Burglauer

Im Glauben vereint um den Berg

Das zehnjährige Jubiläum der Pfarreiengemeinschaft "St. Bonifatius um den Höhberg" mit den Pfarreien aus Burglauer, Salz, Strahlungen, Rheinfeldshof und Niederlauer wurde mit einem Festgottesdienst gefeiert.
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"Über ein gelungenes Jubiläum mit einem sehr schönen Gottesdienst in einer sehr harmonischen und tollen Atmosphäre" freuten sich (von links) Diakon Wolfgang Dömling, Jochen Müller (Strahlungen), Diakon Jochen Lauterwald, Petra Hein (Niederlauer), Burkhard Geißler (Salz), Pfarrer Martin Heim und Ramona Dinkel (Burglauer).  Foto: Manfred Mellenthin
"Über ein gelungenes Jubiläum mit einem sehr schönen Gottesdienst in einer sehr harmonischen und tollen Atmosphäre" freuten sich (von links) Diakon Wolfgang Dömling, Jochen Müller (Strahlungen), Diakon Jochen Lauterwald, Petra Hein (Niederlauer), Burkhard Geißler (Salz), Pfarrer Martin Heim und Ramona Dinkel (Burglauer). Foto: Manfred Mellenthin

Manfred Mellenthin Bei herrlichem Sonnenschein wallten die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft "St. Bonifatius um den Höhberg" hoch zum Namensgeber, dem Höhberg, um mit Pfarrer Martin Heim und den Diakonen Wolfgang Dömling und Jochen Lauterwald gemeinsam den Jubiläumsgottesdienst zu feiern. Pfarrer Heim, mittlerweile Stiftspfarrer der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Aschaffenburg, war zum Zeitpunkt der Gründung der Pfarreiengemeinschaft "St. Bonifatius um den Höhberg" Pfarrer in Salz, Jochen Lauterwald wirkte als Diakon in der Pfarreiengemeinschaft. Diakon Wolfgang Dömling amtierte als Vertreter der Pfarrgemeinde Bad Neustadt.

Ein Blick zurück

Gemeinsam ließen die Vorsitzenden der vier Pfarreien, Ramona Dinkel aus Burglauer, Jochen Müller aus Strahlungen und Rheinfeldshof, Burkhard Geissler aus Salz und Petra Hein aus Niederlauer das zehnjährige Bestehen Revue passieren. Ähnlich wie heute, mit den Diskussionen um den "pastoralen Raum", bahnten sich auch schon vor zehn Jahren damals vor der Gründung der Pfarreiengemeinschaft strukturelle Veränderungen an. Die Zeit, "einen eigenen Pfarrer vor Ort zu haben", war vorbei. Salz und Strahlungen mit Rheinfeldshof mussten sich schon einige Jahre vor der Gründung der Pfarreiengemeinschaft einen Pfarrer teilen. Ende des Jahres 2007 kam Burglauer als neue Pfarrei dazu. Pfarrer Heim war nun leitender Pfarrer von drei Pfarreien. Niederlauer wurde zum damaligen Zeitpunkt noch von Pfarrer Friedrich Mehler betreut und geleitet. Anfang des Jahres 2008 kam seelsorgerische Unterstützung durch den Pfarrvikar Pater Joe Kaniyarakathu. Die Weichen für eine Pfarreiengemeinschaft wurden gestellt, beginnend mit der seelsorgerischen Betreuung bis hin zur Verwaltung und Organisation durch das Pfarrbüro Salz. Es folgten gemeinsame Sitzungen der Räte, viele Gespräche und die intensiven Diskussionen, wie die Pfarreiengemeinschaft denn künftig heißen solle. Die Entscheidung fiel letztendlich auf "Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius um den Höhberg". Begonnen wurde die Pfarreiengemeinschaft am Pfingstmontag, 1. Juni 2009, durch Domkapitular Monsignore Dr. Heinz Geist, der die Gründung vollzog, und Pfarrer Martin Heim wurde als leitender Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft offiziell ernannt. Kaum gegründet, bahnten sich schon die ersten Personalwechsel an. Pfarrer Norbert Reinwand, der im Jahr 2010 die Leitung der Pfarreiengemeinschaft übernahm, wechselte im Herbst 2012 in die Pfarreiengemeinschaft Immanuel Oerlenbach. Eine weitere Neuerung war, dass sich Seelsorgeteams, die sich aus Pfarrer, Diakon, Gemeindereferent und Pastoralreferent zusammensetzten, bildeten.

Neu im Team

Nach kurzer Vakanz übernahm im September 2014 Pfarrer Tobias Fuchs die Pfarreiengemeinschaft. Neu ins Team kamen auch Diakon Jochen Lauterwald und die heutige Gemeindereferentin Gisela Schuhmann.

Ramona Dinkel informierte die zahlreich erschienenen Gläubigen über weitere positive Entwicklungen, die die Pfarreiengemeinschaft im Laufe der zehn Jahre genommen hatte. So entwickelte sich eine gemeinsame Sternwallfahrt hoch zum Namensgeber, dem "Höhberg", eine gemeinsame Kommunion-und Firmvorbereitung und die Entwickelung einer nach und nach immer besseren Zusammenarbeit der Gremien. Ein gemeinsamer Pfarrbrief wurde ins Leben gerufen, und die Gottesdienstzeiten wurden aufeinander abgestimmt und, das betonte Dinkel besonders, "es wurde sogar geschafft, einen gemeinsamen Termin und Weg für die Kreuzbergwallfahrt auszuhandeln." Und: "Ähnlich wie vor zehn Jahren stehen wir auch heute wieder vor einer Neustrukturierung. Es werden künftig pastorale Räume entstehen, die eine noch größere Zusammenlegung von Pfarreien bzw. Pfarreiengemeinschaften mit sich bringen wird. In welcher Form dies genau geschehen wird, wird uns Bischof Franz bis Ende 2020 mitteilen", so Dinkel. "Aber egal, wie es künftig aussehen wird: Mit fleißigen Händen, Gottvertrauen und mit der Zuversicht, dass Gottes Geist mitwirkt, werden wir auch diese Herausforderung gut meistern", stellte Dinkel heraus. Zu feiern gab es dann neben dem zehnjährigen Jubiläum eine weitere Premiere: Zum ersten Mal hatte Pfarrer Heim den Höhberg erklommen.

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