Forchheim

Jahn kann sich nicht absetzen

Die SpVgg Jahn Forchheim hat den Abstand zum rettenden Ufer in der Bayernliga Nord nach dem 1:1 gegen den ATSV Erlangen nicht verringert, obwohl Chancen da waren.
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Der Jahn scheiterte am zweiten Treffer, auch Jens Wartenfelser (vorne) vor den Augen von Michael Krämer. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. Stattdessen endete die Partie 1:1, weil die Forchheimer wie fast immer ein Gegentor kassierten. Foto: Uwe Kellner
Der Jahn scheiterte am zweiten Treffer, auch Jens Wartenfelser (vorne) vor den Augen von Michael Krämer. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. Stattdessen endete die Partie 1:1, weil die Forchheimer wie fast immer ein Gegentor kassierten. Foto: Uwe Kellner

Fußball-Bayernligist Jahn Forchheim kassiert nach der 1:0-Führung noch ein Gegentor gegen den ATSV Erlangen. Das war abzusehen, denn erst einmal, gegen den Tabellenletzten ASV Neumarkt, spielten die Forchheimer in dieser Saison zu Null. Der ATSV hingegen hält die Konkurrenz mit dem Punkt auf Abstand und behält den begehrten letzten Nichtabstiegsplatz.

In den Meisterschftskampf glichen die DJK Bamberg und der FSV Erlangen-Bruck gleichermaßen ein, indem sie dem Spitzenduo Gebenbach und Aubstadt ein Unentschieden abtrotzten. Der SC Eltersdorf sorgte beim FC Sand für das vierte 1:1 des Spieltags. Auch Schlusslicht Neumarkt ergatterte gegen Abtswind einen Punkt. Jahn Forchheim - ATSV Erlangen 1:1

"Wir wollten von der ersten Minute an gewinnen", sagte Jahn-Trainer Christian Springer. Die ersten Möglichkeiten hatten jedoch die Gäste. Ismail Yüce verbuchte den ersten Torschuss (7.) und kurz darauf war Daniel Geißler unter lautstarken Abseits-Rufen der Jahnler auf einmal alleine durch, scheiterte aber am starken Torhüter Tino Stahl (9.). Als Firat Güngör den Erlanger Geißler nach 25 Minuten am Arm packte und zu Boden zog, gab es einen Elfmeter für den ATSV. Yüce trat an, verlud den Keeper, traf aber nur den Pfosten, so dass der Ball zurück ins Spielfeld prallte.

Kontertor nach Elfmeter

Gedankenschnell bediente Philipp Nagengast Tom Jäckel, der mit einem satten Schuss die 1:0-Führung markierte (26.). "Wenn wir stattdessen den Elfmeter treffen, gewinnen wir das Spiel, weil wir da gerade sehr gut drin waren", bedauerte ATSV-Trainer Shqipran Skeraj. Sein Team lief nun einem Rückstand hinterher, auch weil erneut Stahl gegen Klaus Faßold reflexstark zur Stelle war (36.). Im Laufe der zweiten Hälfte musste der ATSV den Druck erhöhen und stellte auf eine Dreierkette um. Dadurch ergaben sich für Erlangen und für die Hausherren, die nun mehr Räume hatten, mehrere Chancen. Allerdings vergaben sowohl Jens Wartenfelser (72.) als auch Tom Jäckel (73.) aussichtsreich.

Auf der Gegenseite brachte der Jahn einen Flanke von Lucas Markert nicht aus der Gefahrenzone und Philipp Mandelkow staubte zum 1:1 ab (75.). Fast hätte Joker Ahmet Kulabas den zweiten Erlanger Treffer nachgelegt, traf mit seinem Kopfball aber nur die Latte (84.).

Auf der Gegenseite vergab auch Jahnler Steffen Müller den möglichen Siegtreffer (90.). "Spätestens dann, wenn man solche Chancen liegen lässt, merkt man, dass der Druck im Kopf zu groß ist. Das ist der Nachteil, wenn man eine junge Mannschaft hat. Oder auch, wenn man eine Mannschaft hat, aus der die Hälfte zur neuen Saison schon einen neuen Job hat. Da ist man mit dem Kopf anscheinend woanders. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass so hochgradige Chancen verdattelt werden", monierte Springer und ergänzte: "In der Kabine haben wir angesprochen, dass das 2:0 die Vorentscheidung wäre. Hierzu hatten wir glasklare Chancen. Aber vor dem Tor hatten die Jungs Stress im Kopf, so dass die Lockerheit und Entschlossenheit fehlte." SpVgg: Stahl - Hagen, Müller, Gumbrecht (63. Karsak), Nagengast (78. Misic), Städtler, Noppenberger (85. Jerundow), P. Mai, Jäckel, Wartenfelser, Güngör

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