Isling

Islinger wollen filigranes Pflaster

Vor allem Senioren mit Rollatoren tun sich am Kohlbauerplatz schwer.
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Am Kohlbauerplatz wurde die grobe Pflasterung bemängelt.  Foto: Gerd Klemenz
Am Kohlbauerplatz wurde die grobe Pflasterung bemängelt. Foto: Gerd Klemenz

Größtenteils zufrieden zeigten sind die Islinger mit den örtlichen Angelegenheiten, wie sich beim Bürgergespräch verbunden mit einem Ortsrundgang zeigte. Hierbei konnten die Bewohner ihre Anliegen, ihre Kritik und ihre Ideen der Stadtverwaltung mitgeben.

Rund 100 Personen zogen vom "Baum der Bayern" aus durch das Golddorf. Bereits am Kohlbauerplatz wurde dem Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) das erste Anliegen zugetragen. "Ältere Leute, die mit ihrem Rollator hier durchlaufen, haben die größten Probleme am Seitenrand. Grund hierfür ist der grob gepflasterte Dorfplatz. Insbesondere die großen Zwischenräume oder teilweise losen Pflastersteine stellen für die Senioren mit ihren fahrbaren Gehhilfen ein Problem dar", erklärte Dieter Gursky. "Nach dem Kanalbau wurde durch ein Unternehmen nochmals der Dorfplatz aufgerissen und nur grob wieder zugepflastert. Es wurde schon öfter bei der Stadt angesprochen und die Anwohner beklagten es auch bei den früheren Bürgermeistern. Bis jetzt ohne Erfolg", ergänzte Stadtrat Roland Lowig (WLJ). Das Stadtoberhaupt ist hier um eine Verbesserung bemüht. Ist doch der Kohlbauerplatz am 31. August und 1. September Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag "Golddorf Isling".

Eichenprozessionsspinner

Seitens der Stadtverwaltung sei kein generelles Park- und Halteverbot in der Burgkunstadter Straße angedacht, versicherte das Stadtoberhaupt auf Nachfrage von Anwohnern. Das Entfernen der Eichen am Ortseingang in Richtung Burkheim erfolgte aufgrund des Befalls durch Eichenprozessionsspinner, erklärte Lowig.

"Wie sieht es mit dem Neubaugebiet in Isling aus? Wenn wir einen Bauplatz hier hätten, würden wir sofort bauen", so die Anfrage einer Islingerin. "Wir haben da fast keine Bauplätze mehr. Zu D-Mark Zeiten wurde das Baugebiet gekauft, 2008 wurde das Gebiet aufgeplant, 2017 wurde das Baugebiet Isling West III aufgestellt und beschlossen. Bis jetzt ist in Sachen Bauplätze nichts passiert", bemängelte Lowig. "Wir haben jetzt ein Baugebiet, das wir zusammen mit dem Bau- und Umweltausschuss geplant haben. Vorlagen wurden erarbeitet, welche der Stadtrat dann als Bebauungsplan abgesegnet hat. Voraussichtlich kann man im nächsten Jahr das Baugebiet erschließen. Die Stadt Lichtenfels ist bemüht, Baugrund auszuweisen, denn es gibt hierfür Bedarf", so Hügerich.

Stadtbaumeister Gerhard Pülz erklärte, dass es bereits drei Grundstücke gibt, die theoretisch bebaut werden könnten. Wasser und Kanal lägen bis zur Grundstücksgrenze und müssten vom Bauwerber selbst weitergeführt werden. Ebenso müsste er die Zufahrt selbst befestigen, bis die allgemeine Erschließung kommt. "Auf dem ganzen Jura gibt es zurzeit keinen städtischen Bauplatz mehr. Eigentlich sollte man verhindern, dass junge Leute wegziehen müssen", fügte Stadtrat Johannes Oppel (WLJ) an.

Die Gerätschaften im Kinderspielplatz sind ordentlich, nur die Außenanlagen sollten zum "Golddorf-Jubiläum" etwas hergerichtet werden, wünschte sich Stadtrat Lowig. "An der Wirts" wurde das Versetzung der "Wanderwege-Infotafel" befürwortet. Außerdem wurde der schlechte Zustand des alten Feuerlöschweihers angesprochen. Am Kohlbauerplatz angekommen, befasste man sich mit dem "Baum der Bayern". Hier bat Lowig, dass die Dorflinde richtig gebunden wird und dass der Bewuchs verdrahtet wird. Im Innenbereich vermissen die Islinger die Pflastersteine, welche zum Entfalten der Wurzeln weichen mussten. Der Bürgermeister und die Stadtverwaltung nahmen die Anliegen mit und werden sie, soweit möglich, zur Umsetzung an die Fachbereiche weiterleiten.

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