Großenseebach

Jäkel will Bürgermeister werden

Die neue Wählergruppe "Miteinander für Großenseebach" stellte Jürgen Jäkel als Kandidaten für den Chefsessel im Rathaus und ihre Bewerber um ein Mandat im Gemeinderat auf.
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Die anwesenden Listenkandidaten von "Miteinander für Großenseebach"; vorne in der Mitte Bürgermeisterkandidat Jürgen Jäkel Foto: Sänger
Die anwesenden Listenkandidaten von "Miteinander für Großenseebach"; vorne in der Mitte Bürgermeisterkandidat Jürgen Jäkel Foto: Sänger

Einstimmig nominierte die neue Wählergruppe "Miteinander für Großenseebach" (MfG) ihren 52-jährigen Bürgermeisterkandidaten Jürgen Jäkel und die Kandidaten für den Gemeinderat. Neben drei bekannten Gesichtern stellen sich elf Neulinge zur Wahl.

Zur Nominierungsversammlung konnte MfG-Vorsitzende und Gemeinderätin Carina Geist im Sportheim des FSV-Großenseebach neben 18 Mitgliedern auch viele Interessierte begrüßen. Bei MfG handelt es sich nicht um eine Partei oder einen Verein, die Gruppierung versteht sich vielmehr als eine sozial-ökologische Gruppierung, die zusammen mit den Bürgern Kommunalpolitik machen möchte. Viele der Zuhörer hatten erwartet, dass die sehr engagierte Gemeinderätin Carina Geist wieder gegen den amtierenden Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) antritt. Bei der Kommunalwahl 2014 hatte die Sprecherin der SPD-Fraktion auf Anhieb beachtliche 32,4 Prozent der Stimmen erreicht.

Bei ihrer Begrüßung machte Carina Geist nochmals die Ziele der unabhängigen Wählergruppe deutlich: "Wir engagieren uns für Soziales, für Umweltschutz und Nachhaltigkeit - und das alles mit der gebotenen Transparenz. Wir stehen für den Dialog mit den Bürgern und Vereinen unserer Gemeinde sowie mit Unternehmern und Institutionen."

Der in Herzogenaurach geborene Jürgen Jäkel ist gelernter Masseur und Physiotherapeut, seit 2000 Lehrer an der Staatlichen Berufsfachschule für Massage am Universitätsklinikum Erlangen sowie Personalratsvorsitzender. Jäkel ist zwar politisch ein "Neuling", kennt aber als treuer Zuhörer bei den Sitzungen des Gemeinderates die Gegebenheiten der Gemeinde Großenseebach sehr genau.

Die vier Säulen der Wählergruppe

In seiner Vorstellungsrede definierte Jürgen Jäkel noch einmal die vier Säulen der Wählergruppe: sozial, transparent, nachhaltig und umweltschützend, denn gerade auf kommunaler Ebene könne bereits viel bewegt werden. Weitere Punkte sind Mehrgenerationen-Häuser, Bürgerhaus, betreutes Wohnen und Verkehr sowie die Jugendarbeit, denn da bestehe in Großenseebach ein großer Nachholbedarf.

Ganz oben werde bei ihm die "Transparenz" stehen, und die Bürger würden eingebunden, denn Kommunalpolitik könne nur im Dialog mit den Bürgern funktionieren. Der Bürger solle Entscheidungen nicht akzeptieren müssen, sondern bereits zu Beginn eines Prozesses und Vorhabens solle es einen Austausch mit den Bürgern geben, eben nach dem Motto "Miteinander für Großenseebach", erklärte Jürgen Jäkel.

Ähnlich formulierten auch die 13 weiteren Kandidaten für den Gemeinderat, die auf der Liste doppelt aufgeführt werden, ihre Vorstellungen von Kommunalpolitik. Damit treten gegen den amtierenden Bürgermeister Seeberger mit Jürgen Jäkel und Christian Schmitt von der CSU (siehe unten stehenden Bericht) zwei weitere Kandidaten an.

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