Haßfurt

In seinem Leben kommt "was zam"

Der Kabarettist Klaus Karl-Kraus zog in seinem neuen Programm "zam" in der Rathaushalle eine Zwischenbilanz über sein abwechslungsreiches Leben. Sein Fazit am Ende eines humorvollen, aber auch nachden...
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Klaus Karl-Kraus begeisterte das Haßfurter Publikum. Foto: Elke Englert
Klaus Karl-Kraus begeisterte das Haßfurter Publikum. Foto: Elke Englert

Der Kabarettist Klaus Karl-Kraus zog in seinem neuen Programm "zam" in der Rathaushalle eine Zwischenbilanz über sein abwechslungsreiches Leben. Sein Fazit am Ende eines humorvollen, aber auch nachdenklichen Abends: "Lerne zu lieben".

Von Beginn an zeigten sich die Zuhörer vom waschechten Franken begeistert. Mit Blick auf das neue VHS-Heft der Stadt Haßfurt meinte er: "Da kommt was zam" - so wie in seinem eigenen Leben auch. So habe der erste Zungenkuss nach gar nichts geschmeckt. "Als 15-Jähriger dachte ich, der macht schwanger." Seine Mutter habe nicht selten "Hundsgrübbl" zu ihm gesagt, heute bekämen die Kids der Bachblüteneltern ein Müsli zum Frühstück.

Als Dozent an der Uni stelle er immer wieder fest, dass es keine Indianer mehr gebe, sondern nur noch Häuptlinge, so KKK. Die jungen Menschen hätten keine Lust mehr auf Handwerksberufe, sondern wollten nur noch studieren. Als er erfuhr, dass in der ersten Reihe ein junger Metzger saß, band er ihn sofort ins Programm ein.

Ebenso erwähnenswert waren seine "Clubberer", denn diese hatten gerade den FC Bayern besiegt. Sofort legte er den Clubschal um, auch wenn es nur ein Freundschaftsspiel war.

Musikalisch stieg Karl-Kraus ein mit "Yesterday", schilderte sein Leben auf Fränkisch und gab als für alle aus: "All you need ist love".

Auch Nachdenkliches dabei

Aber da er nie auf der Stelle stehen bleibt, sorgte er mit einigen ernsten Themen für Nachdenklichkeit, unter anderem, mit dem Klimawandel, dem Unfrieden in der Welt sowie der "Überbevölkerung von Touristen in Städten wie Bamberg". Da mache es ihm keinen Spaß mehr, spazieren zu gehen.

Am Ende des überwiegend heiteren Programms fühlte sich mancher Zuhörer in der Rathaushalle so, als hätte ihn Klaus Karl-Kraus durch das eigene Leben geführt.

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