Kersbach
Stadtentwicklung

In Kersbach spricht die CSU über Isek

Der CSU-Ortsverband Kersbach lud die Kersbacher Vereinsvorsitzenden sowie die Bürgerinitiative "Lebenswertes Forchheim" ein, Ideen zu sammeln. Die CSU will ...
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Der CSU-Ortsverband Kersbach lud die Kersbacher Vereinsvorsitzenden sowie die Bürgerinitiative "Lebenswertes Forchheim" ein, Ideen zu sammeln. Die CSU will das Gesammelte in den Isek-Prozess (Integriertes Stadtentwicklungskonzept) einbringen, den der Stadtrat Ende September beschließen will.
Neben den Vereinsvertretern konnte der CSU-Ortsverbandsvorsitzende Hauke Haack unter anderem die Kersbacher Stadträte Ludwig Preusch (FW), Martina Hebendanz (CSU) und Reiner Freund (CSU) sowie den Fraktionsvorsitzenden der CSU, Udo Schönfelder, begrüßen.


Forderungen für den Verkehr

Vor allem drehten sich die Bedenken und daraus resultierenden Ideen der Kersbacher um den Verkehr. Unter anderem wurde ein Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Forchheim gefordert, so dass einfahrende Fahrzeuge abbremsen müssen und ausfahrende Fahrzeuge erst nach dem Kreisverkehr beschleunigen können. Am Ortsausgang Richtung Effeltrich wurde ein Verschwenk mit größerer Querungshilfe gefordert, der eine Temporeduzierung der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge erzwingt. Die Stadträte Reiner Freund und Ludwig Preusch forderten eine Aufwertung und Verschönerung des Ottilienplatzes im Ortskern. Weitere Themen waren eine mögliche Ortsumgehung und die schlechte Anbindung Kersbachs ans Radwegenetz. CSU-Vorsitzender Haack berichtete, dass er sich direkt bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) für einen Erhalt des halbstündigen S-Bahntakts stark gemacht habe. Der halbstündige Takt soll ab dem Fahrplanwechsel aufgrund der fristgerechten Inbetriebnahme der VDE 8-Bahnstrecke auf einen stündlichen Takt reduziert werden.
Leider blieben die mehrfach argumentativ ausgetauschten E-Mails ohne Erfolg. Genaue Zahlen, weshalb die Wahl der BEG auf Kersbach fiel und nicht etwa auf eine städtische Haltestelle in Erlangen, wo die S-Bahnhaltestellen gerade einmal einen Kilometer vom nächsten entfernt sind und somit ein vorübergehender Wegfall wesentlich einfacher durch Einsatz von Bussen kompensiert werden könnte, wurden nicht vorgelegt. Man versicherte lediglich, dass alles berücksichtigt wurde. Auch Versuche des Landkreises Forchheim, der Entscheidung der BEG entgegenzuwirken blieben erfolglos.
Nach Inbetriebnahme der neuen Gleise und der damit verbundenen Verlegung der S-Bahnhaltestelle Kersbach in den Sommerferien gibt es mittlerweile keine direkte Zufahrt mehr zur S-Bahnhaltestelle. Von dem neuen Pendlerparkplatz, den die Stadt errichten wird, ist noch nichts zu sehen. Der Bus aus Hausen und Heroldsbach hält weiterhin oben auf der Brücke, es gibt aber keine Treppe mehr von der Brücke zu den Gleisen. Wer am Kreisverkehr oder oben auf der Brücke nach einer Beschilderung zu den Gleisen sucht, sucht vergeblich.


Parkplatz lässt auf sich warten

Auch hier hat sich die Kersbacher CSU dafür eingesetzt, dass zumindest provisorische Fahrradständer aufgestellt und geeignete Beschilderung am Kreisverkehr angebracht wird. Die demontierte Treppe soll demnächst wieder auf der östlichen Seite aufgestellt werden. Der endgültige Pendlerparkplatz mit Fahrradständern, den die Stadt zu errichten hat, wird allerdings noch etwas dauern, da die Pläne erst im Stadtrat beschlossen werden müssen. Nach Auskunft des Stadtbauamtes soll die Bushaltestelle bereits nach Fertigstellung des Kreisverkehrs unter die Brücke verlagert werden, so dass ein schneller Zugang zu den Bahnsteigen möglich sein wird. Auch ein provisorischer Pendlerparkplatz soll auf der östlichen Seite durch die Bahn errichtet werden, so dass sich die Situation am Kersbacher Bahnhof bereits in den nächsten Wochen wieder deutlich verbessern wird. red

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