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Kloster Banz

Indoor kommt alle Jahre wieder an

Zur siebten "Sternenzeit" hatte Martina Fischer in die Kutschenhalle von Kloster Banz eingeladen. Dort bekommen weder Standbetreiber noch Besucher kalte Füße.
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Alles aus Kaffeekapseln, auch der Anhänger von Lameas Kette (rechts Ausstellerin Hild) Fotos: Monika Schütz
Alles aus Kaffeekapseln, auch der Anhänger von Lameas Kette (rechts Ausstellerin Hild) Fotos: Monika Schütz
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Ein dampfender Kessel mit Suppe hängt über dem Lagerfeuer, nebenan gibt es Zaubernüsse zum Naschen und bernsteinfarbenen Keltentrunk mit einigen "Prozenten". Es duftet nach frischem Backwerk und Zimt. Nein, man befindet sich an diesem Samstagvormittag nicht bei Asterix, sondern auf dem "Indoor Weihnachtsmarkt Sternenzeit". Schon zum siebten Mal findet er am 1. Advent und am Tag zuvor in der heimeligen Kutschenhalle statt.

Dieses Mal musste Veranstalterin Martina Fischer von der Klosterschänke etwas improvisieren; der Mann mit der Kettensäge hatte kurzfristig abgesagt. Er musste zur Treibjagd, berichtet sie, wahrscheinlich komme er aber doch noch am nächsten Tag mit seiner Live-Vorführung. Sieben Mitarbeiter helfen ihr an den beiden Tagen, die Zahl der Aussteller ist in den letzten Jahren stark gewachsen.

Mit einem Dutzend angefangen

Mit zwölf Ständen habe sie angefangen, erzählt Fischer, während sie Gulaschsuppe aus dem Kessel in einen Teller schöpft. Ihre Initiative hatte einen einfachen Grund: "Den Weihnachtsmarkt hab'  ich ins Leben gerufen, damit die Leute sehen, dass hier auch im Winter Betrieb ist."

Die Aussteller kommen gerne, sie zahlen nur eine geringe Schutzgebühr, man kennt sich, kommt seit vielen Jahren immer wieder. 35 Stände sind es in diesem Jahr. Jeder hat etwas Besonderes dabei: Anja Mayer bietet ihren Keltentrunk an. Sehr gesund soll er sein, das Immunsystem stärken und vor Trübsal schützen. Es ist ein bernsteinfarbener Kornbrand mit Echinacea, Eberesche und weiteren Zutaten. Das Rezept hierfür hat die gut gelaunte Verkäuferin einst von ihrem Vater bekommen, Ludwig Mayer. Da lässt sich Besucherin Betty Wachter aus Seubelsdorf nicht zweimal bitten und probiert gerne ein Schlückchen.

Christkindl-Postamt

Probieren durften die Weihnachtsmarktbesucher auch von den feinen Stollen mit oder ohne Rosinen, mit Quark, Mandeln oder traditionell viel Butter. Nebenan konnte man sich an einer langen Plätzchentheke seine ganz persönlichen Favoriten raussuchen und ein gemischtes Tütchen voller köstlicher Kalorienbomben mit nach Hause nehmen.

Staunende Gesichter und viel Lob gab es bei Ausstellerin Hild aus Altenbanz: Aus leeren Aluminium-Kaffeekapseln, die normalerweise nach Gebrauch im Müll landen, hat die junge Frau Schmuck, Dekorationsartikel, Anhänger, Schmetterlinge, Engel, Kühlschrankmagnete und vieles mehr gebastelt.

Die kleine  Lamea  hatte eine wunderschöne Kette gefunden und strahlte, während ihr Vater ein verwundertes "Respekt!" äußerte. Gleich daneben der Stand von Doris Trabert aus Roth. Sie hatte "Zaubernüsse" im Angebot: selbstgebacken und gefüllt, mit oder ohne Schuss. Dazu ein großes Angebot an Gewürzmischungen ohne Salz.

Langsam wurde es auch voll bei Sabrina Baier. Bei ihr befand sich das Christkindl-Postamt. Die Kinder konnten etwas malen oder schreiben und ihre Wunschzettel gleich in den "Briefkasten" werfen. "Jeder Brief wird bei uns beantwortet", versicherte Baier.

Einiges zum Ausprobieren

Ein neues Gesicht unter den Ausstellern war Andrea Meisner aus Grub am Forst. Sie bot Misteln und Kränze für die Adventszeit an. Ebenfalls zum ersten Mal dabei war Gerd Göhring. Der Holzschnitzer aus Oberwallenstadt macht alles in Handarbeit: "Da muss man viel schleifen", erläuterte er stolz zu seinen Kugeln aus Eichenholz. Seine Unikate seien "aweng annersch", fränkelte er grinsend. Honig und selber gestrickte Socken, Duftöle und Schafwollkissen, viele Materialien und Ideen zum Schmücken gab es.

Zu einem solchen Weihnachtsmarkt geht man auch nächstes Jahr wieder gerne in die Kutschenhalle nach Kloster Banz.

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