Heiligenstadt
teuchatz.inFranken.de  Manfred Ott ist als Vorstandsvorsitzender der DJK zurückgetreten. Seine Nachfolge tritt Alexander Stöcklein an.

In Teuchatz bricht eine neue Ära an

"Teuchatz ist wohl klein, aber sportlich ist hier einiges geboten", meinte Manfred "Manni" Ott, der als Vorstandsvorsitzender der DJK Teuchatz zurückgetreten ist. Seit 2001 leitete Ott die Geschicke d...
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Sie machen Platz für die Jungen: Johann Möhrlein, Manfred Ott und Georg Stöcklein mit Erinnerungsalben.  Foto: Carmen Schwind
Sie machen Platz für die Jungen: Johann Möhrlein, Manfred Ott und Georg Stöcklein mit Erinnerungsalben. Foto: Carmen Schwind

"Teuchatz ist wohl klein, aber sportlich ist hier einiges geboten", meinte Manfred "Manni" Ott, der als Vorstandsvorsitzender der DJK Teuchatz zurückgetreten ist. Seit 2001 leitete Ott die Geschicke des Vereins. Für dieses Engagement wurde er nun zum Ehrenvorstand ernannt.

"In unserer 50-jährigen Geschichte gab es keinen Zweiten, der das Regiment länger führte", betonte sein Nachfolger Alexander Stöcklein. Er ergänzte: "Für uns wird Ott als der Macher in die Geschichtsbücher der DJK Teuchatz eingehen."

Ott war bereits vor 2001 in der Vorstandschaft aktiv. Und wie kam er zum Verein? "Ich hab‘ das Bier geliefert", witzelt er. Seine vier Söhne spielten im Verein. "Ich selbst hab‘ mit 47 Jahren angefangen, Fußball zu spielen. Für 15 Minuten. Das hat gereicht", erzählt Manfred Ott und denkt über die Projekte nach, die während seiner Zeit als erster Vorsitzender umgesetzt wurden: unter anderem der Kauf der alten Schule, der Bau der Versorgungsleitung zur Sportplatzbewässerung, der Bau der Flutlichtanlage am dritten Platz oder der Bau der Bewässerungsanlage am zweiten Platz.

Arbeit wurde immer mehr

"Alle Jahre wurde die Arbeit mehr", erinnert er sich und antwortet auf die Frage, was seine Frau von dem Posten hielt: "Begeisterung wäre übertrieben".

Das bestätigt auch Georg "James" Stöcklein, der nach 29 Jahren als zweiter Vorsitzender zurückgetreten ist: "Meine Frau war in der Zeit auch nicht begeistert, dass ich so viel für den Verein unterwegs war." Bevor er 1990 zum zweiten Vorstand gewählt wurde, war er ein Jahr dritter Vorstand und davor bereits zwei Jahre Mitglied des Vereinsausschusses.

"Na ja, damals ist Georg Fuchs zurückgetreten und der zweite Vorstand Erhard Huber rückte nach. Ich wurde zweiter", erinnert sich Stöcklein. "Unter seinen Fittichen standen sage und schreibe 27 Rosenmontagsbälle, ebenso viele Sportlerkerwas, 28 Weihnachtsfeiern, sowie unzählige Wein- und Bockbierfeste und Jubiläumsfeiern", verrät Sohn Alexander Stöcklein. Er erzählt, dass er als Kind immer dabei war: "Wenn ich den Papa gesucht habe, wurde ich auf dem Sportplatz fündig." Weiter erzählt er, dass Georg Stöcklein anlässlich der 50. Wiederkehr der Vereinsgründung mit der höchsten Auszeichnung des DJK-Dachverbandes, dem Carl-Mosterts-Relief, geehrt wurde. "Er war der Pionier in Sachen Zeltplatz und übernimmt noch heute die komplette Betreuung unserer Gäste vom Eintreffen bis zu ihrer Abreise", berichtet Alexander Stöcklein. Er ist stolz auf seinen Vater, der jetzt seinen Posten räumt und den Weg frei macht für eine neue Generation.

Zur ersten Generation gehört Johann "Hans" Möhrlein, eines der Gründungsmitglieder des Vereins, der zuletzt als Kassier tätig war und nach 15 Jahren Abschied aus der Vereinsführung nimmt. "1968 waren wir junge Kerle, so um die 21, und spielten einfach so Fußball", erinnert er sich. Bei einem Freundschaftsspiel kam dann die Idee auf, einen Verein zu gründen. "Wir hier oben auf dem Jura halten immer zusammen", meint Möhrlein und erzählt, dass die Vereinsgründung nicht einfach war, da die jungen Leute nicht genau wussten, wie das so abläuft und welche Ämter zu besetzen sind. "Wir waren halt junge Burschen vom Dorf und nicht viel draußen in der Welt", erzählt er. "Aber Fußball war unser Leben. Im Winter haben wir gar nicht gewusst, was wir anstellen sollen." Und noch heute sei es so, dass Leute zu Fußballspielen kämen, nur um miteinander zu kommunizieren. Bei aller Euphorie und dem Tatendrang angesichts der unzähligen Projekte habe er es sich zur Aufgabe gemacht, "die Vereinsführung ab und an wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen", verrät Alexander Stöcklein.

Nachdem die drei "Urgesteine" zurückgetreten waren, musste neu gewählt werden. Erster Vorstand ist nun Alexander Stöcklein, sein Stellvertreter Felix Schick und Frauenbeauftragte Maria Kraus. Schriftführer wurde Anton Schick, Hauptkassier Daniel Stenglein, Hauptjugendleiter Reinhold Söhnlein und als Geistlicher Beirat fungiert Pfarrer Christian Kaiser. Carmen Schwind

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