Laden...
Buttenheim

In Buttenheim tut sich was

Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) soll den Ort voranbringen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit Hilfe der Städtebauförderung will der Markt Buttenheim unter anderem das Umfeld des Rathauses (rechts im Bild) neu gestalten. Links das alte Buttenheimer Rathaus, das dann wohl abgerissen wird. Foto: Andrea Spörlein
Mit Hilfe der Städtebauförderung will der Markt Buttenheim unter anderem das Umfeld des Rathauses (rechts im Bild) neu gestalten. Links das alte Buttenheimer Rathaus, das dann wohl abgerissen wird. Foto: Andrea Spörlein

In der letzten Sitzung des Buttenheimer Marktgemeinderats wurde das vom Büro Schirmer Architekten + Städteplaner (Würzburg) erarbeitete Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) mit Voruntersuchung einstimmig beschlossen. Zuvor hatte die Räte noch die Anregungen der Träger öffentlicher Belange zu würdigen, bei denen es sich aber lediglich um Hinweise und nicht um grundsätzliche Einwände handelte. Einwände vonseiten der Bürgerschaft kamen keine. Das Konzept über 235 Seiten wurde in den letzten eineinhalb Jahren zusammen mit den Buttenheimer Bürgern, Expertenrunden, einer Online-Abfrage und Bürgerforen entwickelt.

45 Projekte sind in diesem Zusammenhang erarbeitet worden. Unterteilt wurden diese in "Ortsbausteine/Neue Nutzungen", "Ortsbild und öffentlicher Raum" und "Verkehr und Mobilität". Die Bandbreite der Ideen reichte dabei unter anderem über die Notwendigkeit eines Gestaltungshandbuchs und eines Gestaltungskonzepts für den öffentlichen Raum bis hin zu einem Beschilderungskonzept und einem Fuß- und Radwegekonzept.

Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Beseitigung des Leerstands im Kernort, Formen neuen Wohnens im Altort, die städtebaulich unbefriedigende Situation an den Ortseingängen Buttenheims und nachhaltige Mobilitätsangebote thematisiert. Gleiches gilt für den Neubau eines Bauhofs in Buttenheim, eines Wohnmobilstellplatzes und eines Besucher- und Pendlerparkplatzes sowie für die Parkplatzsituation in verschiedenen Bereichen der Marktgemeinde.

Die Aufwertung des Dorfgartens, das Bürgerzentrum Alte Schule und die Gestaltung des öffentlichen Raums am Neuen Rathaus und das Erlebniselement Wasser waren weitere wichtige Ideen.

Das Isek ist die rechtliche Grundlage zur Förderung von Maßnahmen und Projekten durch die Städtebauförderung. Diese sollen die Kommune langfristig und nachhaltig weiterentwickeln und sind auf zehn bis fünfzehn Jahre ausgelegt. Es soll zum Handlungsrahmen und zur Richtschnur für die zukünftige Entwicklung der gesamten Kommune werden. Nun geht es daran, konkrete Projekte zusammen mit der Städtebauförderung auf die Beine zu stellen und entsprechend der Haushaltslage umzusetzen. Es können auch durchaus neue Projekte dazukommen, wenn sie den Zielen des Isek entsprechen.

Missstände beseitigen

Darüber hinaus wurde das Sanierungsgebiet für den Altort Buttenheim formal festgelegt. Auf rund 33,8 Hektar können hier dann in der Zukunft mit Unterstützung der Städtebauförderung städtebauliche Missstände beseitigt werden. Dabei sind für den privaten Anlieger Fördermöglichkeiten möglich, so unter anderem durch steuerliche Vorteile. Die entsprechende Sanierungssatzung ist auf 15 Jahre befristet und kann bei Bedarf verlängert werden. In welches städtebauliche Programm der Markt Buttenheim aufgenommen wird, muss noch entschieden werden. Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) ist sich sicher, dass sich zahlreiche Projekte umsetzen lassen können, und dankte allen Beteiligten für ihre konstruktive Mitarbeit.

Der Bürgermeister teilte noch mit, dass die Planfeststellungsunterlagen für den sogenannten ICE-Ausbau (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 8.1.1) nochmals ausgelegt werden. Sie sind vom 30. März bis zum 29. April zu den üblichen Geschäftszeiten im Rathaus Buttenheim einzusehen. Die bereits im Verfahren gemachten Eingaben beziehungsweise Einwendungen bleiben bestehen.