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Hirschaid

Jahnhalle wird zum Hexenkessel

Der Motorclub Sassanfahrt feiert in Hirschaid einen affenstarken "Bunten Abend".
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Die "Frechen Früchte" begeisterten wie viele andere mit ihrem Showtanz in der Jahnhalle. Foto: Dirk Hirsch
Die "Frechen Früchte" begeisterten wie viele andere mit ihrem Showtanz in der Jahnhalle. Foto: Dirk Hirsch
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Ein Potpourri aus Tanz, Gesang, tollen Sketchen und guter Stimmung erfasste nach kurzer Zeit die Zuschauer in der zwei Mal komplett ausverkauften Jahnhalle in Hirschaid beim 11. "Bunten Abend". Mit einer besonderen Faschings-Gala machten die MCS-ler die Halle zum Hexenkessel. Gekonnt und charmant führten Jutta Schüssler und Dirk Hirsch durch die rund viereinhalbstündige Show.

Zur Eröffnung zeigte die Tanzgruppe der Maniacs mit einer Polka ihr Gardekönnen. Seit zehn Jahren begeistern sie die Zuschauer nun schon. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Die Kleinsten des MCS sind die Wilden Wichtel, sie gingen als Supergirls um die Gunst des Publikums ins Rennen. Die zwei bis vier Jahre jungen Tänzerinnen eroberten die Herzen im Sturm.

Das eingespielte Sextett des Männerballetts ist fester Bestandteil des Bunten Abends. Sie sind kein Männerballett im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine Ansammlung von Comedians. Sie wirbelten, tanzten und spielten sich in die Herzen des Publikums. Ohne Zugabe kamen die Männer auch in diesem Jahr nicht von der Bühne.

Stimmungsvoll und mit tollen Kostümen führten die Krümelkekse mit ihrem Showtanz an den Nordpol, zu den Eskimos und Eisbären. Beim Gardetanz machten die Mädels, alle zwischen sechs und acht Jahren, eine hervorragende Figur.

Harald Flutschka ging als Bauarbeiter in die Bütt und zeigte uns "Sassanfahrt von unten". Die unsäglichen Baustellen in Sassanfahrt und massiven Eingriffe in den Ortskern wurden von ihm gekonnt aufs Korn genommen.

Die Mädels der Frechen Früchte (acht bis zehn Jahre) begeisterten mit zwei Auftritten die Gäste in der Halle. Die Tanzmariechen Svenja Hojer, Anna Mehl, Maja Lerch, Elena Denzler und Leonie Erhardt bewiesen einmal mehr mit ihrem Mariechen-Medley, dass Gardetanz Sport auf höchster Ebene ist. Dann kamen die Lollipops. Sie hatten sich "Zuckerschock" zum Thema gewählt. Witzig und ausdrucksstark kämpften sie sich durch Süßigkeitenberge und gingen den Weg über Gewichtsprobleme bis zum Zahnarzt.

Ladys lassen es krachen

Ein Battle brachten die Kracher Ladys des MC Sassanfahrt auf die Bühne. Ein Angriff auf die Lachmuskeln, Süller Hip-Hopper gegen Ballermann-Touristen.

Dass die MCS-Familie wächst, sieht man an dieser neu gegründeten Tanzgruppe. Die Jolly-Jumpers zeigten einen Tanz mit Hebefiguren. Thema war die Farbe Rot: Blut, Liebe, Erdbeeren, Feuer. Daumen hoch, Premiere geglückt. Zur Zugabe wurden die Mädels von ihren Papas unterstützt.

Die sechs Mädels der Tanzgruppe No Limits sind eine Augenweide, gepaart mit Perfektion zeigten sie mit dem Showtanz "Zurück in die 90er" einen schmissigen Tanz. Katharina Dorsch machte die Zeitreise perfekt, sie sang Hits aus dem Jahrzehnt von Love-Parade und Plateauschuhen.

Egal, ob bei einer sehr ungewöhnlichen Version von Hänsel und Gretel, bei einer Sitzung von echten "Anonymen Alkoholikern" oder im Klassenzimmer bei einer Lehrerin, die leichte Anzeichen von Überforderung zeigte: Auf dem Parkett des kurzweiligen Sketches waren die Mitglieder des Motor-Clubs Sassanfahrt sicher unterwegs.

Anna Bauer mit ihrem Show-Solo, sowie Leonie Erhardt und Svenja Hojer mit ihrem Paartanz zeigten eine weitere wunderschöne, nachdenkliche Facette des Vereins. Toleranz und Fürsorge waren die Botschaften dieser außergewöhnlichen Beiträge.

Der Showtanz der Black Diamonds beschäftigte sich mit den Bootcamps für Jugendliche in den USA. Mit viel Einsatz, Schweiß und Energie ertanzten sich die 17 Tänzerinnen eine Rakete des Publikums. Auch der Gardetanz konnte begeistern und zeigte das hohe Niveau, auf dem sich diese Gruppe gerade befindet.

Gänsehautmomente

Abschluss des Bunten Abends ist traditionell ein Musical. Der MCS entführte die Zuschauer in eine magische Dschungelwelt. Kompliment an die Ausstattung, die hier eine tolle Arbeit geleistet hat. Neben den 50 wirbelnden Affen auf der Bühne gab es auch noch acht Sprech- und Gesangsrollen, die aus dem Vereinspool gespeist werden. Sie wirbelten durch die Lüfte und erzeugten einen Gänsehautmoment nach dem anderen, ein Höhepunkt dieses tollen abwechslungsreichen Abends. dhi

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