Bamberg

In Viertel 3 Spiel gedreht

Die Bamberger steigern sich nach der Pause und bleiben mit dem 97:90-Sieg in Gießen in der Erfolgsspur.
Artikel drucken Artikel einbetten
Louis Olinde, hier bewacht vom Gießener Larry Gordon, sucht einen Mitspieler, zu dem er den Ball passen kann. Foto: Harald Friedrich
Louis Olinde, hier bewacht vom Gießener Larry Gordon, sucht einen Mitspieler, zu dem er den Ball passen kann. Foto: Harald Friedrich

Brose Bamberg bleibt unter dem neuen Cheftrainer Federico Perego national weiter ungeschlagen. Seit der Italiener das Zepter von Ainars Bagatskis übernommen hat, feierte der Pokalsieger sechs Siege in Folge. Nach einer von der Offensive geprägten ersten Halbzeit, in der die Gießener leichte Vorteile besaßen und mit einer 51:47-Führung in die Kabine gingen, wendeten die Bamberger im dritten Viertel (29:19) das Blatt und feierten am Samstag mit ihren 40 Fans in Gießen einen verdienten 97:90-Erfolg.

Während zunächst Tyrese Rice (er erzielte elf seiner 19 Punkte in den ersten zehn Minuten) eine starke Vorstellung ablieferte, drehte in der zweiten Spielhälfte Augustine Rubit (16 der 25 Zähler nach der Pause) auf und führte das Brose-Team auf die Siegerstraße. Für den herausragenden Power Forward war die Steigerung in der Verteidigung der Schlüssel zum Erfolg: "Wir haben, nachdem wir in der ersten Halbzeit 51 Punkte zugelassen hatten, in der Abwehr eine Schippe drauf und so den Grundstein für den Sieg gelegt. Wir müssen aber weiter hart arbeiten, denn es warten schwere Aufgaben auf uns."

Bereits am Mittwoch (20 Uhr) sind die Bamberger im Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel gegen Banvit Bandirma in der Brose-Arena gefordert, sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der Türkei zu verschaffen.

Die offensivstarken Mittelhessen, die in der ersten Halbzeit vor allem mit Brandon Thomas ein Dreier-Feuerwerk abgebrannt hatten, erzielten nach der Pause nur noch 39 Punkte. Außerdem forcierte der Pokalsieger bei den Hausherren nach dem Seitenwechsel elf Ballverluste, gewann das Reboundduell mit 35:26 und sicherte sich am offensiven Brett zwölf Abpraller.

Bei den Hausherren ragte einmal mehr John Bryant mit 28 Punkten und zehn Rebounds heraus. Dennoch boten Rubit, aber auch Elias Harris und Cliff Alexander gegen "Big John" unter den Körben eine starke Leistung und nutzten in der Offensive ihre Beweglichkeit gegen den MVP-Kandidaten, der nach dem Seitenwechsel auf Grund von Foulproblemen nicht mehr so effektiv war.

Bankspieler sorgen für Schwung

Das Perego-Team nutzte in dieser lange umkämpften Partie einmal mehr seine Erfahrung und mannschaftliche Geschlossenheit: Nach 28 Minuten erkämpfte sich der Gast in der Sporthalle Ost durch einen Rubit-Dreier eine 67:64-Führung und baute diese bis Mitte des Schlussviertels auf 89:72 aus. In dieser Phase hinterließen die von der Bank gekommenen Daniel Schmidt und Ricky Hickman im Spielaufbau einen starken Eindruck, der talentierte Louis Olinde sammelte zahlreiche Rebounds ein.

"Um ehrlich zu sein, war ich nach dem Pokalfinale etwas besorgt wegen dieser Partie. Nach unserem Pokaltriumph und 15 Tagen Länderspielpause war Gießen der ungünstigste Gegner für uns, da sie mit viel Talent spielen und ziemlich schnell viele Punkte erzielen, wenn man nicht fokussiert bei der Sache ist. Wir haben aber alles investiert, um das Spiel zu gewinnen. Deshalb gratuliere ich meinem Team zu diesem Sieg", betonte Perego.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren