Heßdorf

In den Seebachgrundgemeinden wird ab Januar das Wasser teurer

Sauberes Trinkwasser kommt in Deutschland einfach aus der Leitung. Doch für die Versorger wird die Aufbereitung immer komplexer und bei der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung ...
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Sauberes Trinkwasser kommt in Deutschland einfach aus der Leitung. Doch für die Versorger wird die Aufbereitung immer komplexer und bei der Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Seebachgruppe stand die Neukalkulation der Wassergebühren auf der Tagesordnung. Somit müssen sich die Gemeinden Weisendorf, Gro-ßenseebach und Heßdorf ab 1. Januar 2020 auf einen höheren Wasserpreis einstellen.

Wie Verbandsvorsitzender Bernhard Seeberger erklärte, liegen die letzten Kalkulationen der Beiträge und Gebühren schon länger zurück, und deswegen wurde die Kommunalberatung Bitterwolf mit der Erstellung einer Globalberechnung und der Durchführung der genannten Kalkulationen beauftragt. "Im Ergebnis wird - um kostendeckend zu arbeiten - eine deutliche Anhebung der Verbrauchsgebühren unabdingbar sein", erklärte der Verbandsvorsitzende. Die Kalkulation ergab eine Anpassung der Verbrauchsgebühr von bislang 1,43 je Kubikmeter auf nunmehr 1,87 Euro je Kubikmeter. Die Beitrags- und Gebührensatzung wird entsprechend angepasst.

Folgende Punkte beeinflussten das Jahresergebnis: Der Wasserverkauf hat sich im Jahr 2018 mengenmäßig um rund 45 000 Kubikmeter und wertmäßig um etwa 63 000 Euro erhöht. Baukostenzuschüsse wurden in der Größenordnung von 3000 Euro aufgelöst, dadurch verschlechtert sich die Ertragssituation, und es wurden Brunnensanierungen mit Kosten von 10 000 Euro durchgeführt, die Abschreibungen liegen bei knapp 150 000 Euro. Außerdem erhöhten sich die sonstigen Aufwendungen um 25 000 Euro.

Der Reinwasserverlust wurde mit rund 3,3 Prozent festgestellt (Vorjahr 3,4 Prozent), dieser Wert liege absolut im Rahmen. Der Zweckverband ist schuldenfrei; die Bankguthaben betragen 700 000 Euro und der Jahresverlust wird auf eine neue Rechnung vorgetragen. Das Stammkapital wird zugunsten der allgemeinen Rücklage um 500 000 Euro auf 1,5 Millionen Euro reduziert.

Erschließung in Heßdorf

Die Gemeinde Heßdorf hat die Erschließung des Baugebietes "Heßdorf-Süd" einem Erschließungsträger übertragen. Bestandteil der Erschließung ist auch die Herstellung der Wasserversorgungsanlagen. Diese Wasserversorgungsanlagen waren mit einer Kostensumme in Höhe von 343 417 Euro netto berechnet worden. Die Vergabesumme liegt bei 292 361 Euro netto. Die Verbandsversammlung genehmigte die Vereinbarung zwischen dem Zweckverband Seebachgruppe und dem Erschließungsträger.

Brunnen werden gereinigt

Wie Verbandsvorsitzender Seeberger mitteilte, müssen die Brunnen IV und VI regeneriert werden. Vier Firmen haben die Regenerierung nach dem Doppelpacker-Kolben-Verfahren, "bewegte Kammer" genannt, angeboten. Mit diesem aufwendigen technischen Verfahren werden die Filterschlitze gründlich gereinigt und freigelegt. Das Mindestgebot nach diesem Verfahren lag bei 37 806 Euro netto und das Höchstgebot bei 71 000 Euro. Zwei Firmen haben ein Hochdruckreinigungsverfahren angeboten. Dieses Verfahren berge die Gefahr, dass die bereits in den 70er Jahren eingebauten Rohre beschädigt werden können. Die bisherigen betrieblichen Erfahrungen hätten gezeigt, dass eine Reinigung im Hochdruckverfahren hauptsächlich zu einem oberflächlichen Reinigungserfolg führt. Nach Abwägung aller relevanten Gesichtspunkte wurde seitens der Betriebsleitung und des eingebundenen Geologen die Anwendung des technisch höherwertigen Doppelpacker-Verfahrens empfohlen, dadurch können auch die zeitlichen Intervalle für weitere Regenerierungen verbessert werden. Entsprechend dem Kostenangebot wurde die Firma Ochs Bohr GmbH aus Nürnberg mit den Regenerierungsarbeiten der beiden Brunnen nach dem Doppelpacker-Kolben-Verfahren beauftragt. Die Auftragssumme beträgt 37 806 Euro netto für beide Brunnen.

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