Coburg

Initialzündung für Scheuerfeld

Rund um einen ehemaligen Bauernhof in der Wüstenahorner Straße ist das "Projekt Hausland" geplant. Auf dem rund 8000 Quadratmeter großen Areal sollen mehrere Generationen nachhaltig zusammenwohnen.
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Im Stadtteil Scheuerfeld ist ein "Projekt Hausland" geplant. Diplom-Ingenieur Kamran Gollub (Architekturwerkstatt Gollub) stellte es am Mittwoch den Mitgliedern des Bau- und Umweltsenats vor und erntete dabei viel Sympathien. "Hinter dem Projekt Hausland steht eine Gruppe von Menschen, die dieses Generationen übergreifende Wohn- und Lebensprojekt realisieren wollen", so Gollub.


"Gelungene Kombination"

Auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände eines ehemaligen Bauernhofes sollen nach den Vorstellungen der Initiatoren zehn bis 15 überwiegend barrierearme Wohneinheiten mit Gemeinschaftshaus, Arbeits- und Werkräumen und Außenanlagen, also Freispielfläche, Tierhaltung und Rückzugsbereichen entstehen. Dabei geht es nicht nur um Architektur und Städtebau, sondern auch um neue Formen des sozialen Miteinanders. Gollub erklärte: "Das Wohnprojekt ist offen für die verschiedensten Lebensmodelle der heutigen Zeit, für Menschen, die bewusst eine Gemeinschaft suchen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu helfen." Zum Gesamtkonzept gehören auch ökologisches und nachhaltiges Bauen.
Die Rede war auch von Gemeinschaftsfahrzeugen, ähnlich wie beim Carsharing. Es könnten sowohl Eigentumswohnungen als auch genossenschaftliches Wohneigentum entstehen. Baubürgermeisterin Birgit Weber (CSU) bewertete das Projekt als Initialzündung für die weitere Entwicklung Scheuerfelds. "Sie sind ein mutiger Mann", sagte Altbürgermeister Hans-Heinrich Ulmann (CSB) zu Kamran Gollub. Der frühere Baubürgermeister der Stadt lobte vor allem die "Kombination von alt und neu und grün".


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