Rauhenebrach
Gemeinderat

In Rauhenebrach wird gut verdient, in der Gemeinde läuft es rund

Trotz Rathaussanierung und Generalumbau der Kläranlage, Breitbandausbau und Kindergarten-Sanierung bleibt die Gemeinde Rauhenebrach 2018 schuldenfrei. Der Gemeinderat verabschiedete am Dienstag den Ha...
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Den ganzen Sommer über ist die Eiche am Schulgelände Untersteinbach schon abgesperrt, weil inzwischen die zweite Generation Eichenprozessionsspinner den Baum besiedelt. Am Freitag wurde erneut abgesaugt.
Den ganzen Sommer über ist die Eiche am Schulgelände Untersteinbach schon abgesperrt, weil inzwischen die zweite Generation Eichenprozessionsspinner den Baum besiedelt. Am Freitag wurde erneut abgesaugt.
Trotz Rathaussanierung und Generalumbau der Kläranlage, Breitbandausbau und Kindergarten-Sanierung bleibt die Gemeinde Rauhenebrach 2018 schuldenfrei. Der Gemeinderat verabschiedete am Dienstag den Haushaltsplan mit einem Gesamtvolumen von rund 7,3 Millionen Euro, davon entfallen 2,1 Millionen auf den Investitionshaushalt.
Bürgermeister Matthias Bäuerlein zeigte sich zufrieden, vor allem mit der erfreulich ansteigenden Gewerbesteuer-Einnahme, die sich im letzten Jahr der halben Million annäherte. Stabil hoch ist die Einkommensteuerbeteiligung von 1,35 Millionen Euro, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Rauhenebracher gut bezahlte Arbeitsplätze haben und kaum von Arbeitslosigkeit betroffen sind.


Es kommt und geht

Vom Land kommen Schlüsselzuweisungen von knapp 1,2 Millionen Euro. Nur knapp darunter liegt allerdings die Kreisumlage von 1,15 Millionen Euro, die Rauhenebrach abführt. Bei vorsichtigen Haushaltsansätzen rechnet die Kämmerei damit, eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von 434 340 Euro erwirtschaften zu können. Eine Darlehensaufnahme ist nicht vorgesehen, im Gegenteil können gut 60 000 Euro in die Rücklage fließen.


Rathaus, Kläranlage: fast fertig

Die größten Investitionsprojekte sind die fast abgeschlossene Rathaussanierung und der Generalumbau der Kläranlage, die kurz vor der Fertigstellung steht. Im Spätsommer wird der Umbau des Kindergartens Untersteinbach beginnen (300 000 Euro). Ein Drittel muss die Gemeinde selbst tragen. Dazu erklärte der Bürgermeister, dass sich der Umzug der beiden Kindergartengruppen in leer stehende Räume des Schulgebäudes verzögern wird, weil der neue Boden mit Verspätung geliefert wird.
250 000 Euro Eigenanteil hat die Gemeinde in den Breitbandausbau investiert. Etwa gleich hoch fällt der Eigenanteil im zweiten Schritt aus, in dem über das Bundesprogramm nochmals rund 800 000 Euro fließen, um auch die noch unversorgten Gemeindeteile und Einzelgehöfte direkt mit Glasfaser bis ins Haus zu erschließen. Da dies aber frühestens 2019 umgesetzt wird, hat der Haushalt da keinen Ansatz.
Zu dem Thema gab es Fragen aus dem Gremium, weil derzeit vor allem das mobile Datennetz Lücken aufweist. Das sei offenbar ein Problem der Telekom und ihrer Töchter, meinte Matthias Bäuerlein. Von der Telekom gab er eine Antwort-Mail weiter, in der klar wurde, dass es eine Handy-Versorgung für Fabrikschleichach in absehbarer Zeit nicht geben wird. Jedoch plant der Freistaat ein Sonderförderprogramm, für das sich Rauhenebrach bewerben will.
Der Haushaltsplan der Gemeinde Rauhenebrach mit der zugehörigen Satzung und dem Finanzplan wurde einstimmig verabschiedet.


Sauer über undichtes Schuldach

Eingangs ging es um die Sanierung des undichten Schuldaches. Schon mehrfach beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Dach, das auch schon mehrfach verändert wurde. Nun gibt es seit 2017 bei Starkregen wieder Wassereinbrüche. Seit Monaten läuft die Ursachenforschung, Lösungsansätze wurden diskutiert, doch das Titan-Zink-Dach hat wohl ausgedient. Die Emotionen kochten hoch, und so sahen sich die Vertreter der Fachfirmen bei ihren Sanierungsvorschläge plötzlich mit einer sehr schlechten Stimmung konfrontiert. Die Situation beruhigte sich wieder und eine empfohlene Dacheindeckung mit Kunststoffbahnen wurde geprüft, auch die Materialmuster. Eine Umsetzung noch heuer sei unrealistisch, erklärten alle Beteiligten, deshalb sollen die 700 Quadratmeter Dach wenigstens winterfit gemacht werden, um die Sanierung 2019 anzugehen. So hat der Gemeinderat ein bisschen Zeit, sich über die Art der Ausführung einig zu werden.
Nicht zum Zuge gekommen sei die Gemeinde im KIP-S, für das die Schulturnhalle angemeldet war, erklärte Matthias Bäuerlein. Die Sanierung über dieses Förderprogramm scheidet aus.
Abschließend informierte der Bürgermeister, dass die Eiche an der Schule nach wie vor vom Eichenprozessionsspinner befallen ist und nun zum zweiten Mal abgesaugt wird. Seit dem Frühjahr ist der Baum eingezäunt, damit die Kinder nicht in Kontakt mit den hautreizenden Nesselhaaren der Raupen kommen. Mit Baumfachleuten soll geklärt werden, ob 2019 Vorbeugung möglich ist, "ansonsten müssen wir drüber reden, ob eine Eiche noch ein geeigneter Baum für ein Schulgelände ist", so Matthias Bäuerlein.


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