Sambach

In Sambach wird das Obst jetzt professionell im neuen Mosthaus gepresst

Für den Obst- und Gartenbauverein war es ein Kraftakt - nicht nur in finanzieller Hinsicht. Denn der Bau eines Mosthauses verlangte dem Vorstand und dem "ha...
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Pater Stefan segnet das Mosthaus des Sambacher Obst- und Gartenbauvereins.  Foto: Evi Seeger
Pater Stefan segnet das Mosthaus des Sambacher Obst- und Gartenbauvereins. Foto: Evi Seeger
Für den Obst- und Gartenbauverein war es ein Kraftakt - nicht nur in finanzieller Hinsicht. Denn der Bau eines Mosthauses verlangte dem Vorstand und dem "harten Kern" des 127 Mitglieder zählenden Vereins Einiges ab. Nun wurde das stattliche Haus durch den Ortsgeistlichen Pater Stefan gesegnet und die Einweihung mit einem Fest gefeiert.
Der 1976 gegründete Verein hat sich damit in der Ortsmitte von Sambach keineswegs ein Vereinsheim geschaffen. Den meisten Raum beansprucht die Obstpresse, zu der im vergangenen Jahr noch ein Obstzerkleinerer und eine Waschanlage hinzukamen.
Allein die beiden Anschaffungen verschlangen rund 11 000 Euro. Am Ende wird der Bau auf runde 60 000 Euro zu stehen kommen.


2500 Stunden ehrenamtlich

Wie Vorsitzender Gerhard Lechner bei der Einweihung berichtete, wurden etwa 2500 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet. 2013 wurde mit dem Bau, der eine Nutzfläche von etwa 70 Quadratmetern aufweist, begonnen.
Mit dem Baufortschritt richtete sich der Verein nach seinen Finanzen. "Bausteine" waren vor allem die Einnahmen aus der Beteiligung an der Ausstellung "Faszination Garten" (siehe auch Artikel rechts) und aus den jährlichen Grillfesten.
Das Grundstück stellte die Gemeinde Pommersfelden den Gartenfreunden auf Erbpachtbasis zur Verfügung. Auch den nach den Förderrichtlinien üblichen Investitionszuschuss von zehn Prozent steuerte die Gemeinde bei.
Um die finanzielle Lage zu verbessern, hatte Vorsitzender Lechner bereits 1995 für eine Obstpresse gesorgt. Sie war zunächst im alten Milchhaus untergebracht. Das war mit den Jahren so marode geworden, dass an einen neuen Standort gedacht werden musste.
Inzwischen bringen Hobbygärtner aus der ganzen Umgebung ihr Obst zum Pressen nach Sambach. Zwei Tonnen wurden nach Lechners Worten im vergangenen Jahr zu Saft gepresst.
Die Frage, "Wohin mit all dem Obst" stelle sich jetzt in Sambach nicht mehr, sagte Bürgermeister Hans Beck bei der Feier. "Der Obst- und Gartenbauverein hat die Antwort gebaut."


Mutige Entscheidung

Beck dankte den Verantwortlichen für den Mut, dieses Haus zu errichten. Es stecke viel Herzblut und Idealismus in diesem Neubau. Der Bürgermeister weiß aber auch sonst die Aktivitäten des Obst- und Gartenbauvereins zu schätzen: Beim Dekorieren von Festzelten ortsansässiger Vereine, beim Schmuck des Osterbrunnens oder dem Legen des Ernteteppichs. Nicht zuletzt sei das Stockbrot am Lagerfeuer im Rahmen des Ferienprogramms alljährlich ein Renner.
Für das Anlegen einer Streuobstwiese zwischen Sambach und Oberndorf habe der Verein vor etlichen Jahren sogar eine Auszeichnung erhalten.

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