Schneckenlohe
Gemeinderatssitzung

In der Gemeinde Schneckenlohe gilt ab 2020 eine neue Hundehalteverordnung

Die letzte Gemeinderatssitzung im Jahr 2019 verlief in Schneckenlohe ruhig und eher besinnlich. Auf der Tagesordnung fanden sich keinerlei "Aufreger". Überarbeitet wurden unter anderem aber die Hundeh...
Artikel drucken Artikel einbetten

Die letzte Gemeinderatssitzung im Jahr 2019 verlief in Schneckenlohe ruhig und eher besinnlich. Auf der Tagesordnung fanden sich keinerlei "Aufreger". Überarbeitet wurden unter anderem aber die Hundehalteverordnung und die Anpassung der Zuwendungen für Präsente der Gemeinde. Künftig möchte man in Schneckenlohe auch den Nachwuchs monetär begrüßen. 50 Euro plante der Gemeinderat dafür ein.

Zu allen anderen Jubiläen meinte Bürgermeister Knut Morgenroth (SPD): "Aus der Mode gekommen ist der klassische Präsentkorb. Ich überreiche im Namen der Gemeinde schon lange immer einen Steinachtal-Gutschein, der für viele Gelegenheiten einlösbar ist."

Es gibt Steinachtal-Gutscheine

Der Beschlussvorschlag sieht ab dem ersten Januar 2020 vor, dass jeweils zum 75. und zum 80. Geburtstag ein Gutschein über 25 Euro überreicht werden soll. Zum 90., 95. und 100. Geburtstag sowie bei goldenen Hochzeiten und noch höheren Ehejubiläen wird es künftig 50 Euro in Form des Gutscheins geben.

Was die neue Anpassung ebenfalls vorsieht, ist die Ehrung bei "Einser-Schulabschlüssen", die ebenfalls mit 50 Euro dotiert werden. Außerdem kann der Bürgermeister künftig bei besonderen Leistungen oder herausragenden Vereinsplatzierungen und Vereinsjubiläen im Einzelfall selbst entscheiden.

"Verordnung der Gemeinde Schneckenlohe zum Schutz der Öffentlichkeit vor Gefahren durch Hunde", lautete die Überschrift über der neuen Hundehaltungsverordnung. Was dahinter steckt, formulierte Morgenroth so: "Seit einigen Jahren kommen immer wieder Meldungen, dass durch Hunde, insbesondere durch Kampfhunde oder große Hunde Personen, vor allem Kinder, gefährdet, belästigt, verletzt oder gar getötet werden. Es kam vor, dass Hunde auf öffentlichen Verkehrswegen ohne Aufsicht unterwegs waren. Um solche Gefahren und eventuelle Verletzungen zu verhindern, wird diese Verordnung erlassen."

Festgelegt wurden Verbote und Leinenpflicht, Begriffsdefinitionen, Ausnahmen und Ordnungswidrigkeiten. Am Ende bat Morgenroth die Bevölkerung um Mithilfe: "Für die Durchsetzung dieser Verordnung ist immer auch ein aufmerksamer und hilfsbereiter Bürger notwendig, der Verstöße meldet und dafür auch unterschreibt." Die Verordnung soll ebenfalls ab dem ersten Januar 2020 ihre Gültigkeit erlangen.

Ein kurzer Abriss über den Stand bei der Neubeschaffung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) für die Feuerwehr in Beikheim hatte den Beschluss zur Folge, dass man einen Förderantrag nach den Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien bei der Regierung von Oberfranken stellen wird. Die Ausschreibung soll im Rahmen einer gemeinsamen Beschaffung mit weiteren Gemeinden erfolgen. Nach der Ausschreibung will die Gemeinde dann mit den anderen die Grundausstattung festlegen und das Fahrzeug bestellen. Im letzten Schritt soll es individuell eingerichtet werden. Den Preis bezifferte Morgenroth mit etwa 65 000 Euro. "Aber in den Dienst wird es wahrscheinlich erst Anfang 2021 genommen werden können."

Um Zufahrtsmöglichkeit bemüht

Noch etwas länger beschäftigen wird auch der Ausbau der Staatsstraße 2208 zwischen Beikheim und Mannsgereuth das Gremium. Hier betragen die Baukosten rund drei Millionen Euro, für die Gehsteige entfallen auf die Gemeinde Schneckenlohe etwa 80 000 Euro. Bemängelt wurde hier von einzelnen Gemeinderäten, dass man auf Vorplanungen nicht eingegangen sei und dass man doch ein gewisses Mitspracherecht haben müsse.

Gebilligt vom Gemeinderat wurde der Vorentwurf zwar, aber angeregt werden soll auf jeden Fall eine Zufahrtsmöglichkeit zwischen der neuen Staatsstraße und dem bestehenden Wirtschaftsweg. Hier müssten sonst die Landwirte einen Umweg von mehr als einem Kilometer in Kauf nehmen, wenn sie die landwirtschaftlichen Flächen auf der gegenüberliegenden Straßenseite anfahren wollen. Sorgen machte in diesem Zusammenhang auch die Gemeindestraße "Roter Hügel", die in einem spitzen Winkel in die Redwitzer Straße mündet. Vor allem für Linksabbieger, die aus dem "Roten Hügel" kommen und in Richtung Mannsgereuth abbiegen wollen, bestehe erhöhtes Gefährdungspotenzial. Die Gemeinde sucht jetzt nach einer Lösung, um die Situation zu entschärfen, und bat das Straßenbauamt um Unterstützung.

Das Erfrischungsgeld für die Kommunalwahl 2020 wurde auf 40 Euro pro Wahlhelfer festgesetzt.

Der kurze Jahresrückblick am Ende umfasste noch einmal alle Maßnahmen, die 2019 ihren Abschluss gefunden hatten oder kurz davor stehen. Nach der Aufzählung meinte Morgenroth: "Ein wirklich ereignisreiches Geschäftsjahr geht zu Ende. 2020 steht zunächst die Kommunalwahl im Vordergrund. Diese Veränderungen werden auch unser Gremium betreffen, da sich zwei jetzt noch aktive Gemeinderäte dann nicht mehr zur Wahl stellen. Ich bedanke mich bei allen für die konstruktive Zusammenarbeit und dafür, dass alle zum Wohle der Bevölkerung gehandelt haben." Eine gesunde Diskussionskultur und das Einbringen persönlicher und beruflicher Erfahrungen hätten zu besonnenen, ausgereiften und überlegten Entscheidungen geführt, die man sich oft nicht leicht gemacht habe, sagte Morgenroth.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren