Steinbach am Wald
Bürgerversammlung

In Steinbach am Wald geht es mit großen Schritten voran

Steinbach —  Von einem arbeitsreichen Jahr sprach Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) in der Bürgerversammlung. "Wir haben aktuell eine Förderkulisse, wie es sie zuvor so wohl noch nicht gegeben hat", ...
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Bei der Bürgerversammlung wurde der neue Slogan der Gemeinde Steinbach am Wald "verbindlich" vorgestellt. Das Bild zeigt Bürgermeister Thomas Löffler (links) mit seinem Gemeinderat. Foto: hs
Bei der Bürgerversammlung wurde der neue Slogan der Gemeinde Steinbach am Wald "verbindlich" vorgestellt. Das Bild zeigt Bürgermeister Thomas Löffler (links) mit seinem Gemeinderat. Foto: hs

Steinbach —  Von einem arbeitsreichen Jahr sprach Bürgermeister Thomas Löffler (CSU) in der Bürgerversammlung. "Wir haben aktuell eine Förderkulisse, wie es sie zuvor so wohl noch nicht gegeben hat", würdigte er. Damit böten sich unzählige Möglichkeiten für die Umsetzung zukunftsweisender Projekte. Hierzu zählten das Dorfhaus Kehlbach, die Dorfscheune Windheim, die Generalsanierung der alten Schule Hirschfeld sowie die Leuchtturmprojekte Freizeit- und Tourismuszentrum Steinbach und die Attraktivierung des Ölschnitz-Sees Windheim. Die laufenden städtebaulichen Voruntersuchungen stellten eine große Chance für Steinbach dar, insbesondere auch für die Überarbeitung des Bahnhofsbereichs.

"Kommunikation ist das A und O. Die Verwaltung steht unseren Bürgern immer offen", bekundete Löffler, der auch auf die neugestaltete Homepage und den Facebook-Auftritt der Gemeinde verwies. Personalmäßig sei man gut aufgestellt. Nach über 40 Jahren werde Kämmerer Karl-Heinz Häusler im Dezember 2019 in den Ruhestand treten. Im nächsten Monat soll die Entscheidung über seine Nachfolge fallen.

Die Bürgerschaft zeige großes Engagement. Davon zeugten zahlreiche kulturelle Angebote. Für die hervorragende Flüchtlingsarbeit dankte er Drittem Bürgermeister Klaus Neubauer (SPD). "Es gibt keine Probleme", führte Neubauer aus und dankte seinen Helferinnen Laura Zipfel und Birgit Mildenberger. Bei den Flüchtlingen handele es sich durchwegs um Familien. Gesucht werden weitere Ehrenamtliche, insbesondere auch für Deutschunterricht sowie adäquater Wohnraum.

Klagen über Gestank

In der Diskussionsrunde gab es eine Hand voll Wortmeldungen. Anwohner beklagten Gestank und Rauch in der Saarbrunnenstraße durch eine zugezogene Familie. Wie der Bürgermeister bestätigte, handele es sich - laut dem Schlotfeger - um eine nicht legal betriebene Feuerstelle. Man habe bereits das Gespräch mit dem Eigentümer gesucht wie auch mit dem Landratsamt und der Polizei. Diese werde man von den neuerlichen Beschwerden in Kenntnis setzen.

Gefragt wurde nach den in der Gemeinde aufgrund der verschiedenen Netze abweichenden Wasserpreisen. In Steinbach liegen diese bei 2,57 Euro je Kubikmeter bei einer Grundgebühr von 48 Euro sowie in den Ortsteilen bei 2,95 Euro bei einer Grundgebühr von 108 Euro. Angeregt wurde eine Verlagerung des Mitfahrerbänkla auf die andere Seite des Kreisels bzw. in den Bereich Apotheke.

Nach der Umnutzung des Jugendraums für den Kinderhort wurden neue Räumlichkeiten für die Jugend in Steinbach angemahnt. Die Jugendlichen könnten, so Löffler, auf die Heinrichsklause ausweichen. Es laufen bereits Entwurfsplanungen für ein neues Domizil. Vorstellbar wäre das Milchhäusla.

Eingangs der Sitzung stellte Margarita Volk-Lovrinovic das Projekt Kommunalmarketing vor, an dem sich Steinbach seit Juli 2017 - als eine von drei Modellgemeinden - beteiligt. Mit dem Projekt unter Trägerschaft von "Kronach Creativ" möchte man mehr bürgerschaftliches Engagement in der Bevölkerung wecken. Um dies zu erreichen, habe man sich intensiv mit Stärken und Herausforderungen sowie Chancen und Potenzialen der Großgemeinde auseinandergesetzt. Die Projektverantwortliche bescheinigte Steinbach - als attraktiver Wohn- als auch Arbeitsort - eine positive Entwicklung. Aus den Ergebnissen der Stärken- und Schwächenanalyse entwickelte man einen Aktionsplan mit den drei wesentlichen Säulen "Miteinander wachsen", "Generationen-Vielfalt leben/gestalten" und "Gemeindefamilie stärken". Unter Einbindung einer Marketingagentur wurde als Kommunikations- und Handlungsbotschaft zur Aktivierung von Bürger-Engagement der Slogan "verbindlich" entwickelt. Verbindlich daher, weil die Menschen verbindlich zueinander sowie zu ihrer Heimat und ihrem Wort stünden, die Gemeinde Generationen ebenso verbinde wie Ökologie und Ökonomie, Steinbach die Verbindung der Kommunen der Rennsteigregion darstelle und die hier lebenden Menschen verbinde. Nunmehr suche man Menschen, die diesen Slogan mit Leben erfüllten: Ideengeber, Macher, Botschafter und auch Freiwillige als Fotomotiv für ein Plakat.

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