Burgebrach

Im Zentrum der Digitalisierung stehen

So einen großen Andrang an Ehrengästen und Besuchern haben die Grund- und die Mittelschule Burgebrach schon lange nicht mehr erlebt: Beinahe symbolträchtig am weltweiten "Friday for Future" wurde eine...
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Den trommelnden Kindern lauschen (hinten v. l.) Anna Stolz, Staatssekretärin im Kultusministerium, und die beiden Schulleiter Jürgen Poppendörfer (Mittelschule) und Edith Kleber (Grundschule).  Fotos: p
Den trommelnden Kindern lauschen (hinten v. l.) Anna Stolz, Staatssekretärin im Kultusministerium, und die beiden Schulleiter Jürgen Poppendörfer (Mittelschule) und Edith Kleber (Grundschule). Fotos: p

So einen großen Andrang an Ehrengästen und Besuchern haben die Grund- und die Mittelschule Burgebrach schon lange nicht mehr erlebt: Beinahe symbolträchtig am weltweiten "Friday for Future" wurde eine in jeder Hinsicht attraktive Digitalisierungsmesse unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Michael Piazolo veranstaltet. Angeregt und organisiert vom Bildungsbüro des Kreises Bamberg fand die erste Digitalisierungsmesse statt.

Das Bildungsbüro, die Staatlichen Schulämter Bamberg Stadt und Land sowie die Gemeinde Burgebrach entwickelten in enger Zusammenarbeit mit den beiden Schulleitungen ein gelungenes Gesamtkonzept für die Messe. Die Programmübersicht versprach dabei 16 Stände, an denen die Grundschule, die Mittelschule und weitere geladene Schulen ihre Best-Practice-Beispiele für andere präsentierten, von gut funktionierenden digitalen Klassenzimmerausstattungen mit Panels und interaktiven Whiteboards, WLAN-Infrastrukturen, Tablet- und Laptopklassen bis hin zu unterschiedlich angelegten handlungsorientierten und anschaulichen Programmierkursen in der Grundschule.

Aber auch die Technik-Präsentation der Aussteller kam nicht zu kurz. Viele Besucher drängten sich um sieben Aussteller, die in der Aula der Mittelschule moderne Präsentationstechnik, digitale Lehrbücher, Konzepte für die schulische Systembetreuung und programmierbare Lego-Sets präsentierten.

Eine derartige Dichte anschaulicher Informationen ist innovativ, und so verwundert es nicht, dass etwa 250 Schulleiter und Lehrkräfte, Medienverantwortliche an Schulen sowie Bürgermeister den Weg zum "Tor zum Steigerwald" fanden und sich umfassend informierten.

Den Verantwortlichen vor Ort, Bürgermeister Johannes Maciejonczyk sowie Edith Kleber, Rektorin der Grundschule, und Jürgen Poppendörfer, Rektor der Mittelschule, war ein gewisser Stolz auf ihre Vorzeigeschule anzusehen. Alles lief nach Plan und auch die Verköstigung durch die Elternbeiräte beider Schulen sowie durch einen Caterer aus Burgebrach trug zur vollen Zufriedenheit der Gäste bei.

Start mit Austausch

Mit einem halbstündigen Talk begann die Messe. Kultusstaatssekretärin Anna Stolz betonte, dass gute Technik allein nicht reiche, sondern sie auch von den Lehrkräften kompetent eingesetzt werden müsse. Landrat Johann Kalb unterstrich die bisherigen Investitionen des Landkreises in die Schulen. Er hofft ebenso wie Bambergs Bürgermeister Christian Lange, dass auch die Bewerbung zur Digitalen Bildungsregion, die Stadt und Landkreis eingereicht haben, einen zusätzlichen Schub für die Entwicklung bringt.

Bürgermeister Maciejonczyk hob hervor, dass Investitionen in eine gute Schulausstattung nicht das alleinige Erfolgsrezept sein könnten, sondern dass zudem eine gute Schulentwicklung entscheidend sei.

Der fünfte Gast auf dem Podium war Matthias Thiem von den Staatlichen Schulämtern Stadt und Landkreis Bamberg. Er unterstrich das bisherige Engagement unter anderem durch die Einrichtung eines eigenen Arbeitskreises zur Medienkonzep terstellung. Nicht zuletzt seien die Schulämter auch an der Organisation der Messe beteiligt gewesen und böten durch die vielen Gespräche mit dem Bildungsbüro des Landkreises eine hervorragende Basis für den Austausch untereinander.

"Früh übt sich"

Bei einem Rundgang zeigten sich Landrat Kalb und Staatssekretärin Stolz beeindruckt davon, wie versiert bereits Grundschüler mit der modernen Technik in ihren Klassenzimmern umgehen. Da wurden Stop-Motion-Filme mit dem iPad gedreht und in intensiver Vorarbeit Kulissen gebastelt sowie Figuren ausgesucht. Außerdem lernten die Kinder mit der App "Scratch" auf spielerische Weise die Funktionsweise von Algorithmen kennen und programmierten selbst kleine Geschichten. Eine Schülerin meinte zwischendurch "Heute ist der schönste Schultag meines Lebens!" - und das, obwohl sie an diesem Freitagnachmittag länger als üblich in der Schule bleiben musste.

Eine, die am Einzug der Informatik im Grundschulbereich großen Anteil hat, ist Ute Schmid, Professorin am Lehrstuhl für Angewandte Informatik der Uni Bamberg. Auch die von ihr entwickelten Experimentierkisten "Informatik" wurden auf der Messe vorgestellt. Schmid setzte mit ihrem Vortrag den interessanten Schlusspunkt der Messe. red

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