Herzogenaurach
Jubelhochzeit

In der Arbeit und in der Ehe verbunden

Es ist schon eine Weile her, als sich Emma und Nordfried Rahe das Ja-Wort gaben, genau vor 60 Jahren am 15. Mai. Kennengelernt habe sie sich auf der Falkendorfer Kerwa 1956. Geheiratet wurde drei Jahr...
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Schwiegersohn Rainer, Tochter Heike, Schwiegertochter Christine, Georgios Halkias und Pflegerin Teresa (hinten v. l.) gratulierten Emma und Nordfried Rahe. Foto: Gabriela Ruyter
Schwiegersohn Rainer, Tochter Heike, Schwiegertochter Christine, Georgios Halkias und Pflegerin Teresa (hinten v. l.) gratulierten Emma und Nordfried Rahe. Foto: Gabriela Ruyter

Es ist schon eine Weile her, als sich Emma und Nordfried Rahe das Ja-Wort gaben, genau vor 60 Jahren am 15. Mai. Kennengelernt habe sie sich auf der Falkendorfer Kerwa 1956. Geheiratet wurde drei Jahre später in Buch bei Weisendorf. Ein Jahr später kam Tochter Heike auf die Welt und vier Jahre später Sohn Udo. 1965 zogen sie mit ihren Kindern nach Herzogenaurach. Das Ehepaar Rahe hat vier Enkelkinder, zwei Jungs und zwei Mädchen.

Emma Rahe stammt ursprünglich aus Breitenau/Sudetenland. Sie ist mit sechs Jahren mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter nach Herzogenaurach geflohen. Ihr Vater war bereits verstorben. Lange hat Emma mit ihrer Familie in der Hessenmühle gelebt. Mit 14 Jahren fing sie in einer Herzogenauracher Papierfabrik an zu arbeiten. Später war sie dann bei der Firma Schaeffler, erst bei den Teppichwerken, dann bei der Metallverarbeitung im Schichtdienst.

Nordfried Rahe kam wegen der Arbeit nach Herzogenaurach zur Firma Schaeffler Teppichwerke. Er ist gelernter Wollstoffmacher und Weber. Seine Lehre hat er in Bramsche/Osnabrück absolviert. Auch er floh als Neunjähriger mit seinen Eltern und zwei Schwestern aus Pommern nach Niedersachsen. Von 1956 bis 1993 war er bei Schaeffler als Weber und in der Metallverarbeitung tätig.

"Damit die Eltern für uns Kinder da sein konnten, haben sie immer in der Gegenschicht gearbeitet. Es war immer jemand für uns da," so Tochter Heike. Obwohl sie jetzt Hilfe brauchen, vor allem bei der Pflege von Nordfried, haben sie ihren Humor nicht verloren. Unter den Gratulanten war neben der Familie, Freunden und Nachbarn auch der Dritte Bürgermeister Georgios Halkias (Bündnis 90/Grüne) mit einer kleinen Aufmerksamkeit der Stadt Herzogenaurach.

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