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Stettfeld
Kabelschaden

Internet und Telefon fielen in Stettfeld längere Zeit aus

Mitte der Woche waren Teile Stettfelds ohne Internet und Telefon. Nach Auskunft der Telekom waren bei den derzeit laufenden Tiefbauarbeiten versehentlich zwei Verzweigerkabel durchtrennt worden. Dies ...
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Bei Tiefbauarbeiten in Stettfeld waren Kabel zerstört worden.  Foto: cz
Bei Tiefbauarbeiten in Stettfeld waren Kabel zerstört worden. Foto: cz

Mitte der Woche waren Teile Stettfelds ohne Internet und Telefon. Nach Auskunft der Telekom waren bei den derzeit laufenden Tiefbauarbeiten versehentlich zwei Verzweigerkabel durchtrennt worden. Dies führte dazu, dass kurz nach 12 Uhr am Dienstag die Bildschirme schwarz und Telefone stumm blieben. Um die Störung zu beheben, mussten die beschädigten Teile erneuert werden. In Handarbeit wurden die Adern der jeweiligen Kabelenden wieder miteinander verbunden. Die Arbeiten wurden am Mittwoch gegen 14 Uhr abgeschlossen; das Telefonieren und die Nutzung des Internets waren wieder möglich. Das Problem gilt als behoben.

Die Telekom weist darauf hin, dass es einen einfachen Lösungsansatz gibt, sollten Surfen und Telefonieren immer noch nicht möglich sein. Betroffene Nutzer werden gebeten, ihren Router oder ihre Telefonanlage kurz vom Stromnetz zu trennen. In den meisten Fällen wählt sich das Gerät dann korrekt wieder ins Netz ein. Falls dies keine Abhilfe bringt, wird um einen Anruf beim Kundenservice der Telekom unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/3301000 gebeten.

Ein bisschen Streaming hier, ein Videotelefonat da, schnell noch eine E-Mail schreiben oder die aktuellen Nachrichten abrufen. Manchmal merkt man erst, wie gewöhnt man an die Segnungen der modernen Technik ist, wenn nichts mehr geht. Derartige Ausfälle sind gewöhnlich ärgerlich, selten aber ein größeres Problem.

Momentan werden derartige Störungen allerdings deutlich kritischer beäugt. Kommentare wie "Blöd gelaufen!", "Ausgerechnet jetzt!" oder "Weil's ja so nicht reicht" waren da noch die harmlosesten Aussagen. In Zeiten gewünschter sozialer Isolation zur Eindämmung der Corona-Ansteckungen ist gerade das Internet mit seinen Möglichkeiten des Video- oder Voice-Chats ein probates Mittel, um mit entfernt lebenden Verwandten und Freunden zu kommunizieren und so zumindest einen Teil der Normalität aufrechtzuerhalten.

Gleiches gilt für das Telefon, bei dem auch erst auffällt, wie wichtig es eigentlich ist, wenn es nicht mehr funktioniert. Neben diesen persönlichen Schwierigkeiten kann es für Schüler und Berufstätige zum Problem werden, wenn die Technik streikt.

Die meisten bayerischen Schulen setzen während der Schließung auf E-Learning, also Lernen übers Internet. Zahlreiche Firmen bieten zudem die Möglichkeit, dass ihre Mitarbeiter von daheim aus arbeiten. Eine Störung wie die in Stettfeld, die dankenswerterweise schnell behoben wurde, zeigt, wie anfällig die digitale Infrastruktur ist und wie schnell plötzlich nichts mehr geht, wenn die Daten nicht ungehindert fließen können.