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Weißenbrunn
Kulinarik

In Weißenbrunn wird am 22. August das erste Genussfest der Region stattfinden

Weißenbrunn — Er ist verliebt und das hat ihn inspiriert. Und es brachte Mario Kellner aus Weißenbrunn auf eine geniale Idee: "Wir werden in Weißenbrunn das erste Genussfest der Region Oberfranken abh...
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Sie möchten gemeinsam das erste Genussfest der Region abhalten (von links): Initiator und Genussbotschafter Mario Kellner, Geschäftsführer Norbert Heimbeck und Bürgermeister Egon Herrmann. Foto: Maria Löffler
Sie möchten gemeinsam das erste Genussfest der Region abhalten (von links): Initiator und Genussbotschafter Mario Kellner, Geschäftsführer Norbert Heimbeck und Bürgermeister Egon Herrmann. Foto: Maria Löffler

Weißenbrunn — Er ist verliebt und das hat ihn inspiriert. Und es brachte Mario Kellner aus Weißenbrunn auf eine geniale Idee: "Wir werden in Weißenbrunn das erste Genussfest der Region Oberfranken abhalten." Verliebt ist er nämlich in regionale Produkte, die man essen kann. Mit seiner Idee rannte er bei Geschäftsführer Norbert Heimbeck von der Genussregion Oberfranken sperrangelweit geöffnete Türen ein. Der Gedanke, der die beiden nicht mehr loslassen sollte, wird am 22. August von 9 bis 17 Uhr in die Tat umgesetzt - und zwar in und um die Leßbachtalhalle.

Eine Naschmeile soll es zum Beispiel in der Halle geben und Genussbotschafter Mario Kellner schwärmt schon jetzt von den Produkten, die man anbieten möchte. "Deftig wird's und süß", meint er und schmunzelt voller Vorfreude. Etwa 35 bis 40 Stände sollen aufgestellt werden und im Geiste sieht er dabei schon die Gäste, wie sie von Stand zu Stand schlendern und ihren Gaumen verwöhnen lassen. Und vielleicht riecht er auch schon den aromatischen Duft, der dann den Köstlichkeiten entströmt. Möglich werde das alles für jeweils einen kleinen Unkostenbeitrag, den man zahle. "So kann man sich einmal quer durch die Region essen und bei dieser Gelegenheit auch mit den Anbietern sprechen. Und die Produkte können käuflich erworben werden." Er selbst tüftelt regelmäßig an "genusstechnischen Nischenprodukten". Hinter diesem sperrigen Namen verbergen sich dann zum Beispiel Würzmittel wie Steinpilz- oder Wildkräutersalz.

Einen Überblick über die Anbieter verschaffte Norbert Heimbeck: "Wir haben Biolandwirte, Mitglieder der Genussregion Oberfranken, die 23 oberfränkischen Genussorte, Freunde der Slow-Food-Bewegung sowie Touristiker eingeladen." Beim Stichwort Touristiker hakt Mario Kellner ein: "Die unterschiedlichen Genussorte sollen sich abwechselnd auf der Empore präsentieren."

Nicht nur Heimbeck ist sich der Tatsache bewusst, dass Regionalität von den Menschen noch höher als Ökologie eingestuft wird. "Außerdem haben wir einen deutlichen Anstieg im Bereich der Biolandwirte." Er ist Fan der Wochen- und Bauernmärkte und macht sich für den Kontakt vom Verbraucher zum Produzenten stark. Wobei Produzent bei ihm gleichbedeutend mit Lebensmittelhandwerker sei. "Die Regionalität schlägt bei vielen Themen durch. Es gibt zum Beispiel die Kartoffelkirchweih oder den Bratwurstgipfel. Und es gibt noch viele andere Gelegenheiten, bei denen die örtliche Kulinarik eine große Rolle spielt. Mit dem Genussfest bieten wir eine Plattform für Regionalität und gegen den industriellen Trend." Oft genickt hatte dabei Bürgermeister Egon Herrmann. Er findet den Gedanken spannend und sichert kommunale Unterstützung zu. "Das ist eine hervorragende Werbung für unsere Gemeinde und für den ganzen Landkreis. Die Vermarkter müssen verstärkt nach außen gehen, sich entsprechend präsentieren. Und genau das wollen wir ihnen ermöglichen."

Mit dem Schlusssatz bringt es Heimbeck auf den Punkt: "Wir brauchen nicht nur Handwerker, wir brauchen auch Mundwerker."

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