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Immer weniger Asylbewerber

Die Zahl der in Unterfranken in staatlichen Unterkünften untergebrachten Asylbewerber ist im Jahresvergleich zum Vorjahr - entsprechend dem bundes- und landesweiten Trend - erneut zurückgegangen. Das ...
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Die Zahl der in Unterfranken in staatlichen Unterkünften untergebrachten Asylbewerber ist im Jahresvergleich zum Vorjahr - entsprechend dem bundes- und landesweiten Trend - erneut zurückgegangen. Das geht aus einer Pressemeldung der Regierung von Unterfranken hervor.

Waren am 10. Januar 2019 noch rund 6340 Asylbewerber in Unterfranken in staatlichen Unterkünften untergebracht, so sind es heute noch rund 5040 Flüchtlinge. Im Vergleich zum Jahresanfang 2019 sind dies über 1300 Personen weniger. Im Vergleich zum Jahresanfang 2017 sind dies sogar rund 6200 Asylbewerber weniger.

Wohnraum schaffen

Sie kommen aus 54 Nationen, allein in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg sind aktuell 32 Nationen untergebracht. Neben der sprachlichen Integration, der Beschulung und der sukzessiven Einbindung der anerkannten Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt stellen weiterhin die Schaffung und Bereitstellung von ausreichendem Wohnraum für die inzwischen anerkannten Flüchtlinge eine vorrangige Aufgabe dar, so die Regierung von Unterfranken. Hierzu leisteten die Kommunen einen wichtigen Beitrag, aber auch der Staat.

Mit niedrigem Einkommen

Mit dem staatlichen Sofortprogramm plant und baut der Freistaat Bayern mit seiner Bauverwaltung kurzfristig Wohnungen für anerkannte Flüchtlinge und Einheimische mit niedrigem Einkommen. In Unterfranken wurde im vergangenen Jahr in Höchberg das dritte Projekt mit elf Wohnungen für bis zu 62 Personen bezugsfertig. Somit stehen im Regierungsbezirk nun insgesamt 37 solcher Wohnungen für bis zu 175 Personen zur Verfügung. Anfang 2020 wird die vierte Wohnanlage in Ochsenfurt zum Bezug fertig sein und Mitte des nächsten Jahres mit Marktheidenfeld die Fünfte.

Umzug

Die Anker-Einrichtung Unterfranken (vormals Aufnahmeeinrichtung Schweinfurt) ist Mitte des vergangenen Jahres aus den Ledward-Barracks in der Stadt Schweinfurt in die Conn-Barracks im Landkreis Schweinfurt (Gemeinden Geldersheim/Niederwerrn) umgezogen.

Der Umzug der zentralen Ausländerbehörde (ZAB) wird sich anschließen, sobald die entsprechenden Umbaumaßnahmen der Gebäude in den Conn-Barracks abgeschlossen sind.

Die wenigsten kamen im Mai

Im Jahr 2019 wurden über die Anker-Einrichtung Unterfranken 1493 Asylbewerber erst-aufgenommen. Im gesamten Jahr 2018 waren es 1976 Asylbewerber, 2017 noch 2222 Asylbewerber, 2016 noch 3392 Asylbewerber. Zum Vergleich: 2015, waren es allein im zweiten Halbjahr 16 521 Asylbewerbergewesen.

Der aufnahmestärkste Monat in 2019 war der Januar mit 203 Personen, der aufnahmeschwächste Monat der Mai mit 77 Personen. Die Anker-Einrichtung Unterfranken ist weiterhin für folgende Schwerpunktländer zuständig: Elfenbeinküste, Algerien, Somalia, Armenien und Nigeria. ruf

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