Zeil am Main

Im Schatten des Betzenbergs

Eine lange Fahrt steht dem SKK Zeil bevor, wenn es heute nach Kaierslautern geht: In der Fritz-Walter-Stadt haben die TSG-Kegler den ruhmreichen FCK-Fußballern den Rang abgelaufen.
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Olaf Pfaller und der SKK Gut Holz Zeil gastieren heute in der 2. Bundesliga bei der TSG Kaierslautern. Foto: Ralf Naumann
Olaf Pfaller und der SKK Gut Holz Zeil gastieren heute in der 2. Bundesliga bei der TSG Kaierslautern. Foto: Ralf Naumann

Der SKK Gut Holz Zeil macht sich heute auf die Fahrt ins über 300 Kilometer entfernte Kaiserslautern. Am siebten Spieltag der 2. Liga der Kegler gastieren die Zeiler um 14 Uhr auf der Sportanlage der TSG Kaiserslautern.

Zur Stadt Kaiserslautern kommen jedem Sportfan direkt der altehrwürdige 1. FC Kaiserslautern, Fritz Walter und der Betzenberg in den Sinn. Doch der deutsche Fußball-Meister von 1998 befindet sich im freien Fall, kickt mittlerweile in der 3. Liga und findet sich dort aktuell nur im Niemandsland der Tabelle wieder. Ganz anders ist der Trend rund eineinhalb Kilometer vom Fritz-Walter-Stadion stadteinwärts bei den Sportkeglern der TSG. Sie spielen seit fünf Jahren in der 2. Liga, landeten dabei stets unter den ersten vier und formulierten jüngst als mittelfristiges Ziel die Etablierung der ersten Männer- und Frauenmannschaft in der Bundesliga.

Anspruch und Wirklichkeit

Diesen hohen Erwartungen läuft die junge Mannschaft aus dem Pfälzerwald derzeit allerdings etwas hinterher. Vor der Saison noch als einer, wenn nicht sogar der heißeste Meisterschaftskandidat gehandelt, belegt die Truppe um Kapitän Sebastian Peter aktuell nur Rang 7, womit man im Lager der TSG nicht zufrieden sein wird. Bereits der Saisonbeginn verlief mit einer Niederlage in Lorsch anders als erwartet. Am dritten Spieltag reichte es beim ESV Schweinfurt nur zu einem 4:4, der 4. Spieltag bescherte der TSG gar eine 2:6- Heimpleite gegen Hirschau. Auch das vergangene Spiel ging bei der SpVgg Weiden mit 3:5 verloren. Einzig zu Hause gegen den FSV Erlangen-Bruck und in Bamberg verließ man als Sieger die Bahnen. Diesem nicht zufriedenstellenden Einstieg will man in der Pfalz nun einen goldenen und punktereichen Herbst folgen lassen. Ein Angriff auf die beiden Top-Teams aus Großbardorf und Hirschau dürfte aufgrund des Rückstands aber schwierig werden. Für Gut Holz Zeil sicherlich einer der ungünstigsten Momente, um nach Kaiserslautern reisen zu müssen. Eine gehörige Portion Wut und der Drang nach Wiedergutmachung dürften in Kaiserslautern zum jetzigen Zeitpunkt riesig sein.

Zeil reist nicht mit dem Plan an, die Punkte vor der Partie abzuschreiben. Zeigte man zuletzt auf fremden Bahnen sehr gute Leistungen, will man auch in Kaiserslautern daran anknüpfen, wie Bastian Hopp bestätigt: "Wir haben in unseren drei Auswärtsspielen mit 3649 Kegeln in Hainstadt, 3496 Kegeln in Erlangen und 3571 Kegeln in Hirschau sehr gute Leistungen erzielt. Zu anderen Zeitpunkten der Saison hätten wir mit diesen Ergebnissen wohl als Sieger von der Bahn gehen können. Die Favoritenrolle liegt allerdings ganz klar bei den Gastgebern. Der Tabellenstand täuscht sicherlich über die wahre Stärke hinweg."

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