Sand am Main

Irrtümer der Geschichte

Mark Werner berichtet beim Historischen Verein Kreis Haßberge über neue Forschung.
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Hund Rosi steht inmitten eines ehemaligen Kohlenmeilers, der sich durch seine Form und die tiefreichende Schwarzfärbung des Untergrundes zu erkennen gibt. Der stark zersetzte Stumpf eines ehemals mächtigen Baumes hinter Rosi lässt erkennen, dass dieser Meilerplatz wohl schon seit mindestens 200 Jahren nicht mehr genutzt wird. Datierungen derartiger Meilerplätze auf ehemaligem Ackerland im Steigerwald (etwa um die Wüstung Horb) ergaben oft eine Köhlerei im Zeitraum zwischen 15. und 19. Jahrhun...
Hund Rosi steht inmitten eines ehemaligen Kohlenmeilers, der sich durch seine Form und die tiefreichende Schwarzfärbung des Untergrundes zu erkennen gibt. Der stark zersetzte Stumpf eines ehemals mächtigen Baumes hinter Rosi lässt erkennen, dass dieser Meilerplatz wohl schon seit mindestens 200 Jahren nicht mehr genutzt wird. Datierungen derartiger Meilerplätze auf ehemaligem Ackerland im Steigerwald (etwa um die Wüstung Horb) ergaben oft eine Köhlerei im Zeitraum zwischen 15. und 19. Jahrhundert. Foto: Mark Werner

"Wie junge Forschung unsere alte Geschichte verändert" - unter diesem Motto findet ein Vortrag beim Historischen Verein Landkreis Haßberge statt. Die Treffpunkt ist in Sand. Termin ist der Freitag, 17. Mai.

Chroniken wurden meist von fleißigen Heimatforschern geschrieben, die allerdings zu ihrer Zeit nicht den leichten Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen hatten, wie er heute dank Internet und hoher Mobilität möglich ist. Dadurch haben sich viele Geschichtsbilder verbreitet, die in der Fachwelt längst überholt sind. So gab es im Mittelalter schon lange keinen Urwald mehr, das Maintal war kaum sumpfig, und die Dörfer wurden nur sehr selten planmäßig "gegründet". Wüstungen waren meist keine "Fehlsiedlungen", und der Standort heutiger Städte, die gerne als uralte Zen-tralorte angesehen werden, ist oft jünger als so manches Dorf daneben.

Für Freitag, 17. Mai, lädt der Historische Verein Kreis Haßberge zu einem Vortrag ein, der häufige Irrtümer aus dem Mittelalter und der Vorgeschichte in den Chroniken behandelt. Genannt werden unter anderem Beispiele aus Sand, Zeil, Ziegel-anger und Haßfurt. Der Vortrag von Mark Werner beginnt um 19.30 Uhr im Hotel Goger. red

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