Ebelsbach

Im Bierzelt kennengelernt

Elsbeth und Hermann Zieg sind seit 60 Jahren ein Ehepaar. Die Landwirtschaft prägte sie.
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Elsbeth und Hermann Zieg feierten diamantene Hochzeit.  Foto: Günther Geiling
Elsbeth und Hermann Zieg feierten diamantene Hochzeit. Foto: Günther Geiling

Der 60. Hochzeitstag ist ohne Zweifel in der heutigen Zeit ein besonderes Familienfest, das es zu feiern gilt. Gestern feierten in Schönbrunn, einem Ortsteil der Gemeinde Ebelsbach, Elsbeth und Hermann Zieg ihre diamantene Hochzeit. Dem Jubelpaar gratulierten hierzu drei Töchter mit ihren Familien, darunter fünf Enkel und zwei Urenkel.

Die Glückwünsche der Landkreisverwaltung und der Bürger des Landkreises überbrachte Landrat Wilhelm Schneider, der besonders das Engagement von Hermann Zieg als Feldgeschworener hervorhob. Über 60 Jahre übe er nämlich schon das Ehrenamt eines Siebeners aus und habe beim letzten Siebenertag dafür auch eine besondere Ehrung erfahren.

Zahlreiche Ehrenämter

Bürgermeister Walter Ziegler stellte bei seiner Gratulation heraus, dass der Jubilar in seinem Heimatort auch weitere Ehrenämter inne hatte. So sei er seit zehn Jahren Obmann des Bayerischen Bauernverbandes gewesen, gehörte 25 Jahre dem Ausschuss der Flurbereinigung an und war 34 Jahre im Jagdausschuss tätig. Viele Jahre war er auch Hornist bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Hermann Zieg ist ein Schönbrunner, während Elsbeth Zieg, geborene Benkert, in Altershausen geboren wurde und dort auch aufwuchs. Anlässlich des Gaufestes im Jahre 1958 in Ebelsbach lernten sich die beiden dort im Bierzelt kennen, und schon ein Jahr später wurde in der Kirche von Gleisenau geheiratet.

Elsbeth Zieg war zunächst als Waldarbeiterin tätig, bevor sie eine Arbeit bei den Fränkischen Leuchten in Königsberg aufnahm. Nach der Eheschließung sorgte sie als Bäuerin, Hausfrau und Mutter für die Erziehung der Kinder und das Leben im Haus und auf dem Hof. Hermann Zieg übernahm schon 1959 und damit in jungen Jahren die Verantwortung für den landwirtschaftlichen Betrieb, in dem es alles von Kühen über Bullen und Schweinen bis hin zu Kleintieren gab und man weitere Felder für den Getreidebau pachtete. Die Veränderungen in der Landwirtschaft führten aber dazu, dass Hermann Zieg noch 17 Jahre zusätzlich als Holzfäller im Rotenhan'schen Wald tätig war. Und er interessiert sich nach wie vor für den Wald, dessen Probleme mit der Trockenheit und dem Borkenkäfer. In ihrem Ruhestand genossen die Jubilare das Reisen, vor allem in die Berge und in die Landschaft Südtirols.

Anteil an der Gemeinde

Elsbeth Ziegs Lieblingsbeschäftigung war das Nähen und Stricken von Kleidern für die Kinder und Enkelkinder. Besondere Freude hat sie auch an den Blumen in ihrem Garten. Beide nehmen noch Anteil am gesellschaftlichen und gemeindlichen Geschehen. Die Lektüre der Tageszeitung ist für sie deswegen ganz wichtig.

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