Stegaurach
stegaurach.inFranken.de 

Integrative Gartengruppe feiert Saisonabschluss

Üppig war die Ausbeute der zwei Kartoffelreihen nicht. Dafür war der Sommer einfach zu trocken. Umso größer war die Freude über jede Kartoffel, die eine bunt gemischte Gruppe Menschen mit und ohne Beh...
Artikel drucken Artikel einbetten
Selbst angebaut schmeckt am besten. Foto: privat
Selbst angebaut schmeckt am besten. Foto: privat

Üppig war die Ausbeute der zwei Kartoffelreihen nicht. Dafür war der Sommer einfach zu trocken. Umso größer war die Freude über jede Kartoffel, die eine bunt gemischte Gruppe Menschen mit und ohne Behinderung auf dem Mutzershof bei Debring aus der feuchten Erde grub. Mit einem kleinen Kartoffelfest beendete die integrative Gartengruppe die Saison.

Sie traf sich seit dem Frühjahr mehrmals auf dem Mutzershof, um Kartoffeln anzubauen, ein Heilkräuterbeet anzulegen und ein Hochbeet aus Paletten zu errichten. Dieses Gruppenangebot ist Teil des Bildungsprojekts "Vom Acker auf den Teller", das der Bund Naturschutz gemeinsam mit der Solidarischen Landwirtschaft Bamberg durchführt. "Wir wollen, dass Kinder und Erwachsene in Kontakt mit der Erde kommen und die Kreisläufe der Natur kennenlernen. Wir wollen sie fürs Gärtnern begeistern und zeigen, dass es Spaß macht, selbst etwas anzubauen", beschreibt Projektmitarbeiterin Carola Reinwald die Ziele. Neben der Vermittlung von Wissen und dem Mitmachen beim Gärtnern ist der Gemeinschaftsaspekt ganz wichtig. Dies gilt auch für die integrative Gartengruppe. Menschen mit und ohne Handicap kommen sich beim gemeinsamen Buddeln in der Erde näher und lernen voneinander

So auch von Alois Lengenfelder. Der aktive Rentner arbeitete viele Jahre in der Gärtnerei der Bamberger Lebenshilfe und konnte sein umfangreiches Wissen und Tipps rund um Kartoffel und Co. an die anderen Teilnehmer weiter geben.

Tanja Würstlein ist mit ihrem Sohn Thorben regelmäßig bei Aktionen auf dem Mutzershof dabei. "Mir gefällt, dass es hier so vielfältig ist und ganz unterschiedliche Leute mitmachen können. Und mir ist wichtig, dass Kinder in der Natur sind, von Landwirtschaft etwas mitbekommen und erfahren, wie was wächst.

Bei jedem Treffen der Gruppe gab es auch etwas zu essen, das aus frischen Zutaten gemeinsam zubereitet und an einer großen Tafel verspeist wurde. Zu dem kleinen Abschlussfest kamen natürlich die leckeren Knollen aus dem Kartoffelfeuer auf den Teller. red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren