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Im Sandersgarten gibt's Platz für 30 Häuslebauer

Bauwillige in Marktzeuln brauchen in naher Zukunft nicht mehr in benachbarte Ortsteile ausweichen, sondern können in der Kerngemeinde ihre Häuser bauen.
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Der Gemeinderat beschloss am Montag die Aufstellung eines Bebauungsplanes "Sandersgarten-Nord" im beschleunigten Verfahren. Die Ausweisung soll als allgemeines Wohngebiet erfolgen. Das Areal schließt sich nördlich an das bestehende Baugebiet Sandersgarten an und liegt linker Hand am Ortsausgang von Marktzeuln in Richtung Lettenreuth an der Staatsstraße 2191. Gegenüber befindet sich die Einfahrt zur Kart-Arena auf dem Spitzberg.


Kein Sondergebiet mehr

Vier weitere Beschlüsse sollen den Weg für das Baugebiet freimachen. Für den Bebauungsplan "Vordere Heuern", der seit 2005 rechtskräftig ist, soll das Aufhebungsverfahren durchgeführt werden. Das gleiche gilt für den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan "Sondergebiet Photovoltaik" aus dem Jahre 2010. Parallel dazu soll auch der Flächennutzungsplan geändert werden und der Beschluss für die Aufstellung eines Landschaftsplans aufgehoben werden.
Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech war über die Entwicklung der Infrastruktur in Marktzeuln und die Aufstellung des Bebauungsplanes erfreut. "Der Grunderwerb ist gesichert", sagte er in Hinblick auf die dort befindlichen landwirtschaftlichen Flächen. Auf Nachfrage unserer Zeitung gab Geschäftsstellenleiter Stephan Schneider bekannt, dass rund 30 Einfamilienhäuser gebaut werden können. Ein Bereich sei auch für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Bisher hätten sich bereits rund acht Interessierte in der Gemeinde gemeldet.


"Stiftung unser Marktzeuln"

Einstimmig beschloss der Gemeinderat die "Stiftung unser Marktzeuln" ins Leben zu rufen. In die Stiftung muss der Markt 5000 Euro einbringen. Denselben Betrag zahlt die Sparkasse ein. Der Stiftungszweck ist breit gefächert und umfasst alle gemeinnützigen Möglichkeiten und ist auf das Gemeindegebiet beschränkt. Spenden und Zustiftungen sind möglich. Die Stiftung wird durch einen Stiftungsrat ehrenamtlich begleitet, der über die Stiftungserträge entscheidet. Er besteht aus dem Bürgermeister und den weiteren Mitgliedern Karin Pfadenhauer, Pfarrer in Ruhestand Wolfgang Scherbel, Josef Stark und Hans-Georg Rebhan.


Stromtrassen abgelehnt

Auch der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplanes Strom 2030 wird von der Gemeinde Marktzeuln vehement abgelehnt. Es handelt sich um die P 44 Altenfeld-Grafenrheinfeld, P 44 mod Altenfeld über Würgau nach Ludersheim, P 44 mod Variante 2: Altenfeld-Remptendorf-Würgau-Ludersheim, P 44 mod Variante 2+: Remptendorf-Würgau-Ludersheim, P 44 mod Variante 3: Altenfeld-Remptendorf-Mechlenreuth. "Alle Varianten sind für uns negativ, weil sie alle zum Umspannwerk Redwitz und über unser Gemeindegebiet führen", sagte Bürgermeister Friedlein-Zech. Er wies darauf hin, dass noch bis zum 16. Oktober für jeden die Möglichkeit bestehe, sich im Rahmen des Konsultationsverfahrens unter www.netzausbau.de/2030-nep-ubmit einer Stellungnahne einzubringen. Sein Wunsch: "Wir hoffen, dass der bayerische Löwe brüllt, damit die Trassen verhindert werden." Die Verwaltungsgemeinschaft Hochstadt-Marktzeuln habe mit Wirkung ab 1. November ihr Bürgerserviceportal um den Fachdienst Wasserzähler erweitert, gab der Bürgermeister bekannt.


Zählerstand online melden

Der Fachdienst Wasserzähler ermögliche den Einwohnern erstmals für das Kalenderjahr 2017 den Wasserzählerstand online melden zu können. Ein Link werde für den Zeitraum der Zählermeldungen auf der Gemeindehomepage aktiviert.

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