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Marktrodach

Ja zum neuen Hirtensteg

Bei der Finanzierung des rund 280 000 Euro teuren Verbindungswegs rechnet Marktrodach mit hohen Zuschüssen aus Städtebaumitteln. Wegen der Corona-Krise tagte der Ferienausschuss in der Rodachtalhalle.
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Der Hirtensteg ist für viele Marktrodacher ein wichtiger Verbindungsweg innerhalb der Gemeinde. Seit Januar 2019 ist dieser gesperrt. Nun freut sich der Bürgermeister über die Genehmigung eines vorzeitigen Baubeginns. Foto: Veronika Schadeck
Der Hirtensteg ist für viele Marktrodacher ein wichtiger Verbindungsweg innerhalb der Gemeinde. Seit Januar 2019 ist dieser gesperrt. Nun freut sich der Bürgermeister über die Genehmigung eines vorzeitigen Baubeginns. Foto: Veronika Schadeck

Veronika Schadeck Bürgermeister Norbert Gräbner zeigte sich eingangs der Gemeinderatssitzung am Montagabend nicht nicht nur glücklich über seine Wiederwahl, sondern auch darüber, dass der vorzeitige Baubeginn für den Hirtensteg seitens der Regierung von Oberfranken genehmigt worden war. Zum ersten Mal tagte wegen der Corona-Krise der Ferienausschuss, bestehend aus Vertretern der jeweiligen Fraktionen. Aus Vorsichtsgründen wurde die Sitzung nicht - wie sonst üblich im Rathaus - sondern in der Rodachtalhalle abgehalten.

Wie Gräber (FW) erklärte, erfolgt nun beim Hirtensteg die europaweite Ausschreibung. Läuft alles nach Plan, soll die Baumaßnahme Ende Mai in Angriff genommen werden. Aus Sicherheitsgründen war dieser für die Marktrodacher wichtige Verbindungsweg im Januar 2019 gesperrt worden, was für die Anlieger mit Einschnitten verbunden war.

In der Februarsitzung applaudierten dann rund 100 Zuhörer dem Bürgermeister, als dieser versprach, den Hirtensteg schnellstmöglich in Angriff zu nehmen. Am Montagabend meinte er: "Ich freue mich sehr über die Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns!"

Der Hirtensteg wird künftig nur für die Fußgänger und Radfahrer genutzt werden können. Die Kostenschätzungen für diese Maßnahme belaufen sich auf rund 280 000 Euro. Die Gemeinde hofft auf hohe Zuschüsse aus Städtebaumitteln. Wegen der Witterungsbeständigkeit und den vergleichsweise niedrigen Unterhaltskosten hatte sich das Gremium im Februar für die Anbringung einer Stahlkonstruktion mit Rahmenträger entschieden.

Ohne Gegenstimme beschloss der Ferienausschuss, 110 Straßenleuchten, unter anderem entlang des Radweges zwischen Groß- und Kleinvichtach und in Oberrodach, auf LED umzurüsten. Der Bürgermeister erklärte, dass es im Gemeindegebiet insgesamt 678 Straßenleuchten gebe, wobei bereits im Jahre 2018 123 und ein Jahr später 85 Leuchten auf LED umgestellt worden waren. Er erinnerte an einen Beschluss aus dem Jahre 2017, wonach das Gremium sich darauf geeinigt habe, pro Jahr jeweils 50 000 Euro dafür in den Haushalt einzustellen.

Weiterhin will man 60 000 Euro in Leuchten am Radweg/Am Mühlbach bis zur Kreuzung der B 173/303 investieren. Gräbner betonte die Notwendigkeit dieser Maßnahme, da dieser 800 Meter lange Weg auch als Schulweg genutzt werde. Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten sei es dort sehr dunkel.

Baugebiet wird erschlossen

Auch soll nun die Erschließung des Baugebietes "Oberrodacher Mühle" in Angriff genommen werden. Dafür gab der Ferienausschuss grünes Licht. Die Stellungnahmen, wie beispielsweise die Anbringung eines Blühstreifens werden dabei berücksichtigt. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass im Zuge des Leitungsausbaus auch Maßnahmen für den Breitbandausbau mit getätigt werden. Insgesamt werden auf dem Areal drei Bauparzellen geschaffen. Zudem wird auch das Gewerbegebiet Großvichtach (neben Betrieb Delfingen) erschlossen. Der Bürgermeister erklärte, dass in diesem Bereich wegen des Brandschutzes ein dritter Hydrant in Großvichtach angebracht wird.

Am Anfang der Sitzung hatte Norbert Friedlein (SPD) die Jahresrechnung 2018 vorgetragen. Es ergaben sich keine wesentlichen Feststellungen, die Entlastung des Bürgermeisters und der Verwaltung wurden erteilt.

Ohne Gegenstimme bestätigte der Ferienausschuss auch die Kommandanten Johannes Eberth für die Feuerwehr Zeyern und Michael Meyer für die Feuerwehr Seibelsdorf.

Keine Einwände wurden wegen der Benennung von Klaus Völk zum Datenschutzbeauftragten für den Markt Marktrodach vorgebracht. Wie berichtet, hat Marktrodach - ebenso wie die anderen Landkreiskommunen - mit dem Landkreis eine Zweckvereinbarung über die Zusammenarbeit beim Datenschutz abgeschlossen.