Weisendorf
Besuch

Indischer Bischof will sich bei den Weisendorfer "Zubzas" bedanken

Bei den Weisendorfer Zubzas und der Marktgemeinde hat sich hoher Besuch angekündigt. Vom 11. bis 13. Mai wird James Thoppil, Bischof von Kohima, dem Zubza-Hilfswerk "Hand in Hand fürs Nagaland" einen ...
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Anita und Ernst Klimek besuchten im vergangenen Jahr gemeinsam mit Bischof James Thoppil das Waisenhaus St. Joseph in Dimapur. Foto: privat
Anita und Ernst Klimek besuchten im vergangenen Jahr gemeinsam mit Bischof James Thoppil das Waisenhaus St. Joseph in Dimapur. Foto: privat

Bei den Weisendorfer Zubzas und der Marktgemeinde hat sich hoher Besuch angekündigt. Vom 11. bis 13. Mai wird James Thoppil, Bischof von Kohima, dem Zubza-Hilfswerk "Hand in Hand fürs Nagaland" einen Besuch abstatten und die enge Verbundenheit zwischen Weisendorf und Sechü-Zubza besonders würdigen. Das Bistum Kohima ist eine in Indien gelegene römisch-katholische Diözese mit Sitz in Kohima.

Der Bischof möchte den zahlreichen Unterstützern und Sponsoren aus Weisendorf und der näheren Umgebung in der Nagasprache "Nphezhie ho" und damit "Danke" sagen, berichtet dazu Zubza-Sprecher Ernst Klimek. Der Bischof will sich auch mit den Teilnehmern der Weisendorfer Delegation treffen, die im vergangenen Jahr das Nagaland besuchte.

Bisher konnten mit Spenden aus Weisendorf über 24 Hilfsprojekte in enger Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos im Nagaland beendet werden. Dort wo Schule keine Selbstverständlichkeit ist, gelang es bis heute, dank der zahlreichen Pateneltern 127 Kindern den Schulbesuch mit 90 Euro pro Jahr zu ermöglichen. Das bisher größte Projekt: Vor fünf Jahren erfolgte der Schulbau in Peducha (etwa fünf Kilometer von Sechü-Zubza entfernt), dort werden 150 Kinder unterrichtet.

Hilfe für "vergessene Region"

Das Zubza-Projekt ist das einzige Hilfsprojekt, das sich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern um die Menschen und besonders die Kinder in der Bergregion kümmert, die oft einen stundenlangen Fußmarsch für den Besuch der Don-Bosco-Schulen auf sich nehmen müssen. Das Leben in den abgelegenen Dörfern im bergigen Nagaland ist sehr entbehrungsreich und von extremer Armut, aber auch Analphabetismus gekennzeichnet. "So eine massenhafte Armut habe ich noch nie gesehen und es berührt mich sehr, unter welchen schlechten Bedingungen hier Menschen leben müssen", erzählte Klimek von den Besuchen im Nagaland. Deshalb freuen sich die Zubzas darüber, dass es in Weisendorf Menschen gibt, denen es gelingt, über den Tellerrand hinauszuschauen und das Zubza-Hilfsprojekt bewusst unterstützen.

Höhepunkt des Bischofsbesuches wird der Samstag-Vorabendgottesdienst sein. Am 11. Mai wird der Bischof in der Pfarrkirche St. Josef in Konzelebration mit Pfarrer Johannes Saffer um 19.30 Uhr die Eucharistie feiern. Bischof Thoppil wird auch am folgenden Sonntag um 10.30 Uhr die Predigt übernehmen und von der besonderen Situation, der extremen Armut der Menschen im Nagaland, einer "vergessenen Bergregion", erzählen. Ebenso freut er sich auf die Begegnungen und Gespräche mit der Pfarrgemeinde.

Am Montag, 13. Mai, wird der Bischof die Grundschule besuchen, wo das Zubza-Projekt vor zwölf Jahren in einer vierten Klasse seinen Ursprung hatte. Die allgegenwärtige extreme Armut im Nagaland berührte schon damals die Kinder der Grundschule sehr. Zunächst entstanden Brieffreundschaften, dann begann die Unterstützung durch Hilfsprojekte, zum Beispiel mit dem Verkauf von Solibroten und durch Erlöse von Veranstaltungen, Ausstellungen und Projekten. Der Bischof wird sich auch die Zubza-Ausstellung in der Grundschule anschauen und, bevor er sich am Nachmittag in Bamberg mit Erzbischof Ludwig Schick trifft, sich im Rathaus ins Goldene Buch des Marktes Weisendorf eintragen.

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