Fatschenbrunn
Eröffnung

In Fatschenbrunn gibt's bald einen Europäischen Kulturweg

Mit einem Dorffest begeht Fatschenbrunn am Sonntag, 2. Juni, die Eröffnung des Europäischen Kulturwegs. Zwei Jahre lang arbeiteten die Fatschenbrunner zusammen mit Fachleuten von der Universität Würzb...
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Uralte Birnbäume prägen die Flur rund um Fatschenbrunn. Foto: sw
Uralte Birnbäume prägen die Flur rund um Fatschenbrunn. Foto: sw

Mit einem Dorffest begeht Fatschenbrunn am Sonntag, 2. Juni, die Eröffnung des Europäischen Kulturwegs. Zwei Jahre lang arbeiteten die Fatschenbrunner zusammen mit Fachleuten von der Universität Würzburg an diesem Lehrpfad, der Besuchern und Einheimischen die Besonderheiten der Fatschenbrunner Kulturlandschaft näher bringen soll.

Es ist ein schöner Zufall, dass dieses Ereignis kurz nach den Europawahlen stattfindet. Ein kleines Dorf im Steigerwald als Synonym, worauf Europa aufbaut: kleine Strukturen als Keimzellen für das Große - und junge Leute, die mit Herzblut dabei sind. Tradition wird nicht nur bewahrt, sondern in die Zukunft geführt.

Hier in Fatschenbrunn haben sich Reste der alten Baumfelderkultur erhalten, hier stehen alte Birnbäume, deren Sorten fast verloren gegangen wären. Im Rahmen der Arbeit am Kulturweg wurde auch dieses Erbe gesichert, junge Bäume aus den alten gezogen und überall in der Flur gepflanzt.

Gottesdienst zu Beginn

Die Eröffnungsfeier beginnt am 2. Juni um 10.30 Uhr mit einem Freiluftgottesdienst im Hutzelhof Hümmer, den Pfarrvikar Andreas Hartung und die Kirchenband "Octavoice" gestalten. Anschließend wird der Kulturpfad offiziell eröffnet, unter anderem durch Bürgermeister Thomas Sechser und den Vorsitzenden das Naturparks Steigerwald, Johann Kalb. Musikalisch umrahmen Judith und Michael Weisel die Feier mit Harfe und Kontrabass. Ulla Schmidt und Gerrit Himmelsbach wollen um 13 Uhr bei einer Führung den Kulturpfad vorstellen und die einzelnen Stationen erläutern.

Den ganzen Tag über präsentiert sich der prämierte Genussort Fatschenbrunn vor allem mit Variationen von der Hutzel. Hier im Ort hat sich die Tradition, Dörrbirnen herzustellen und zu verarbeiten, noch erhalten; mit dieser Tradition wurde Fatschenbrunn in den Kreis des Immateriellen Kulturerbes der Unesco aufgenommen.

Die Besucher können auch erleben, wie ausgezogene Krapfen gebacken werden. Der Korbmacher Stefan Rippstein aus Sand zeigt, wie seit Hunderten von Jahren Därrhärrli aus Weiden geflochten werden. Am Nachmittag spielen die Zeller Musikanten. Die Damen des Leaderprojektes "Landkreis Haßberge Trachten" präsentieren in einer Modenschau ihre selbst geschneiderten Trachten.

Der Rundweg ist sechs Kilometer lang. Er verläuft vorwiegend auf Schotter- und Waldwegen und ist gut zu begehen. sw

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