Mainleus
naturschutz

In Mainleus sollen Blumenwiesen erblühen

Um für Bienen, Hummeln und andere Insekten einen reichhaltigen Lebensraum zu schaffen, hat der Markt das Projekt "Mainleuser Blumenwiesen" angestoßen. Die Biologin Kristina Schröter, die am Landratsam...
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Schon auf einem Quadratmeter kann man eine Blühfläche schaffen. Foto: Werner Reißaus
Schon auf einem Quadratmeter kann man eine Blühfläche schaffen. Foto: Werner Reißaus

Um für Bienen, Hummeln und andere Insekten einen reichhaltigen Lebensraum zu schaffen, hat der Markt das Projekt "Mainleuser Blumenwiesen" angestoßen. Die Biologin Kristina Schröter, die am Landratsamt für die Ausgleichszahlungen für den Naturschutz zuständig ist, freut sich, dass die ersten Päckchen mit Samen bereits verteilt werden konnten.

Bürgermeister Robert Bosch verwies bei einem Pressetermin auf das Bayerische Naturschutzgesetz, das vorgibt, Eingriffe in die Natur nach Möglichkeit zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, müssen sogenannte Ausgleichsflächen geschaffen werden. "Dann besteht für den Bauherrn die Pflicht, Ersatzzahlungen zu leisten, die in einen vom Staat verwalteten Naturschutzfonds fließen." Und in diesem Topf steckten auch erhebliche Mittel, die beim Bau von Windkraftanlagen im Gemeindegebiet gezahlt wurden. Diese Gelder will der Markt Mainleus jetzt abschöpfen. Das Wichtigste vorweg: Die Samen-Päckchen kosten nichts, sie werden einschließlich eines kleinen Insektenhotels aus dem Naturschutzfonds finanziert. Die einzige Bedingung ist, dass man sich damit einverstanden erklären muss, eine Blühfläche von mindestens zehn Quadratmetern im eigenen Garten anzulegen. Diese Fläche muss mindestens fünf Jahre erhalten und darf nur einmal im Frühjahr gemäht werden, so dass Insekten in den Stängeln überwintern und Vögel im Winter Nahrung finden können. Der Wert eines Pakets liegt bei knapp 32 Euro.

Kampf gegen Insektensterben

Günter Reif, Gartenbau-Kreisvorsitzender, zeigte am Beispiel seines Gartens in Kauernburg eine insektenfreundliche Gestaltung auf. Er hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für einen naturnahen Garten. Reif verwies auf das Insektensterben und sagte: "Wir müssen etwas tun, um diesen unheilvollen Rückgang zu stoppen."

Kristina Schröter stellte die Wichtigkeit der Insekten gerade für die Bestäubung der Pflanzen heraus. "Wir können unseren Garten so gestalten, dass wir fast ohne Schädlingskontrolle auskommen." Rei.

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