, Volker Herbst (alle für 25 Jahre Zugehörigkeit), Thomas Leutheußer, Heinrich Paul (40 Jahre), Gerhard Och (50 Jahre), Herbert Eisentraut (60 Jahre) und Erwin Wels (80 Jahre). Carsten Höllein

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