Melkendorf
Diskussion

Investitionsstau beim Sportstättenbau soll abgebaut werden

Über 50 Vereinsvertreter aus Oberfranken informierten sich im Sportheim des TSV Melkendorf über den aktuellen Stand der Förderung von Sportheimbauten. Holger Langebröker, der Fachmann des Bayerischen ...
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Über 50 Vereinsvertreter aus Oberfranken informierten sich im Sportheim des TSV Melkendorf über den aktuellen Stand der Förderung von Sportheimbauten. Holger Langebröker, der Fachmann des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) aus München, konnte gemeinsam mit Teamleiter Christoph Holzinger bei der vom BLSV-Bezirk Oberfranken initiierten Veranstaltung gute Nachrichten mitbringen.

"Dank des neuesten staatlichen Förderprogramms des Freistaates Bayern kann der große Investitionsstau bei den bayerischen Vereinen abgebaut werden. Wir behandeln hier Neubauten und Sanierungen gleichberechtigt". Weil der Sport eine gute Infrastruktur brauche, werde besonders der Sportstättenbau in finanzschwächeren Kommunen angekurbelt. "Dafür stehen im Doppelhaushalt 2019/2020 zehn Millionen Euro zur Verfügung, erheblich höhere Fördersätze bis zu 55 Prozent (bisher maximal 20 Prozent) sowie 20 Prozent Darlehen helfen dabei", so Langebröker.

Er skizzierte bis ins Detail die jetzt geltenden Richtlinien, zeigte die Unterschiede auch anhand von Beispielen auf zwischen Kleinantrag (Förderfähigkeit bis 250 00 Euro), dem Regelantrag (Förderfähigkeit ab 250 000 Euro) und dem Katastrophenfall.

Wichtig sei als erster Ansprechpartner der BLSV-Kreis oder die BLSV-Geschäftsstelle in Bayreuth, ehe eine Prüfung durch das Ressort Sportstättenbau in München erfolgt. Nur wenn von dort grünes Licht gegeben wird, kann man mit dem Bauen oder Sanieren anfangen. "Wer das nicht beachtet, muss mit schwerwiegenden Folgen rechnen".

Als förderfähig werden beispielsweise Sporthallen, Tennishallen, Reithallen, bis zu Rasenspielfeldern, Kunstrasenfeldern und Tennisplätze betrachtet. Wer generalsaniert oder einzelne Instandsetzungsmaßnahmen - wie Dachsanierung oder Modernisierung der Heizung - vornimmt, bekommt gleichfalls Geld. Bei allem müssten der Verein aber Bauherr und die Eigentumsverhältnisse geklärt sein. In einer sich anschließenden Beratungsrunde mit Langebröker und Holzinger wurde nochmals deutlich, wie viele offene Fragen es noch gibt. h.w.

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