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IHK lobt die Prüfungsbesten in den Berufen

Früher wollte Elisabeth Alberti (24 Jahre) Lehrerin werden, erst später entdeckte sie ihre Leidenschaft für Lebensmittel. Heute ist die Schweinfurterin frisch gebackene Fachkraft für Lebensmitteltechn...
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Die besten Prüflinge aus dem Kreis Haßberge mit den Vertretern der IHK  Foto: IHK Würzburg/Schweinfurt
Die besten Prüflinge aus dem Kreis Haßberge mit den Vertretern der IHK Foto: IHK Würzburg/Schweinfurt

Früher wollte Elisabeth Alberti (24 Jahre) Lehrerin werden, erst später entdeckte sie ihre Leidenschaft für Lebensmittel. Heute ist die Schweinfurterin frisch gebackene Fachkraft für Lebensmitteltechnik bei Coca-Cola in Knetzgau - mit dem besten Abschluss ihres Jahrgangs in Mainfranken und Bayern. Ihre Auszeichnungen hat Alberti dieser Tage von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt in Grafenrheinfeld erhalten.

Dort wurden weitere erfolgreiche Prüflinge aus dem Landkreis geehrt. Mehrere sogar wie Alberti als "Bayernbeste".

In ihrer dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik hat Elisabeth Alberti einen Beruf mit viel Verantwortung erlernt. Die Qualität der Getränke muss immer gleich sein. Damit das klappt, überprüft sie mehrmals am Tag wichtige Parameter, zum Beispiel den Kohlensäuregehalt.

"Wir suchen junge Talente mit einem hohen Grad an Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein", sagt Ausbilder Norbert Röder (53 Jahre). "Ob es sich um Schulabgänger, Studienabbrecher oder Quereinsteiger handelt, spielt eine untergeordnete Rolle. Wir gehen offen auf Bewerber zu", betont Röder weiter.

Die Ehrung

Das Rezept bewährt sich offenbar, wie der Erfolg Albertis zeigt. Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat sie und 100 weitere Prüfungsbeste der Region in der Kulturhalle Grafenrheinfeld ausgezeichnet. Die Absolventen haben in ihrem jeweiligen Ausbildungsberuf herausragende Leistungen in der Berufsabschlussprüfung erzielt. Elf der Prüfungsbesten haben sogar das beste Prüfungsergebnis in Bayern in ihrem Beruf erzielt. Insgesamt haben 4255 junge Menschen die Winterprüfung 2018/ 2019 und die Sommerprüfung 2019 absolviert, so die IHK.

"Damit sind Sie das, was die Betriebe dringend benötigen: engagierte, leistungsbereite und exzellent ausgebildete Fachkräfte", lobte IHK-Präsident Klaus D. Mapara die jungen Menschen und gratulierte zu der außerordentlichen Leistung.

IHK-Auszeichnungen für den Bereich Haßberge erhielten: Maik Engelhard aus Aidhausen (Verfahrensmechaniker, Fränkische Rohrwerke Königsberg); Luca Martin aus Baunach (Verfahrensmechaniker, FTE automotive Ebern); Elisabeth Alberti aus Schweinfurt (Fachkraft für Lebensmitteltechnik, Coca-Cola GmbH Knetzgau); Jonas Hülß aus Pfarrweisach (Informatikkaufmann, Fränkische Rohrwerke in Königsberg); Marcel Barth aus Hofheim (Mechatroniker, ZF Schweinfurt); Vladislav Kirilov aus Knetzgau (Kaufmann für Versicherungen und Finanzen, Debeka Krankenversicherungsverein Bad Kissingen); Tamara Sotnikov aus Zeil (Kauffrau für Dialogmarketing, Deutsche Telekom Würzburg); Patrick Buhl aus Königsberg (Fachlageristin, Deifel Buntfarbenfabrik Schweinfurt); Andrej Schineller aus Ebern (Fachkraft für Metalltechnik, Weiss Spindeltechnologie in Maroldsweisach); Nadja Huberth aus Oberaurach (Technische Systemplanerin, BaurConsult Haßfurt).

Wo Licht ist, ist auch Schatten, wie bei der Feier deutlich wurde: "Zu Beginn des Ausbildungsjahres 2019 zog die IHK Würzburg-Schweinfurt eine ernüchternde Bilanz. Insgesamt wurden in Mainfranken 3314 neue Ausbildungsverträge zum 1. September 2019 registriert", so der IHK-Präsident. Das seien im Vergleich zum Vorjahr fünf Prozent weniger. Damit verschärfe sich die Situation für viele Betriebe weiter, bedauert er. ks

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