Loffeld
Interview

"Intimität kleiner Locations ist wie geschaffen für mein Bühnenprogramm"

Purple Schulz ist am Freitag, 12. Juli, im Rahmen seiner "Nach wie vor"-Tour im Brauereisaal zu Gast. Beginn ist um 20, Einlass um 18.30 Uhr. 2017 warst du das erste Mal in Bad Staffelstein, damals au...
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Purple Schulz gastiert am Freitag in Loffeld. Foto: Ben Schulz
Purple Schulz gastiert am Freitag in Loffeld. Foto: Ben Schulz

Purple Schulz ist am Freitag, 12. Juli, im Rahmen seiner "Nach wie vor"-Tour im Brauereisaal zu Gast. Beginn ist um 20, Einlass um 18.30 Uhr. 2017 warst du das erste Mal in Bad Staffelstein, damals auf der schönen Klosterwiese. Freust du dich wieder ins Frankenland zurückzukommen?

Purple Schulz In den 80ern und 90ern war ich sehr oft im Frankenland, von daher freue ich mich sogar sehr darauf. Aber ich freue mich immer besonders auf Orte, an denen ich vorher noch nie war. Der Brauereisaal ist ja nicht gerade groß, aber das finde ich zwischendurch immer sehr spannend. Denn die Intimität solch kleiner Locations ist wie geschaffen für mein Bühnenprogramm, in denen es ja manchmal auch ans Eingemachte geht (lacht).

Du hast im März dein neues Album "Nach wie vor" rausgebracht. Erzähl doch mal, auf was wir uns im Brauereisaal freuen können.

Es wird ein sehr emotionaler Abend, das kann ich versprechen. Mein Prinzip ist es ja, das Leben, so wie es wirklich ist, auf die Bühne zu bringen. Mit all seinen Facetten, den Höhen und den Tiefen. Und auch, wenn das manchmal ganz schön heftig ist, werden wir dem Leben immer auch mit Humor begegnen, denn ohne den sind diese Zeiten ja gar nicht auszuhalten. Bis jetzt hab ich es immer geschafft, dass alle mit einem Lächeln nach Hause gehen und viel Kraft aus dem Abend schöpfen. Und mein Ziel war es immer, dass mir das gelingt, ohne mein Publikum einzulullen, sondern indem ich es ernst nehme. Insofern ist mein Programm mehr als ein Konzert. Es geht in die Tiefe und hinterlässt seine Spuren. Spuren, in denen man weitergehen kann.

In den 80er/90ern war vor allem "Kleine Seen" und "Verliebte Jungs" bekannt. Dürfen sich die Fans auch auf ein paar "Evergreens" freuen?

Nachdem ich die letzten beiden Alben mit meiner Frau zusammen geschrieben habe, wollte ich mich diesmal den Songs widmen, die mir auch nach 35 Jahren nach wie vor wichtig sind. Und das waren beileibe nicht immer die Songs, die jeder aus dem Radio kennt. Aber meine Hits gehören natürlich auch zum Konzert. Ihnen verdanke ich ja, dass ich heute immer noch auf der Bühne stehe. "Sehnsucht" ist beispielsweise für mich nach wie vor ein Highlight in jedem meiner Konzerte. Es wird also im Brauereisaal viele alte Songs aus den 80ern geben, aber sie klingen heute so frisch, als seien sie gerade erst geschrieben worden. Das macht es möglich, sie ganz neu zu entdecken.

Was bringt dich dazu, dass du immer noch Spaß am Schreiben von Liedern hast und nach so langer Zeit immer noch erfolgreich auf Tour gehst?

Ich habe in den letzten Jahren oft die Erfahrung gemacht, dass man mit Songs etwas in Gang setzen kann. Als ich 2012 mit "Fragezeichen" einen Song über Demenz gemacht habe, war das noch kein großes Thema in den Medien. Heute läuft mein Video auf Kongressen und Kursen für Pflegekräfte. Ich arbeite sehr gerne im Studio an neuen Songs, aber am liebsten bin ich auf der Bühne, weil ich dort die Resonanz spüre. Ich signiere ja hinterher immer an unserem Stand, und da ergeben sich viele Gespräche, bei denen ich erfahre, welche Geschichten die Leute mit meinen Songs verbinden. Das sind wirklich teilweise unglaubliche Geschichten, aus denen dann irgendwann auch wieder neue Songs werden. Die Fragen stellte Veranstalterin Tanja Dowerg.

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