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Forchheim

In der Corona-Krise Keimen den Kampf ansagen: Leitfaden zur häuslichen Hygiene

Nicht nur am Bahnhof oder anderen öffentlichen Einrichtungen, auch zuhause lauern Keime. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt auf ihrer Homepage einen übersichtlichen Leitfa...
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Nicht nur am Bahnhof oder anderen öffentlichen Einrichtungen, auch zuhause lauern Keime. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt auf ihrer Homepage einen übersichtlichen Leitfaden zur häuslichen Hygiene zur Verfügung (www.bzga.de). Die wichtigsten Tipps der Experten:

Chemie: Im Krankenhaus, in der Arztpraxis und in der Großküche sind sie ein Muss: Desinfektionsmittel, die bei sachgemäßer Anwendung bis zu 99,9 Prozent der Keime sicher töten. Im privaten Bereich macht der Einsatz solcher Mittel aber kaum Sinn, schon alleine wegen der fehlenden Sachkenntnis. Das Risiko ist größer als ein möglicher Nutzen; Hautschäden und Reizungen der Atemwege sind möglich. Und: Ein Desinfektionsmittel ist kein Putzmittel. Es wirkt nicht gegen Schmutz, und Schmutz ist der Nährboden für Keime.

Waschen: Früher wurde die Wäsche im Kessel bei 95 Grad gekocht und in der Sonne gebleicht, heute setzt man umweltschonend auf 30 Grad und sanfte Waschmittel. Die Wahrheit liegt in der Mitte: Bett- und Unterwäsche, Handtücher und Putzlappen sollten regelmäßig bei 60 Grad und mit Waschmitteln gewaschen werden, die Bleichstoffe enthalten. Dann reduziert die Wäsche die Zahl der Keime nachweisbar. Die 60-Grad-Wäsche sorgt auch dafür, dass sich in der Waschmaschine kein verkeimter Sumpf bildet.

Küche: Feucht, warm, Lebensmittelreste: Wenn man sich in ein Bakterium versetzt, wird klar, dass die Küche ein Paradies ist. Vor allem die Spüle und Behälter für Bio-Abfall schaffen idealen Nährboden für alle Arten von Keimen. Lappen sollte man regelmäßig waschen, besser noch austauschen, und nach der Benutzung locker aufhängen, damit sie trocknen können.

Toilette: Man kann es kaum glauben: Weder das WC noch die WC-Bürste sind erste Wahl für Keime: Hier wird oft mit viel Wasser gespült, Putzmittel eingesetzt. Bakterien oder auch Pilze (Schimmel) siedeln viel lieber da, wo der Putzlappen seltener zu Gast ist: auf senkrechten Wänden in der Dusche, den Fugen der Fliesen, dem Duschvorhang. Ebenso auf dem feuchten Schwamm in der Duschkabine.

Putzen: Der Handel bietet ein riesiges Arsenal an Putzmitteln, die angeblich auch "antibakteriell" wirken, aber der tatsächliche Nutzen dieser Wundermittel ist gering. Wirksam ist die Beseitigung von Schmutz als Nährboden für Keime. Wenn das regelmäßig geschieht, mit reichlich warmem Wasser und herkömmlichen Mitteln wie Schmierseife, fühlen sich Bakterien schon nicht mehr wohl. Der feuchte Lappen ist wirksamer als der Staubsauger, weil viele Geräte zwar Haare und Schmutz verschwinden lassen, mikroskopische Teilchen wie Schimmelsporen aber in der Luft verwirbeln. gf