Sand am Main

In drei Tagen lässt sich viel Gutes tun

Für die 72-Stunden-Aktion des BDKJ können sich jetzt Gruppen und Schulklassen anmelden. Die Sander Jugendfeuerwehr ist heuer zum vierten Mal dabei. Das Projekt ist aber noch streng geheim.
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Wenn schlechtes Wetter ist, muss man halt auch mal improvisieren. Dann wird die Spielhütte eben unter einem flugs aufgestellten Regenpavillon gestrichen! Unser Bild entstand 2016 in Sand am Abenteuerspielplatz (von links): Hier sind Lucas Reitz, Benjamin Altmannsberger und Leon Rippstein in Aktion. Fotos: Frank Winkler
Wenn schlechtes Wetter ist, muss man halt auch mal improvisieren. Dann wird die Spielhütte eben unter einem flugs aufgestellten Regenpavillon gestrichen! Unser Bild entstand 2016 in Sand am Abenteuerspielplatz (von links): Hier sind Lucas Reitz, Benjamin Altmannsberger und Leon Rippstein in Aktion. Fotos: Frank Winkler
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Man sieht das Schmunzeln durchs Telefon: Frank Winkler ist der "Cheffe" der Sander Jugendfeuerwehr und sagt: "Das macht megaviel Spaß." Er organisiert die heuer vierte "72-Stunden-Aktion", die die Sander Jugendfeuerwehr mit Tatkraft meistert.

Die bundesweite Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) startet heuer am 23. Mai. Kinder und Jugendliche engagieren sich unter dem Motto "Uns schickt der Himmel".

Für die Sander ist die 72-Stunden-Aktion kein Pflichttermin, sondern einfach "für den Gruppenzusammenhalt eine schöne Sache", wie es Winkler charakterisiert. Die Jugend arbeitet in diesen 72 Stunden zusammen, und am Abend geht es ins Feuerwehrhaus, wo man natürlich ein bisschen feiert und gemeinsam übernachtet. Es sind Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren mit dabei, und natürlich noch ein paar Erwachsene, die halt anpacken, wenn es nottut. Die Sander waren schon bei der Aktion dabei, als die noch gar nicht beim BDKJ angesiedelt, sondern eine Anregung des Kreisjugendrings Haßberge war. Damals gab es, wie Winkler erzählt, "72 Stunden Zeit für Helden". Und die Sander Jugendfeuerwehr stürzte sich mit Rieseneifer in das Drei-Tage-Projekt. Seither haben die Aktiven den Abenteuerspielplatz hergerichtet und Renovierungsarbeiten in den beiden Kindergärten St. Martin und St. Nikolaus geleistet. Mit dabei sind jedes Mal zwischen 23 und 27 Leute - und die schaffen was weg. "Man muss das dementsprechende Objekt aussuchen", schildert Winkler die Vorarbeiten, die er übernimmt. Er freut sich dabei über den Rückhalt durch die Gemeinde. Denn nicht nur gibt es da Unterstützung, wenn beispielsweise mal ein paar OSB-Platten fehlen - oder ein Traktor mit einer Schaufelladung voll Kies. Mit der Gemeinde wird auch über das Objekt gesprochen, dass die Jugendfeuerwehr angehen will. Ist natürlich erst einmal ein Geheimnis, "die halten alle dicht", sagt Winkler und lacht. Denn die Truppe erfährt erst am ersten Tag, wenn es losgeht, was sie zu tun hat. "Das macht das Ganze spannender." Dann aber läuft alles wie am Schnürchen. Frank Winkler taktet die Arbeiten recht genau ein und denkt möglichst an alles, was schiefgehen kann. Regen zum Beispiel. Da stellte 2016 man kurzerhand schützende Pavillons auf, damit darunter die Spielgeräte auf dem Abenteuerspielplatz gestrichen werden konnten. Schön findet Winkler, dass die kirchlichen Vertreter mit dabei sind, sie schauen vorbei, fragen, ob es läuft oder ob was fehlt - das ist Rückhalt, der die Dorfjugend motiviert. Und so werden die Sander auch in diesem Jahr wieder "Helden".

Anmelden im Internet

Gruppen, die an der 72-Stunden-Aktion teilnehmen wollen, können sich jetzt melden, wie der Pressedienst des Ordinariats Würzburg für den BDKJ mitteilt. Die Aktionen können völlig unterschiedlich sein: Ein Straßenfest organisieren, Grünflächen gestalten oder Klettergerüste bauen: Ab 23. Mai sollen Jugendgruppen eine gemeinnützige Aufgabe lösen. "Wir sind alle schon voller Vorfreude auf die Aktion und sprudeln vor kreativen Ideen. 2013 nahmen 119 Gruppen in Unterfranken teil, diese Zahl gilt es zu toppen", schreibt Vanessa Eisert, ehrenamtliche Vorsitzende im BDKJ-Diözesanvorstand und Mitglied der diözesanweiten Steuerungsgruppe. Interessierte Jugendgruppen können sich ab sofort im Internet auf der Homepage www.72stunden.de anmelden. Bei der "72-Stunden-Aktion" engagieren sich tausende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene drei Tage lang in sozialen Projekten und geben so dem Glauben Hand und Fuß. In diesem Jahr liegt der Fokus noch stärker auf sozialen Projekten. Neben Bauprojekten wie Klettergerüsten oder der Gestaltung von Grünflächen sollen Diskussionsrunden, Straßenfeste oder politische Aktionen für eine positive Entwicklung der Gesellschaft sorgen. Gruppen, die sich bis Donnerstag, 28. Februar, anmelden, erhalten Aktionskits. Darin befinden sich Arbeitsmaterialien zur Vorbereitung auf die Aktion, Armbänder, Tattoos oder Banner. kra/pow

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